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Do., 26.09.2019

Auch vor dem Topspiel gegen Stuttgart bleibt Arminias Trainer Realist Nur nicht überdrehen

Uwe Neuhaus neigt nicht zur Euphorie.

Uwe Neuhaus neigt nicht zur Euphorie. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Gibt das Spitzenspiel der 2. Liga zwischen Arminia Bielefeld und dem VfB Stuttgart am Freitag einen Hinweis darauf, ob der DSC in dieser Saison bereit ist für ganz Großes? Von solchen Fragen will Arminias Trainer Uwe Neuhaus nichts wissen.

Ob bei den Fans, in den Medien oder sonst wo über den Aufstiegskandidaten Arminia spekuliert wird, ist dem 59-Jährigen egal. Sein Blick geht allein auf Freitag, 18.30 Uhr. Im Duell der nach sieben Zweitligaspielen ungeschlagnen Teams aus Ostwestfalen (Dritter mit 15 Punkten) und aus Schwaben (Erster mit 17 Punkten) geht es zwar um die Tabellenführung, aber: »Es ist eins von 34 Spielen, jetzt haben wir sieben hinter uns. Wenn wir uns durchsetzen, haben wir drei Punkte mehr und sind an Stuttgart vorbei«, sagt Neuhaus.

Neuhaus: »Begehrlichkeiten spüre ich nur, wenn ich Zeitung lese.«

Und der routinierte Coach ergänzt zu möglichen Begehrlichkeiten, die der Erfolg wecke: »Begehrlichkeiten spüre ich nur, wenn ich Zeitung lese. Ich bin nicht dafür da, irgendwelche Hirngespinste von mir zu geben. Ich freue mich über eine gute Serie, über viele Punkte. Aber meine Aufgabe ist es, die Mannschaft jedes Mal so vorzubereiten, dass sie jedes Mal mit der Gier ins Spiel geht, die nächsten drei Punkte zu holen. Nicht mehr und nicht weniger.«

Die nächsten drei Punkte, die sind für seine Mannschaft laut Neuhaus auch gegen den Aufstiegsfavoriten mit dem fast vier Mal so hohen Etat (40 zu 12 Millionen Euro) möglich. »Ich glaube, dass die Tagesform entscheidet. Es treffen zwei sehr formstarke Mannschaften aufeinander. Stuttgart hat ein unheimliches Potenzial und viel Qualität in der Mannschaft. Aber wir sind gut drauf, auch wenn in Wiesbaden nicht alles perfekt lief, gerade im Defensivbereich«, erklärt der DSC-Coach.

Verzicht auf Perez

Zwei Gegentore ließ sein Team vorigen Samstag beim Tabellenletzten zu. Das hat dem Trainer nicht gefallen. »Wir müssen defensiv wesentlich gründlicher arbeiten. Wenn wir das schaffen, glaube ich schon, dass uns die Überraschung gelingen kann«, sagt Neuhaus. Die Stuttgarter Spielweise nennt er »risikobehaftet«, da könne man vielleicht Kapital draus schlagen. Mit welchem Personal? Das wollte Neuhaus – wie immer – nicht verraten. Nachdem Cédric Brunner beim 5:2 in Wiesbaden zu seinem ersten Punktspieleinsatz seit Anfang Mai gekommen war (Einwechselung in der 62. Minute), wäre der Schweizer Rechtsverteidiger nun bereit für seine erste Startelfpartie. Er könnte für Jonathan Clauss anspielen und der Franzose als Rechtsaußen agieren. Dort würde er Cebio Soukou verdrängen, der aber in Wiesbaden sein erstes DSC-Tor erzielte. Verzichten muss Arminia neben den Langzeitverletzten auf Alex Perez (Zerrung), hinter Reinhold Yabos Einsatzfähigkeit steht wegen muskulärer Probleme ein Fragezeichen.

Generell steigt beim Trainer die Vorfreude auf das Spitzenspiel vor vollem Haus immer mehr, je näher der Anpfiff rückt. »Direkt nach dem Spiel in Wiesbaden war klar, dass ein Spiel zustande kommt, in dem es um die Tabellenführung geht. Das ist ein gutes Gefühl, das muss man kanalisieren, damit man trotzdem die Lockerheit nicht verliert. Wir müssen unsere Leistung bringen. Wenn wir dann verlieren und sagen können, wir haben alles versucht, ist das in Ordnung«, sagt der DSC-Coach.

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