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Fr., 09.08.2019

Wie Arminia in Berlin bestehen will – Voglsammer bleibt »definitiv« – mit Videos »Zeigen, wer der Chef ist«

Andreas Voglsammer (links, gegen St. Paulis Avevor) verlangt auch im Duell mit dem Viertligisten Viktoria vollen Einsatz.

Andreas Voglsammer (links, gegen St. Paulis Avevor) verlangt auch im Duell mit dem Viertligisten Viktoria vollen Einsatz. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld reist ohne Prince Osei Owusu zum DFB-Pokalspiel beim Viertligisten Viktoria Berlin (Samstag, 15.30 Uhr, Jahn-Sportpark). Der Stürmer, dessen Vertrag beim Fußball-Zweitligisten bis Juni 2021 gültig ist, spielt in den Planungen von Trainer Uwe Neuhaus offenbar keine Rolle mehr.

»Dadurch, dass er nicht im Kader ist, ist seine Situation bei uns genügend beschrieben, würde ich sagen«, formulierte Neuhaus bei der Pressekonferenz am Donnerstag überaus deutlich.

Owusu war in der Rückserie der vergangenen Saison an 1860 München verliehen. Der Drittligist würde den 22-Jährigen dem Vernehmen nach gern erneut ausleihen. Owusu, der seit 2018 ein Armine ist, sollen noch weitere Anfragen aus der 3. Liga vorliegen. Der DSC-Profi sieht seine Zukunft offenbar aber in einer höheren Spielklasse und hat bislang deshalb einen Wechsel abgelehnt. Neuhaus: »Es gibt leider keinen neuen Stand.«

Gute Nachrichten für die Arminen gibt es derweil von Andreas Voglsammer. Der Stürmer, der in der Vergangenheit wiederholt das Interesse des Ex-Zweitligisten FC Ingolstadt (jetzt 3. Liga) geweckt hatte, zählte zuletzt in jeder Transferperiode zu den potenziellen Abschiedskandidaten. In diesem Sommer waren Gerüchte über ein angebliches Interesse an Voglsammer (DSC-Vertrag bis 2021) aus England aufgekommen. Bielefelds Sport-Geschäftsführer Samir Arabi hatte daraufhin dementiert. Jetzt machte auch der Profi selbst klar, seine Zukunft beim DSC zu sehen.

»Ich denke, von Samir ist klar und deutlich gemacht worden, dass das alles nur Gerüchte von außen gewesen sind. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen«, meinte der 27-Jährige auf entsprechende Nachfrage. Ob das bedeute, dass er selbst fest davon ausgeht, in dieser Saison bei Arminia zu spielen, entgegnete Voglsammer: »Definitiv.«

In England ist die Frist, um Spieler zu verpflichten, am gestrigen Donnerstag verstrichen. In Deutschland dagegen ist das Transferfenster noch bis zum 2. September geöffnet. Dass die Arminen diese Frist nutzen, um auf dem Transfermarkt noch einmal zuzuschlagen, gilt dem Vernehmen nach als unwahrscheinlich bis ausgeschlossen. Geplant ist, im Falle des Weiterkommens die Pokal-Prämie für den Zweitrundeneinzug in Höhe von 351.000 Euro zu nutzen, um einen Teil der Restverbindlichkeiten in Höhe von rund zwei Millionen Euro zu tilgen und in die Infrastruktur zu investieren.

Mit der gleichen Ernsthaftigkeit wie in der Liga

Doch zunächst einmal muss der DSC gegen den Tabellenzehnten der Regionalliga Nordost seiner Favoritenrolle gerecht werden. Es gelte, »mit der gleichen Ernsthaftigkeit zur Sache zu gehen wie in der 2. Liga«, benannte Voglsammer das Rezept. Andernfalls könne es »sein, dass wir uns die Zähne ausbeißen«. Der Armine erwartet einen Gegner, der »120 Prozent gibt. Die werden versuchen wollen, uns den Schneid abzukaufen. Das wird ein heißer Tanz.« ­Voglsammers Empfehlung: »Wir müssen denen zeigen, wer der Chef ist.«

Wenn die Bielefelder dann noch in vier weiteren Runden ihren Gegnern zeigen, wer der Chef ist, würden sie erneut in der Hauptstadt antreten dürfen. Dann aber nicht im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark, sondern zum Finale im Olympiastadion. Voglsammer hätte nichts dagegen. Lächelnd sagte er: »Wir schau’n mal, dass wir nächstes Jahr im Mai wieder in Berlin sind.«

Das gibt es im DFB-Pokal zu verdienen

Nicht nur, dass der DFB-Pokalwettbewerb für den Sieger der kürzeste Weg in den Europapokal ist – für die teilnehmenden Klubs ist er ganz nebenbei auch noch eine willkommene Einnahmequelle. Die Prämien sind im Vergleich zur Vorsaison erneut ein wenig angehoben worden. Für das Erreichen der ersten Runde hat jedes der 64 Teams bereits 175.500 Euro bekommen.

Für den Einzug in die 2. Runde gibt es 351.000 Euro, für die Teilnahme am Achtelfinale 702.000 Euro, für den Einzug ins Viertelfinale 1.404.00 Euro und für die Halbfinalisten sogar 2.807.000 Euro.

Der Finalverlierer wird mit 3,5 Millionen Euro entschädigt. Der Pokalsieger wird mit 4,5 Millionen Euro belohnt.

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