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Do., 15.08.2019

Das Spiel gegen Aue gibt für Arminia die vorläufige Richtung vor Im Siegesfall »voll im Soll«

Am Samstag gastiert Erzgebirge Aue in Bielefeld. DSC-Sportchef Samir Arabi: »Es ist unser Anspruch, das Heimspiel zu gewinnen.«

Am Samstag gastiert Erzgebirge Aue in Bielefeld. DSC-Sportchef Samir Arabi: »Es ist unser Anspruch, das Heimspiel zu gewinnen.« Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Es ist erst der dritte Spieltag. Und doch wird sich für den DSC Arminia am Samstag im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue (13 Uhr, Schüco-Arena) zeigen, in welche Richtung die Ostwestfalen in den kommenden Zweitligawochen blicken werden.

Die zwei Remis bisher ( 1:1 gegen St. Pauli , 3:3 in Bochum ) sind weder Fisch noch Fleisch. »Mit einem Sieg gegen Aue hätten wir fünf Punkte aus drei Spielen und wären voll im Soll«, sagt Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. In Kombination mit dem Zweitrundeneinzug im Pokal würde das ein stimmiges Gesamtbild ergeben.

Doch Achtung, Arminia: Im Vorbeigehen wird Aue nicht zu bezwingen sein. Der ewige Underdog aus dem Erzgebirge hat den perfekten Saisonstart hingelegt. 2:0 in Fürth, 3:2 gegen Wiesbaden – das macht sechs Punkte aus zwei Spielen. Aue kommt als Tabellenzweiter und mit dem Rückenwind des 4:1-Pokalerfolgs beim Viertligisten Wacker Nordhausen (Ex-Armine Pascal Testroet traf doppelt) auf die Alm.

Starke Sachsen sind keine Überraschung

Der starke Start der Sachsen – für Arabi stellt er keine Überraschung dar. »Das hat sich bereits zum Ende der vergangenen Saison abgezeichnet«, urteilt der 40-Jährige. Von den letzten fünf Partien 2018/19 verlor Aue nur eine. Trainer Daniel Meyer, so Arabi, habe einen erheblichen Anteil daran, dass der FCE nun seine bereits vierte Zweitligasaison in Serie absolviert.

So geht’s den Verletzten

Arminia muss am Samstag gegen Aue weiterhin ohne die vier Langzeitverletzten Sven Schipplock, Nils Quaschner, Cedric Brunner und Patrick Weihrauch auskommen. »Pa­trick muss in den nächsten Wochen das Training leider herunterfahren. Alles andere macht keinen Sinn«, sagt DSC-Trainer Uwe Neuhaus. Schon während der Vorbereitung hatten muskuläre Pro­bleme dem 25-Jährigen zu schaffen gemacht. Auch für die folgenden Partien in Regensburg und gegen Fürth dürfte der Mittelfeldspieler damit noch keine Rolle spielen.

Während auch Brunner und Quaschner weiter in der Warteschleife stecken, trainiert Schipplock mit der Mannschaft. Neuhaus äußert sich verhalten optimistisch: »Bei ihm ist am ehesten abzusehen, dass es irgendwann demnächst vielleicht mal wieder klappen könnte.«

Trotz dieser kleinen Erfolgsgeschichte aus dem Erzgebirge – die Anhänger der Arminia erwarten am Samstag nichts anderes als den ersten Saisonsieg ihres DSC. Und »auch wir haben den Anspruch, unser Heimspiel zu gewinnen«, betont Arabi, der den Ball jedoch gewohnt flach hält. »Wenn wir verlieren, sind wir nicht automatisch ein Abstiegskandidat, und wenn wir gewinnen nicht automatisch ein Aufstiegskandidat.«

Sechs bis acht Spiele, so Arabi seien nötig, um seriös beurteilen zu können, wohin die Reise in dieser Serie gehen könnte. »Gleichwohl ist es natürlich besser, von Anfang an mit dabei zu sein, als der Musik hinterherlaufen zu müssen«, sagt der Sportchef.

Andere tun sich schwerer

Dass die Arminen nach 4:4 Toren in den ersten beiden Punktpartien bei ihrem jüngsten Pokalerfolg gegen Viktoria Berlin in dieser Serie zum ersten Mal in einem Pflichtspiel hinten dicht hielten, bewertet Arabi als überaus positiv. Überhaupt sei er »bei Betrachtung aller Erstrundenresultate sehr froh, dass wir die Sache in 90 Minuten regeln konnten«. Viele andere Zweit- und sogar Erstligisten hätten sich noch erheblich schwerer getan als die Arminen.

Lobend hebt Arabi die Pokalleistung des neuen Innenverteidigers Joakim Nilsson hervor, den er zu den positivsten Erscheinungen beim mühevollen 1:0-Sieg zählt. Es wäre eine kleine Überraschung, sollte der Schwede gegen Aue nicht erneut an der Seite von Brian Behrendt beginnen dürfen.

Nilsson selbst hält sich diesbezüglich zurück. Nach seinem Pflichtspieldebüt sagte er: »Ich habe auf diese Gelegenheit gewartet. Ich denke, dass es Dinge zu verbessern gibt, die Leistung aber okay war.« Der 25-Jährige versprach: »Ich werde dran bleiben.«

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