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Fr., 02.08.2019

Ex-Armine Börner vor erstem Punktspiel mit seinem neuen Klub Sheffield Wednesday Das Abenteuer beginnt

Ex-Armine Julian Börner (rechts) ist der erste Deutsche beim englischen Klub Sheffield Wednesday.

Ex-Armine Julian Börner (rechts) ist der erste Deutsche beim englischen Klub Sheffield Wednesday. Foto: James Hogg

Bielefeld (WB/jen). Wenn Julian Börner von seiner neuen Wahlheimat Sheffield spricht, gerät er ins Schwärmen. Und nicht nur die Stadt im Norden Englands begeistert ihn, sondern auch die Voraussetzungen, die sein neuer Klub Sheffield Wednesday bietet.

» Alles ist eine Nummer größer als bei Arminia. Wir haben ungefähr 15 Leute im Staff, sieben Physios und alleine fünf hauptamtliche Greenkeeper für die Trainingsplätze«, berichtet der Innenverteidiger, der seit dem 1. Juli beim englischen Zweitligisten unter Vertrag steht. Am Samstag beginnt mit dem Auswärtsspiel beim FC Reading die Saison. Es ist das erste von 46 (!) Ligaspielen. Dazu kommen zwei Pokalwettbewerbe und am Ende eventuell noch die Aufstiegsrelegation.

Kein Wunder, dass in der Vorbereitung viel Kondition gebolzt wurde. Das Trainingslager in Portugal war »echt heftig. Wir haben praktisch nur Läufe gemacht, in jeder Form. Ich habe in jeder freien Minute im Bett gelegen, obwohl ich da sonst gar nicht der Typ für bin«, erzählt Börner, dessen Abschied aus Bielefeld nach fünf Jahren wie mehrfach berichtet nicht schön verlief. Börner hatte seine Zusage zur Vertragsverlängerung zurückgezogen , um das kurzfristig eingegangene, finanziell sehr lukrative Angebot aus England anzunehmen. Ein Schritt, den der 28-Jährige zwar nicht bereut. Aber er betont, dass »ich eine tolle Zeit bei Arminia hatte. Der Verein liegt mir sehr am Herzen.«

Haus im Süden Sheffields

Eine Woche vor dem Trainingsstart hat Börner mit seiner Frau Kristina und Tochter Emma (2) ein Haus im Süden Sheffields bezogen. »Direkt an einem Naturschutzgebiet. Generell gibt es in dieser klassischen Arbeiterstadt sehr viele kleine Parks. Wir haben uns auf Anhieb total wohl gefühlt«, berichtet Börner über Sheffield (knapp 600.000 Einwohner). Mit mehr als 170 Wäldern sowie 88 öffentlichen Gärten und Parkanlagen gilt Sheffield in Relation zur Einwohnerzahl als grünste Stadt Europas.

Auch sportlich ist Börner zufrieden. An diesem Samstag in Reading dürfte der erste Deutsche in der Geschichte des Klubs in der Startelf stehen. »Davon gehe ich zumindest aus«, gibt sich der gebürtige Weimarer, der auch in Sheffield die Nummer 13 trägt, optimistisch. Allerdings sucht Wednesday, das dem thailändischen Geschäftsmann Dejphon Chansiri gehört, noch einen neuen Chefcoach. Denn der erst im Februar nach Sheffield gewechselte Steve Bruce (58) heuerte vor zwei Wochen beim Premier-League-Klub Newcastle United an. Interimstrainer ist Lee Bullen (48), der seit Dezember 2013 als Co-Trainer bei den »Owls« (Eulen) unter Vertrag steht. In Reading wird Bullen auf jeden Fall auf der Bank sitzen.

Ein guter Saisonstart wäre wichtig, nach acht Jahren 2. Liga sehnt sich Sheffield nach der Premier League. »Wir haben den Kader, aber in dieser Liga wollen 15 Vereine aufsteigen«, sagt Börner.

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