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Mo., 19.08.2019

Zweitligator Nummer 60 für den DSC-Stürmer Starker Kapitän Klos verhilft Arminia zum 3:1

Der Ball ist noch unterwegs, doch Fabian Klos setzt genau wie die Fans dahinter zum Jubeln an. Es ist das Tor zum 2:0.

Der Ball ist noch unterwegs, doch Fabian Klos setzt genau wie die Fans dahinter zum Jubeln an. Es ist das Tor zum 2:0. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Es war nur ein Spiel. Und es war auch erst der dritte Spieltag. Und doch hat der 3:1 (1:0)-Erfolg gegen den FC Erzgebirge Aue diese noch junge Arminia-Saison auf einen Schlag in ein anderes Licht gerückt.

»Es war kein Spiel, in dem es nur um die drei Punkte ging«, machte auch Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus nach der Zweitligapartie gegen die Sachsen deutlich. »Das Spiel war schon richtungsweisend«, betonte der Coach nach zuvor zwei Unentschieden. Es habe Aufschluss gegeben darüber, »wo unser Weg hinführt«.

Neuhaus ließ nicht unerwähnt, dass sich aus dem Erfolg natürlich nicht gleich ein Dauertrend ableiten lasse getreu dem Motto »wir gehen jetzt steil nach oben«, wie der 59-Jährige formulierte. Aber der Blick auf die (noch immer nur bedingt aussagekräftige) Tabelle zeigt: Arminia ist jetzt erstmal im vorderen Drittel mit dabei, was allemal besser ist, als von Beginn an der Musik hinterherhecheln zu müssen.

Klos sieht Entwicklungsschritt

Hinzu kommt, dass der Erfolg gegen den FC Erzgebirge auch nicht ergaunert oder einer glücklichen Fügung des Schicksals zu verdanken war. Er war verdient, hochverdient sogar. Auch oder insbesondere deshalb, weil die Ostwestfalen nach ihrer 1:0-Führung (Joakim Nilsson, 21. Minute) weiter mutig nach vorne spielten. Und weil sie sich auch vom überraschenden Anschlusstor durch den eingewechselten Christoph Daferner (76.) nicht von ihrem Weg abbringen ließen. »Nach dem 1:2 hat die Mannschaft das mit Bravour erledigt«, lobte Neuhaus. Und auch Kapitän Fabian Klos gab an, »absolut stolz auf die Mannschaft« zu sein, denn er habe »trotz des Gegentreffers nie das Gefühl entwickelt, dass etwas schiefgehen könnte«.

Zwei Wochen zuvor in Bochum hatte das noch ganz anders ausgesehen. Da führte der DSC mit 2:0, verlor nach dem Anschlusstor aber die Kontrolle, geriet 2:3 ins Hintertreffen und musste am Ende froh sein, 3:3 gespielt zu haben. Diesmal sei die Mannschaft nach dem Gegentor »positiv geblieben«, sagte Klos und sprach von einem richtigen und wichtigen »Entwicklungsschritt«.

»Der Gefoulte soll nicht schießen«

Mit seinem Treffer zum 2:0 (61.) und dem herausgeholten Elfmeter zum 3:1, den Andreas Voglsammer sicher verwandelte (85.), hatte Klos erheblichen Anteil am Sieg. Und wie schon im April 2018, als der 31-Jährige beim 2:0 über Aue sein 111. Pflichtspieltor für den DSC erzielt hatte und so mit Klublegende Ernst Kuster gleichgezogen war, war auch sein Treffer am Samstag ein denkwürdiger. Es war Klos’ 60. Zweitligator für Bielefeld. Damit ist er nun alleiniger Rekordtorschütze des DSC in dieser Spielklasse. Norbert Eilenfeldt war in der 2. Liga insgesamt 59 Mal für Arminia erfolgreich. »Irgendwie sind meine Torrekorde immer gegen Aue – und irgendwie gewinnen wir dann auch immer«, sagte ein zufriedener Spielführer.

Klos hätte sogar noch auf 61 Treffer erhöhen können. Die Ausführung des von Hikmet Ciftci an ihm verursachten Elfmeter überließ er aber Voglsammer. »Man sagt ja immer: Der Gefoulte soll nicht schießen. Und Fabian hatte ja auch schon sein Tor«, sagte der Strafstoßschütze. Gegen Voglsammers strammen Schuss war Aues Keeper Martin Männel machtlos. Die letzten Mini-Zweifel am ersten Saisonsieg waren beseitigt.

Arminia habe, so Voglsammer, gegen einen überraschend schwachen Gast »keine Glanzleistung« abgeliefert. »Wir können noch besser spielen«, sagte der Angreifer, der dennoch ebenfalls einen deutlichen Schritt nach vorn gesehen hatte. Es komme nun darauf an, die Leistung zu bestätigen. »Wenn wir nächste Woche in Regensburg (Samstag, 13 Uhr) verlieren, haben wir wieder die gleiche Ausgangsposition wie vor dem Aue-Spiel«, warnte er.

Stadion voller bekommen

Im Hinblick auf die darauffolgende Heimpartie gegen Fürth (Samstag, 31. August) wäre ein Negativerlebnis in Regensburg kontraproduktiv. Schließlich habe sich der DSC laut Trainer Neuhaus »nach wie vor auf die Fahne geschrieben, dass wir das Stadion voller bekommen als diesmal«. Stand jetzt stehen die Chancen, dass zumindest die 14.700 Arminia-Fans unter den insgesamt 15.021 Besuchern von Samstag auch gegen Fürth wiederkommen werden, erstmal nicht schlecht.

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