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Sa., 31.08.2019

2:2 – DSC holt gegen Greuther Fürth einen 0:2-Rückstand auf Arminia weiter unbesiegt

Fabian Klos gegen Marco Caligiuri.

Fabian Klos gegen Marco Caligiuri. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld bleibt in der neuen Saison der 2. Fußball-Bundesliga weiter unbesiegt. Am Samstag ließen die Ostwestfalen sich auch von einem 0:2-Rückstand nicht beirren und holten gegen Greuther Fürth noch ein verdientes 2:2 (1:2).

Nach fünf Spieltagen stehen für den DSC nun zwei Siege und drei Remis zu Buche.

»Wer vor dem Tor am effektivsten sein wird und seinen Spielstil am besten durchsetzen kann, der wird die Partie am Ende für sich entscheiden«, hatte DSC-Trainer Uwe Neuhaus vorausgesagt. Und weil die Arminen in der Anfangsphase ihren Spielstil nicht einmal ansatzweise durchsetzen konnten, gab es für die Fürther die Tore am Samstag im Sonderangebot.

Främkisches Überfallkommando

Krass die Entstehung des 0:1: Die Franken bildeten ein dreiköpfiges Überfallkommando direkt an der Strafraumgrenze des DSC, um sich sofort in das stets nicht ganz risikolose Aufbauspiel der Ostwestfalen einmischen zu können. Mit Erfolg: Arminias Abwehrspieler Amos Pieper passte fast auf der Grundlinie stehend kurz zurück zu Ortega Moreno, der Schlussmann nahm den Ball an, um das Spiel auf die andere Seite zu verlagern, übersah in seinem Rücken jedoch den vorgerückten Branimir Hrgota. Fürths Angreifer drückte aus kurzer Distanz den Ball über die Linie. Ein ganz heißer Kandidat für das Kacktor des Monats, wenn nicht des Jahres, dieses 0:1 nach nicht einmal vier Minuten.

Und dann auch noch das: Nach einem Freistoß von Maximilian Wittek köpfte Havard Nielsen aus sechs Metern ins Lange Ecke – 0:2 (22. Minute).

Es waren die Fürther, die den DSC zurück ins Spiel holten. Hans Nunoo Sarpei rannte Joan Simun Edmundsson im Strafraum derart tollpatschig über den Haufen, dass Schiedsrichter Tobias Reichel gar nicht anders konnte, als Strafstoß für Bielefeld zu geben. Fabian Klos verwandelte sicher (28.).

Nur 120 Sekunden später vergab Nielsen die Riesenchance, den Zwei-Tore-Vorsprung für die Gäste wiederherzustellen. Sein Schuss strich hauchzart am Pfosten vorbei (30.).

Mit Entschlossenheit aus der Kabine

Arminia kam mit großer Entschlossenheit aus der Kabine, drängte zusehends auf den Ausgleich. Der Lohn: Nach einer scharfen Hereingabe von Jonathan Clauss köpfte Joan Simun Edmundsson mit Karacho zum 2:2 ein (62.).

Klos hatte wenig später gar die Chance zur Führung, doch nach einer traumhaften Vorarbeit des erneut auffälligen Marcel Hartel blieb der Kapitän an Gästekeeper Sascha Burchert hängen.

Glück für den Gastgeber dann kurz vor Schluss: Der abgefälschte Schuss des Fürthers Julian Green klatschte an die Latte (87.).

Statistik

Bielefeld: Ortega Moreno - Clauss, Pieper, Nilsson, Hartherz - Prietl - Yabo (59. Soukou), Hartel - Edmundsson (82. Staude), Klos, Voglsammer

Greuther Fürth: Burchert - Sauer, Caligiuri (78. Bauer), Mavraj, Wittek - Seguin, Sarpei - Green - Hrgota (64. Keita-Ruel), Nielsen, Mohr (68. Stefaniak)

Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart)

Zuschauer: 15.820

Tore: 0:1 Hrgota (4.), 0:2 Nielsen (22.), 1:2 Klos (28. Foulelfmeter), 2:2 Edmundsson (62.)

Gelbe Karten: - / Sauer, Sarpei, Green, Azzouzi (Geschäftsführer Sport)

Kommentare

Noch mal gutgegangen

Die Verpflichtung von Perez ist, wie man am Samstag sehen konnte, erforderlich gewesen. Pieper gehört die Zukunft, aber ihm fehlt noch die Stabilität und Erfahrung. Den Bock in der 3. Minute habe ich schon einige Spiele zuvor erwartet. Ortega ist nun mal nicht Manuel Neuer und das sollte er sich bewußt machen. Es gehört einiges an technischem Können dazu, den Ball auch bei hoch stehendem Gegner unfallfrei nach vorn zu spielen. So weit ist Arminia noch nicht. Man muss aber anerkennen, dass sich die Mannschaft erneut zurückgekämpt und den Ausgleich erzielt hat. Wieder einmal war es Claus, der eine verwertbare Flanke ins Zentrum geschlagen hat. Er hat sich toll entwickelt und muss zweifelsohne als guter Einkauf bezeichnet werden. Dank an den Trainer, der deutlich eine Verstärkung für die Innenverteidigung gefordert hat. Ich bin mal gespannt, wie der Neuzugang einschlägt. Vielleicht sieht man ihn ja schon in Hannover. Dass Owusu wieder verliehen wurde ist gut. Vielleicht befgreift er ja noch einmal, dass man nur mit harter Arbeit zum Ziel kommt. Bei Staude glaube ich das nicht mehr. Es ist mir schleierhaft, warum er eingewechselt wird. Er ist derzeit aus meiner Sicht nicht zweitligatauglich.

Hanebüchen

Werden diese Spieleröffnungen eigentlich so trainiert, sind also Vorgabe des Trainerteans? Das kann man sich fast gar nicht vorstellen... Vielleicht sollte man mal weniger auf die geretteten Punkte und Aufhiljagden schauen, sondern auf die Umstände, die Rettungen und Aufholjagden erst notwendig machen. Langfristig hat eine Mannschaft davon mehr als vom Schulterklopfen.

2 Kommentare

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