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Fr., 13.09.2019

Hannover, Stuttgart, Hamburg – Kräftemessen mit den Topfavoriten – mit Video Arminia vor heißem Herbst

2017 standen sich die 96er und die Arminen zum bisher letzten Mal in einem Punktspiel in Hannover gegenüber. Hier setzt sich DSC-Stürmer Andreas Voglsammer gegen Marvin Bakalorz durch. Beide stehen auch heute noch in den Reihen des jeweiligen Klubs

2017 standen sich die 96er und die Arminen zum bisher letzten Mal in einem Punktspiel in Hannover gegenüber. Hier setzt sich DSC-Stürmer Andreas Voglsammer gegen Marvin Bakalorz durch. Beide stehen auch heute noch in den Reihen des jeweiligen Klubs Foto: Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Die Partie am Samstag bei Hannover 96 – für den DSC Arminia ist sie der Auftakt in einen ganz heißen Herbst. Denn bei gleich drei der kommenden fünf Gegner handelt es sich um die ultimativen Favoriten auf den Aufstieg in die 1. Liga.

Am 27. September kommt der VfB Stuttgart auf die Alm, am 21. Oktober dann der Hamburger SV. Zwischendurch heißen die Kontrahenten Wiesbaden (21. September) und Osnabrück (7. Oktober).

Arminia-Trainer Uwe Neuhaus sagt, er sei »definitiv gespannt«, wie sein Team sich gegen die großen Drei der Liga schlagen werde. Ob dieser Dreierpack darüber Aufschluss geben wird, wohin die Reise für Arminia in dieser Spielzeit gehen wird? »Könnte schon sein«, sagt Neuhaus.

Nach den bisher fünf Saisonspielen ist Bielefeld noch ungeschlagen. »Der eine oder andere mag sagen, dass das deshalb so ist, weil wir gegen schwächere Gegner gespielt haben«, sagt Neuhaus. Wie dem auch sei, in Hannover können die DSC-Profis nun den Beweis antreten, es auch mit den namhafteren Kontrahenten aufnehmen zu können.

Denn obwohl die von Mirko Slomka trainierten 96er mit ihren fünf Zählern bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, scheint es doch nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sie in die Spitzengruppe der 2. Liga vorstoßen werden. Mit der späten Verpflichtung des zwölffachen deutschen A-Nationalspielers Dennis Aogo (u.a. Hamburg, Schalke, Stuttgart) sowie des Ex-Frankfurters Marc Stendera haben die Niedersachsen noch einmal klar signalisiert, dass sie in Sachen direkter Wiederaufstieg ernst machen wollen. Zumal Slomka betont: »Wir sind weit genug, um unsere Spiele in der 2. Liga zu gewinnen. Der erste Heimsieg muss unser Ziel sein.«

Diesen erwartet gegen Bielefeld auch das Publikum. »Der Druck liegt eindeutig bei Hannover«, sagt Neuhaus und legt beim Gegner den Finger in die Wunde. Zwischen den 96ern und Arminia betrage »der Unterschied jetzt schon vier Punkte. Ich glaube, dass Hannover dieses Spiel ein kleines bisschen gewinnen muss, um in die Regionen vorzustoßen, in die sie eigentlich wollen.«

Für die Arminen wäre demzufolge ein Zähler schon eine Menge Wert. Der Vier-Punkte-Vorsprung würde bestehen bleiben, der DSC wäre weiter unbesiegt. Doch wer weiß, vielleicht ist ja sogar noch mehr drin für die Gäste. »Es könnte ein Teilziel von uns sein, so schnell wie möglich Unruhe beim Gegner zu erzeugen«, gewährt Neuhaus Einblicke in seinen möglichen Matchplan. Und auch Bielefelds Abwehrspieler Stephan Salger sagt: »Je länger das Spiel dauert, desto unentspannter wird die Situation für Hannover.« Immer vorausgesetzt, die Gäste halten lange zumindest ein Unentschieden.

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Clauss, Pieper, Nilsson, Hartherz - Prietl - Yabo, Hartel - Edmundsson, Klos, Voglsammer

An dem größten Arminia-Fan-Aufkommen bei einem Auswärtsspiel seit 2006 (damals 6500 Anhänger in der Münchner Allianz-Arena beim Erstligaspiel gegen Bayern) finden sowohl Salger als auch Neuhaus Gefallen. »Trotzdem werden noch ein paar Hannoveraner mehr im Stadion sein, das ist klar«, sagt Neuhaus nüchtern. Gleichwohl seien bis zu 5000 DSC-Anhänger in der 49.000 Besucher fassenden Arena (38.000 Zuschauer werden insgesamt erwartet) ein zusätzlicher Ansporn. Neuhaus: »Unterm Strich bleibt, dass man eine so große Zahl an mitreisenden Fans natürlich nicht enttäuschen möchte.« Vier Punkte aus den bisher zwei Auswärtspartien dieser Saison machen den Bielefeldern zusätzlich Mut. Heißt, Arminia muss sich auch in Hannover nicht verstecken? Salger: »Nie!«

Arminia aktuell

Neuhaus lobt Pérez

Álex Pérez könnte schon bald ein ernstzunehmender Kandidat für die Startformation sein. Der Integrationsprozess des kurz vor Ende der Sommer-Transferfrist verpflichteten Innenverteidigers sei »in vollem Gange«, wie Trainer Uwe Neuhaus erklärt. »Alex ist bemüht, schnell Anschluss zu finden.« Körperlich sei der zuvor vereinslose 28-Jährige bereits in einem guten Zustand. Neuhaus: »Er ist grundsätzlich spielfähig.« Pérez wurde als Ersatz für den am Knie verletzten Brian Behrendt verpflichtet und macht in der Abwehr nun Druck auf Platzhalter Amos Pieper.

Schipplock ist zurück

Sven Schipplock ist bei Arminia bereits wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Der an der Hüfte operierte Stürmer hatte zuletzt einen kleinen Rückschlag erlitten, kann sein Aufbautraining nun aber fortsetzen.

Versammlung terminiert

Der DSC hat die Jahreshauptversammlung terminiert. Am Mittwoch, 13. November, treffen sich die Arminia-Mitglieder im so genannten »Krombacher Stammtisch« der Schüco-Arena. Beginn ist um 19.05 Uhr.

 

Kommentare

Na, was wohl...?

Ach ja, die alten Hoffnungen. In den letzten 10 Jahren trat Arminia gefühlte 30 Mal bei Gegnern an, die in einer echten Krise steckten. Diese haben sich ausnahmslos mit einem überraschenden Sieg gegen die Arminia für deren " Aufbauarbeit" bedankt. Warum sollte es dieses Mal anders sein?

1 Kommentare

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