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Sa., 17.08.2019

Arminia-Trainer Neuhaus fordert einen Heimsieg gegen Aue – Mit Video »Ein bisschen was fehlt«

In Bielefeld kreuzen sich ihre Wege: die Ex-Dresdner Uwe Neuhaus (links) und Pascal Testroet.

In Bielefeld kreuzen sich ihre Wege: die Ex-Dresdner Uwe Neuhaus (links) und Pascal Testroet. Foto: imago

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Diesen Druck haben sich die Arminen selbst auferlegt: Nach nur zwei von sechs möglichen Punkten aus den ersten beiden Saisonspielen sagt Trainer Uwe Neuhaus vor der Partie am Samstag gegen Erzgebirge Aue: »Wir sind in der Pflicht. Das Ziel ist ganz klar, das Heimspiel zu gewinnen.« Anstoß in der Schüco-Arena ist um 13 Uhr. Mit Video.

Richtig unzufrieden ist der 59-Jährige mit dem Saisonstart, zu dem auch das 1:0 im Pokal bei Viktoria Berlin zu rechnen ist, nicht. »Wenn man sieht, dass wir noch ungeschlagen sind«, gebe es dazu keinen Grund. Trotzdem »fehlen uns vier Punkte«, sagt Neuhaus: »Ich bin nicht enttäuscht – und trotzdem hat man das Gefühl, es fehlt so ein bisschen was.« Aber was? Ein Mangel an Gier, betont der Trainer, sei es nicht. Eher ein Mangel an »Souveränität und Dominanz, an Ruhe und Überzeugung«, nach einer Führung »das eigene Spiel weiterzuverfolgen und durchzubringen«.

Große Lücke zu den Teams von oben

Im Ligaspiel in Bochum hatten die Arminen schon 2:0 geführt (Endstand 3:3), und auch im Pokal mussten sie nach ihrer frühen Führung am Ende ein bisschen zittern. In beiden Partien ließ die Mannschaft die letzte Konsequenz vermissen, für eine vorzeitige Entscheidung zu sorgen.

Auch weil die Arminen nach drei Pflichtspielen noch nicht so recht wissen, wo sie in dieser Liga hingehören, »wäre es wichtig, zu gewinnen – und auch dann wären wir immer noch nicht an Aue vorbei«, sagt Neuhaus nüchtern. Obwohl die Saison noch jung ist, ist die Lücke zwischen dem DSC und den Teams an der Tabellenspitze so groß, dass ein Spiel nicht genügt, um sie zu schließen.

Aue kommt mit positiver Grundstimmung

Dazu kommt, dass Erzgebirge Aue auch gar nicht gewillt ist, die Punkte auf der Alm zu lassen. Ganz im Gegenteil. Nach drei Siegen in Liga und Pokal macht sich beim FCE enormes Selbstvertrauen breit. »Diese positive Grundstimmung soll uns tragen. Wir wollen gierig bleiben und weitermachen«, kündigt Trainer Daniel Meyer an. Er sagt: »Bei einem Sieg in Bielefeld und mit etwas Schützenhilfe können wir nächste Woche als Tabellenführer gegen den VfB Stuttgart antreten. Das ist das Ziel, und ich erwarte, dass meine Mannschaft genauso denkt.«

Testroet hat bis 2023 verlängert

Aue wird aufmüpfig – die Arminen werden das vernehmen. Ob sie die passende Antwort finden, wird sich vor den 15.000 Augenzeugen, die der DSC zum Spiel erwartet, zeigen. Einer, der den Arminen gefährlich werden könnten, war früher mal einer von ihnen: Pascal Testroet . Mit seinen 15 Toren für den FCE in der Vorsaison hatte er auch andernorts Begehrlichkeiten geweckt. Doch Testroet verlängerte am Donnerstag seinen Vertrag bis 2023. »Es gab Interesse von einigen Klubs«, sagt der Torjäger: »Es wäre auch um ein bisschen Geld gegangen. Es wurde aber immer wieder betont, wie sehr ich hier gebraucht werde und dass ich nach Aue gehöre. Diese Wertschätzung hat mir richtig gut getan.«

Unter Uwe Neuhaus hat er diese Wertschätzung nicht immer erfahren. Als der heutige DSC-Coach noch Dynamo Dresden trainierte, war Testroet dort sein Spieler. Doch weil Neuhaus irgendwann nicht mehr auf ihn setzte, zog es Testroet 2018 nach Aue.

Nilsson wird erneut beginnen

Am Samstag kommt es nun also zum Wiedersehen – mit Neuhaus und auch mit Arminia, deren Held er wurde, als er den DSC 2015 im Drittligaheimspiel gegen Regensburg kurz vor Schluss zum Aufstieg schoss.

Testroet, Doppeltorschütze bei Aues 4:1-Pokalerfolg in Nordhausen, wird es am Samstag unter anderem mit Joakim Nilsson zu tun bekommen. Der Abwehrspieler wird nach seinem DSC-Debüt in Berlin erneut beginnen. Ohnehin will Neuhaus von gravierenden personellen Veränderungen absehen.  »Ich tendiere nicht dazu, von Woche zu Woche zu wechseln. Wichtig ist, dass die Mannschaft, die aufläuft, harmonisch ist. Jedes Spiel drei Wechsel – damit würde ich den Einzelnen und die Mannschaft mehr verunsichern, als dass es helfen würde.« Zwei Neuerungen sind dennoch denkbar: Cebio Soukou und Reinhold Yabo könnten für Marcel Hartel und Nils Seufert ins Team rutschen.

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Clauss, Behrendt, Nilsson, Hartherz - Edmundsson, Prietl, Yabo - Soukou, Klos, Voglsammer

 

Kommentare

... und Lukoqui? Lasst doch mal bitte einen links hinten spielen, der verteidigen kann UND nach vorne etwas zustande bekommt.

1 Kommentare

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