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Mo., 29.07.2019

1:1 gegen St. Pauli: Prietl rettet Arminia beim Saisonstart einen Punkt Kurz vor knapp

Manuel Prietls Kopfball schlägt im Tor von St. Pauli ein.

Manuel Prietls Kopfball schlägt im Tor von St. Pauli ein. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Das war knapp: In der letzten Minute der regulären Spielzeit hat Arminia Bielefeld den Fehlstart abgewendet. Manuel Prietl traf beim 1:1 (0:1) gegen den FC St. Pauli zum späten Ausgleich.

Neues hatte die neue Saison beim Anpfiff nicht zu bieten. Von Arminias im Sommer verpflichtetem Personal schaffte es am Montagabend niemand in die Startelf. Joakim Nilsson, Fabian Kunze und Cebio Soukou schauten von der Bank zu. Marcel Hartel war nach seinem kurzfristigen Wechsel von Union Berlin zum DSC noch nicht spielberechtigt.

Den 23.857 Fans schien es nach der langen fußballarmen Zeit aber erst einmal egal zu sein, welche Spieler auf dem Platz um die ersten Punkte der Saison kämpften. Sowohl die Bielefelder Fans, als auch die mehr als 2000 aus Hamburg angereisten Anhänger schafften in Sachen Gesang einen äußerst unterhaltsamen Rahmen für die Flutlichtpartie.

Arminia machte das Spiel

Es waren nicht einmal zwei Minuten gespielt, als der in der 2. Liga neu eingeführte Videobeweis seine Alm-Premiere hatte. St. Paulis Marvin Knoll sollte bei einem Angriff der Arminen die Hand als Abwehrhilfsmittel benutzt haben – doch der Videoschiedsrichter stellte doch kein Vergehen fest.

Was in der Folge auffiel: Arminia machte das Spiel, St. Pauli stand tief in der eigenen Hälfte und überließ den Hausherren die Regie. Dennoch schafften die deutlich bissigeren Arminen es nicht, sich final festzubeißen. Vor allem fehlte den Ostwestfalen des Rätsels Lösung für die dichte Hamburger Defensive. Der Ball lief lange und sicher durch die Bielefelder Reihen, doch auf den letzten Metern blieb er bei jedem Angriff an einem hanseatischen Bein hängen.

Dann genügte ein Konter, um den Verlauf des Spiels auf den Kopf zu stellen. Die bislang zurückhaltenden Paulianer eroberten den Ball, Mats Möller Daehli schaltete blitzschnell um und legte auf Christian Conteh ab, der nach einem Haken Stephan Salger düpierte und zur Gästeführung traf (32.). Das Hamburger Motto »abwarten und zuschlagen« war damit bestens umgesetzt worden.

Der Video-Schiri schaltete sich ein

Nachdem die erste Halbzeit mit Ernüchterung endete, begann die zweite mit einem Ausrufezeichen. Reinhold Yabo setzte den Ball an die Unterkante der Latte, von wo er nur Zentimeter vor der Linie aufschlug (48.). Dann zielte Andreas Voglsammer knapp vorbei (50.) und Jonathan Clauss’ strammen Schuss parierte Pauli-Torwart Robin Himmelmann (51.). Eins war klar: Der DSC hatte sich etwas vorgenommen.

Unterstützt wurde der DSC dabei ab der 59. Minute von Cebio Soukou. Der Neuzugang kam für Keanu Staude ins Spiel. Den Schwung nach dem Seitenwechsel konnte aber auch Soukou nicht mit aufrechterhalten.

Dann wurde es hitzig: Nach einer Clauss-Flanke sollte Paulis Daniel Buballa den Ball im Strafraum mit der Hand gespielt haben – Elfmeter. Der Video-Schiri schaltete sich ein, Referee Bastian Dankert schaute sich die Szene an und nahm den Strafstoß dann zurück – zum Frust der DSC-Fans.

Es sollte schließlich Manuel Prietl sein, der diesen Frust in pure Freude verwandelte. Nach einer Clauss-Ecke köpfte der Österreicher in der 90. Minute zum 1:1 ein. Ein glückliches Ende für den DSC, der schon am Freitag wieder beim VfL Bochum antreten muss.

Statistik

Bielefeld: Ortega - Clauss, Behrendt, Salger (86. Consbruch), Hartherz - Prietl, Edmundsson - Staude (59. Soukou), Yabo (69. Seufert), Voglsammer - Klos

St. Pauli: Himmelmann - Y.-Y. Park, Avevor, Knoll, Buballa - Miyaichi, Möller Daehli (80. Zehir), Hornschuh (63. N. Hoffmann), Becker, C. Conteh (90.+2 Gyökeres) - Diamantakos

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock) - Zuschauer: 23857

Tore: 0:1 C. Conteh (32.), 1:1 Prietl (90.)

Gelbe Karten: Behrendt (1), Prietl (1) / Miyaichi (1), N. Hoffmann (1)

Kommentare

Blau goes Barca

Sorry, aber dieses "Arminia spielt Barca, nur in Zeitlupe" ist einfach nur enervierend. Und obendrein leicht zu verteidigen angesichts des "Tempos". Aber die Mannschaft hat es gut verinnerlicht - warum sonst spielt man bei 0:1 sechs Minuten vor Schluß von der Mittellinie zum eigenen Keeper zurück? :-)
War wirklich ein toller Rahmen gestern auf der Alm, die Spannung entstand aus dem Spielverlauf. Ansonsten langweilig.

1 Kommentare

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