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Di., 03.09.2019

Wie Neuzugang Marcel Hartel Arminias Spiel seinen Stempel aufdrückt Im Zentrum zu Hause

Marcel Hartel (links) zählt fußballerisch zu den stärksten Spielern beim DSC Arminia. Doch der 23-Jährige geht auch Zweikämpfen nicht aus dem Weg. Hier setzt er sich mit dem Fürther Paul Seguin auseinander.

Marcel Hartel (links) zählt fußballerisch zu den stärksten Spielern beim DSC Arminia. Doch der 23-Jährige geht auch Zweikämpfen nicht aus dem Weg. Hier setzt er sich mit dem Fürther Paul Seguin auseinander. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Beinahe hätte es geklappt. Noch nicht mit dem ersten Tor zwar, aber mit der ersten Torvorlage für Marcel Hartel im Trikot von Arminia Bielefeld. Aber eben nur beinahe.

Einmal traf Andreas Voglsammer im jüngsten Zweitligaspiel gegen Greuther Fürth (2:2) nach rotzfrechem Hartel-Freistoß den Ball nicht. Ein anderes Mal blieb Fabian Klos nach gefühlvollem Lupfer des Neuzugangs an Gästekeeper Sascha Burchert hängen. Doch auch ohne einen so genannten Assist avancierte Hartel im zweiten Durchgang zum besten Mann auf dem Platz. Damit bestätigte der 23-Jährige, was er schon beim vorherigen Heimauftritt gegen Aue (3:1) und auch beim Sieg in Regensburg (3:1) angedeutet hatte: Dass dem DSC mit der Verpflichtung des gebürtigen Kölners offenbar ein Treffer gelungen ist.

Mehr und mehr zum Strippenzieher

War der schmächtige Mittelfeldspieler vor der Pause gegen die Franken nur ein Armine unter vielen, avancierte er nach dem Wechsel mehr und mehr zum Strippenzieher. Hartel forderte Bälle, suchte das Eins-gegen-eins, setzte die Mitspieler ein, unternahm Überraschendes. Hartel ist Arminias Mann für das gewisse Extra. Und: Wie schon gegen Aue und Regensburg war Hartel auch gegen Fürth erneut der laufstärkste Bielefelder (11,89 Kilometer).

»Marcel drückt nicht nur fußballerisch unserem Spiel einen Stempel auf. Er ist nicht nur ein Feingeist, der auf die Bälle wartet, sondern er investiert auch viel für die Mannschaft. Für unser Spiel ist das gut und wichtig«, lobt Samir Arabi.

Arminias Angebot Heidenheim vorgezogen

Für eine überschaubare Ablöse lotste Arminias Sport-Geschäftsführer den talentierten Hartel vom Erstligaaufsteiger Union Berlin nach Ostwestfalen. Hartel (Vertrag bis 2022), der Arminias Angebot dem des Ligakonkurrenten 1. FC Heidenheim vorzog, fühlt sich wohl im neuen Umfeld. Nicht zuletzt deshalb, weil DSC-Trainer Uwe Neuhaus ihn da einsetzt, wo Hartel sich am besten entfalten kann. In Berlin wurde er häufiger auf der Außenbahn gebracht. Die Arminen dagegen haben Hartel »bereits in den Vertragsgesprächen signalisiert, dass wir ihn als Zentrumsspieler sehen, weil er dort noch präsenter ist«, erklärt Arabi.

Dass nach fünf Punktpartien nun erst einmal Länderspielpause ist, sieht Hartel mit gemischten Gefühlen. »Ich hätte lieber weitergespielt. Wenn du im Spielfluss bist, dann willst du auch drinbleiben«, sagt er. Andererseits könne er die Zeit »ganz gut nutzen, um meine Wohnung einzurichten«.

Sein erstes Zwischenfazit nach fünf Zweitligaspielen und einer Pokalpartie fällt positiv aus. Hartel sagt: »Wir sind ungeschlagen und gehen mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause.«

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