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Do., 08.08.2019

DFB-Pokal: Joakim Nilsson hofft auf seinen ersten Einsatz für Arminia Bock auf Berlin

Der Schwede Joakim Nilsson (hier im Testspiel gegen Barnsley) möchte beweisen, dass er in Bielefeld angekommen ist.

Der Schwede Joakim Nilsson (hier im Testspiel gegen Barnsley) möchte beweisen, dass er in Bielefeld angekommen ist. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Knapp eine halbe Million Euro hat Arminia Bielefeld im Sommer für Joakim Nilsson auf den Tisch geblättert. Klar, dass nicht zuletzt deshalb der Innenverteidiger für viele eigentlich als logischer Startelfkandidat galt.

Nach zwei Zweitligapartien aber wartet der Schwede noch immer auf seine ersten Pflichtspielminuten für den DSC. Am Samstag (15.30 Uhr) im Erstrundenpokalduell bei Viktoria Berlin könnte sich das ändern. Einiges spricht dafür, dass Trainer Uwe Neuhaus den viermaligen A-Nationalspieler Nilsson im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark von Beginn an bringen wird. Zum einen wird es für den Nachfolger des zum englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday abgewanderten Julian Börner langsam Zeit für ein wenig Spielpraxis. Und zum anderen ist es ja nun nicht so, dass Neuhaus nach vier Gegentoren in 180 Ligaminuten nichts zu beanstanden hätte. Beim jüngsten 3:3 in Bochum kam den Ostwestfalen nach ihrer 2:0-Führung gänzlich die Souveränität abhanden. Die defensive Instabilität in der Endphase hätte um ein Haar sogar noch zu einer Niederlage für den Zweitligisten geführt. Die Platzhalter im Abwehrzentrum, Brian Behrendt und Stephan Salger, gelten daher keineswegs als unantastbar.

In eigener Sache werben

Nilsson könnte in Berlin nun in eigener Sache werben, um womöglich dann auch beim nächsten Punktspiel daheim gegen Aue (Samstag, 17. August) erste Wahl zu sein. »Ich bin bereit«, sagt er vor der Abreise am Freitag in die Hauptstadt. Auf die Frage, warum es bislang noch nicht zu Einsatzzeit im neuen Trikot gereicht hat, antwortet der Ex-Elfsborger: »Zu Beginn in Bielefeld war vieles neu, ganz anders als in Schweden. Auch an die Spielidee musste ich mich zunächst gewöhnen. Aber jetzt habe ich alles besser verinnerlicht, bin hier angekommen und fühle mich sicherer in meinem Spiel.« Der Rest liege nun beim Trainer. So auch die Entscheidung darüber, ob nicht vielleicht auch der nach seiner Hereinnahme in Bochum auffällige Amos Pieper ebenfalls eine Startchance verdient hätte.

Dass Nilssons Lebensgefährtin und auch der kleine Herr Nilsson, der erst vor einem Monat geborene Sohn des Paares, seit einer Woche nun ebenfalls in Bielefeld leben, könnte durchaus zusätzlich dazu beitragen, dass der Profi sich nun besser als zuvor auf seinen Beruf fokussieren kann.

Fokussieren

Fokussieren, meint Nilsson, müsse sich das Team nun auch auf Viktoria Berlin. In einem Spiel zwischen einem Viert- und einem Zweitligisten sei es zwar eigentlich Pflicht für den Favoriten, eine Runde weiterzukommen. Doch der Armine ahnt: »Wir werden hart arbeiten und die Partie als das annehmen müssen, was sie ist: ein K.o.-Duell.« Nach zwei Remis in der Liga wird es diesmal zwingend einen Sieger geben müssen. Der 25-Jährige ist überzeugt: »Mit der richtigen Einstellung werden wir es schaffen.«

Ende Mai, sagt Nilsson, habe er sich vor dem Fernseher Bayerns Pokalfinal-Triumph über Leipzig (3:0) angesehen. Die Atmosphäre im Berliner Olympiastadion habe ihn beeindruckt. Dass die Partie der Arminen in einer anderen Arena stattfinden wird, weiß Nilsson. Und auch wenn im Jahn-Sportpark Kulisse und Gegner etwas kleiner ausfallen: Nilsson hat richtig Bock auf Berlin. Er sagt: »Dass der Pokal im Vergleich zu Schweden hier eine so große Bedeutung hat, ist neu für mich. Darauf freue ich mich riesig.«

Videobeweis schon ab Achtelfinale

Der Videobeweis wird im DFB-Pokal in dieser Saison erstmals bereits ab dem Achtelfinale zum Einsatz kommen. Dies teilte der DFB am Mittwoch mit. In den vergangenen beiden Jahren war das technische Hilfsmittel jeweils erst ab dem Viertelfinale angewendet worden. Wie in der Bundesliga verfolgen die Video-Assistenten die Spiele an Bildschirmen im Video-Assist-Center in Köln.

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