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Mo., 05.08.2019

Moderatoren-Duo Dickel und Owomoyela sorgen mit ihren Äußerungen im BVB-TV für einen Eklat Ex-Armine Owomoyela imitiert Hitler

Patrick Owomoyela spielte von 2003 bis 2005 bei Arminia Bielefeld.

Patrick Owomoyela spielte von 2003 bis 2005 bei Arminia Bielefeld. Foto: dpa

Dortmund (WB/dpa). Rassistische Kommentare im BVB-TV? Vizemeister Borussia Dortmund hat seine beiden Ex-Profis Patrick Owomoyela und Norbert Dickel nach ihren verbalen Fehltritten in einer Übertragung des vereinseigenen TV-Senders sanktioniert. Was ist passiert?

Owomoyela und Dickel hatten das Testspiel des BVB gegen Udinese Calcio (4:1) am 27. Juni kommentiert und sich dabei mehrere Entgleisungen geleistet. Mehrfach fiel der Begriff »Itaker«, Ex-Armine Owomoyela, der von 2003 bis 2005 für Bielefeld spielte, imitierte zudem den Tonfall von Adolf Hitler. Nach einem Bericht des Westdeutschen Rundfunks distanzierte sich Borussia Dortmund am Montag in einer offiziellen Stellungnahme. Darin heißt es:

»Patrick Owomoyela und Norbert Dickel engagieren sich bei uns seit Jahren intensiv in der Anti-Rassismus-Arbeit. Beiden waren ihre Äußerungen von vor neun Tagen ausgesprochen unangenehm. Sie waren zutiefst enttäuscht von sich selbst! Deshalb sind sie unmittelbar nach der Übertragung auf die Geschäftsführung zugegangen.«

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Beide haben ihr Fehlverhalten bereits vor einer Woche öffentlich eingestanden.

Pressemitteilung des BVB an den WDR

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»Wir haben ihr Fehlverhalten sanktioniert und beiden unmissverständlich verdeutlicht, dass ihr Versuch witzig zu sein vollkommen schiefgelaufen ist, absolut deplatziert war und derlei Äußerungen bei uns keinen Platz haben. Beide haben ihr Fehlverhalten bereits vor einer Woche öffentlich eingestanden und versprochen, dass sich derlei nicht wiederholen wird. Sie haben selbst während der nächsten Übertragung betont, dass sie ›neben der Spur waren‹. Dem ist nichts hinzuzufügen.«

BVB-Anhänger hatten sich bereits nach dem Spiel unter anderem im Dortmunder Fan-Forum »Schwatzgelb« über die Kommentare der beiden Moderatoren beschwert. Der Beitrag auf der Dortmunder Internetseite und auf dem Vereinskanal bei Youtube ist nicht mehr abrufbar.

Owomoyela war unter anderem 2006 für sein Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit mit dem Udo-Lindenberg-Preis ausgezeichnet worden.

Nachdem Schalke-Boss Clemens Tönnies wegen seiner Aussagen über Afrikaner in der Kritik steht, wird nun auch auf Erzrivale Borussia Dortmund im Zusammenhang mit als rassistisch empfundene Äußerungen geschaut.

 

 

 

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