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Mi., 25.09.2019

Stuttgarts Sportdirektor Mislintat findet Ex-Armine Massimo gut Viel Lob, aber noch kein Einsatz

Das VfB-Trikot trägt Roberto Massimo in Punktspielen bisher lediglich in der zweiten Mannschaft der Stuttgarter, wie hier am Sonntag in der Oberligapartie gegen Linx (Endstand 6:0).

Das VfB-Trikot trägt Roberto Massimo in Punktspielen bisher lediglich in der zweiten Mannschaft der Stuttgarter, wie hier am Sonntag in der Oberligapartie gegen Linx (Endstand 6:0). Foto: Imago

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Der Tabellenführer kommt nach Bielefeld. Und der Sportchef des VfB Stuttgart, Sven Mislintat, kennt sich in Ostwestfalen gut aus. Das trifft auch auf Roberto Massimo zu. Der 18-Jährige hatte den DSC Arminia im Sommer in Richtung Schwaben verlassen.

Fünf Jahre war Massimo ein Armine. Im Sommer holte ihn Mislintat, der seit Mai die sportlichen Geschicke des Bundesligaabsteigers mitlenkt, zum VfB. Eigentlich war das anders geplant. Im Mai 2018 einigten sich Arminia und Stuttgart auf einen Transfer des Offensivtalents, allerdings mit der Absicht, Massimo für zwei Saisons auf Leihbasis für den DSC spielen zu lassen. Die kolportierte Ablösesumme: mehr als zwei Millionen Euro.

Jungprofi kam in Bielefeld zuletzt nur auf vier Einsätze

Nachdem der Jungprofi in der Saison 2018/19 in Bielefeld nicht voran kam (nur vier Einsätze in der 2. Liga), ging er bereits im Sommer 2019 nach Stuttgart (Vertrag bis 30. Juni 2023). Dort muss er noch auf seinen ersten Einsatz bei den Profis warten. Zwar war er in jedem der bisher sieben Spiele im Kader, eingewechselt wurde er jedoch bisher nicht. In der zweiten Mannschaft des VfB, die in der Oberliga spielt, kommt Massimo auf fünf Einsätze, jeweils über 90 Minuten. Jedes Mal kam er als Rechtsverteidiger zum Einsatz, er erzielte ein Tor und bereitete zwei weitere Treffer vor.

Sven Mislintat ist mit Massimos Entwicklung aber zufrieden

Mislintat sagt über den Neuzugang: »Wir sind sehr zufrieden mit Robertos Entwicklung. Er trainiert gut und stand schon mehrfach im Kader der Profimannschaft. Und auch bei seinen Einsätzen in unserer U21 hat er einen positiven Eindruck hinterlassen.« Massimo selbst wollte sich im Vorfeld der Partie nicht äußern.

Sven Mislintat kennt Bielefeld, weil er zu den Gründern eines Startup-Unternehmens gehört, das in der Altstadt ansässig ist. »Matchmetrics« hat eine App entwickelt (»Scoutpanel«), die das Scouting von Fußballvereinen massiv verbessern soll. Zu den Kunden gehören neben Arminia und dem VfB Stuttgart unter anderen auch Arsenal London und der AC Mailand (das WESTFALEN-BLATT berichtete am 24. Juli).

Der Scout entdeckte Lewandowski und Aubameyang

Mislintat ist nicht mehr allzu oft in Bielefeld, wie er im Gespräch mit dieser Zeitung betont. In Zeiten der modernen Kommunikation sei dies nicht zwingend nötig. Er ist bei »Matchmetrics« nicht im Tagesgeschäft aktiv, sondern in der Entwicklung.

Natürlich war Mislintat, der sich als Scout bei Borussia Dortmund einen Namen gemacht hat und dort Spieler wie Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang entdeckte, auch schon in der Schüco-Arena. Und weil er die Atmosphäre auf der Alm kennt, ist seine Vorfreude auf das Spitzenspiel am Freitagabend (18.30 Uhr) besonders groß.

Flutlicht am Freitag – eine geile Atmosphäre

»Am Freitag wird unter Flutlicht eine geile Atmosphäre herrschen, das wird schwierig für uns. Aus meiner Sicht ist der Spielausgang offen, das Momentum entscheidet. Beide Mannschaften verfolgen einen spielerischen Ansatz. Da ist die Frage: Wer bringt sein Spiel durch?

Ich erwarte eine enge Kiste«, sagt der Stuttgarter Sportdirektor, der für die auf Tabellenplatz drei geführten Arminen großen Respekt zum Ausdruck bringt. »Das Spiel bei der Arminia wird mit die größte Herausforderung bisher in dieser Saison. Ich habe kürzlich schon gesagt, dass die Arminia oben mitspielen wird. Uwe Neuhaus macht bei verschiedenen Vereinen seit Jahren einen top Job, jetzt ist es erneut so. Der Verein hat gute, gewachsene Strukturen.«

Die Schwaben reisen als Tabellenführer nach Bielefeld. Es treffen die beiden einzigen ungeschlagenen Teams der 2. Liga aufeinander. »Ich bin froh über unseren Start, über die 17 Punkte und dass wir noch nicht verloren haben. Das Ziel ist, die Serie auch am Freitag nicht reißen zu lassen«, betont Mislintat.

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