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Mi., 31.07.2019

Betrugsprozess gegen Rüdiger Lamm in Mannheim Zeuge bestätigt Vorwürfe

Rüdiger Lamm muss sich in einem Betrugsprozess verantworten.

Rüdiger Lamm muss sich in einem Betrugsprozess verantworten. Foto: imago

Von Christian Bröder

Mannheim/Bielefeld (WB). Beim dritten Verhandlungstermin im Betrugsprozess gegen den früheren Manager von Arminia Bielefeld, Rüdiger Lamm (70), hat am Dienstag vor dem Landgericht Mannheim ein 72-jähriger Diplom-Ingenieur die Vorwürfe der Anklage nach Informationen der Tageszeitung »Mannheimer Morgen« im Kern bestätigt.

Lamm soll sich im Jahr 2006 zu seiner Zeit als Manager und Berater des SV Waldhof Mannheim auf Kosten der Dietmar-Hopp-Stiftung bereichert haben. Ihm und den Mitangeklagten Bogoljub M. und Achim P. wird angelastet, sich mithilfe einer fingierten Rechnung für den Bau eines Jugendförderungszentrums über 1,15 Millionen Euro bereichert zu haben.

Nur 650.000 statt 1,15 Millionen Euro

Der als Zeuge geladene Diplom-Ingenieur hatte in den Jahren 2006 und 2007 den Bau der Jugendeinrichtung in Mannheim verantwortet. Sein Unternehmen habe den Bauauftrag allerdings für nur 650.000 Euro statt der von der Dietmar-Hopp-Stiftung gezahlten Bausumme von 1,15 Millionen Euro bekommen. »Zu dem Zeitpunkt hieß es, die Differenz soll an den Verein zurückfließen«, berichtete der Diplom-Ingenieur laut »Mannheimer Morgen«.

Die Differenz von 500.000 Euro sei dann offenbar über fingierte Rechnungen zurück an Lamm, seine beiden Mitangeklagten und den Verein SV Waldhof Mannheim gezahlt worden, wie der Zeuge erst nach einer langen Zeit des Überlegens bestätigte.

Mehr als zwei Stunden hatte der Prozess vor der Großen Wirtschaftskammer des Landgerichts Mannheim am Dienstag gedauert, ehe sich Uwe G. auf Drängen der Richterin Claudia Kreis-Stephan zum Geschehensablauf eingelassen haben soll. Zuvor hatte der 72-Jährige, der wegen der besagten Vorgänge in einem früheren Prozess bereits zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt worden ist, immer wieder geäußert, sich nicht erinnern zu können. Rüdiger Lamm selbst hatte bereits in der vergangenen Woche den objektiven Geschehensablauf vor Gericht eingeräumt. Der Prozess wird am Mittwoch mit dem vierten Verhandlungstag fortgesetzt.

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