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Fr., 27.09.2019

Arminia unterliegt Stuttgart durch spätes Tor in Unterzahl 0:1 Großer Kampf nicht belohnt

Der VfB Stuttgart gewinnt mit 1:0.

Der VfB Stuttgart gewinnt mit 1:0. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Das ist bitter: Arminia Bielefeld hat Aufstiegsfavorit VfB Stuttgart einen großen Kampf geliefert, eine halbe Stunde lang sogar in Unterzahl. Doch die Belohnung bleibt aus. Durch ein Tor in der Nachspielzeit siegt der VfB vor 26.124 Zuschauern 1:0 (0:0).

Nach dem 5:2 in Wiesbaden änderte Uwe Neuhaus seine Anfangsformation einmal: Cedric Brunner feierte sein Startelfcomeback, dafür musste Jonathan Clauss auf die Bank. Rechtsverteidiger Brunner hatte letztmals am 3. Mai beim 2:0 gegen den SC Paderborn von Beginn an gespielt und war vorige Woche in der 62. Minute eingewechselt worden.

Beim VfB stand wie immer in dieser Saison Pascal Stenzel in der ersten Elf. Der 23-jährige gebürtige Bünder hatte in der Jugend fünf Jahre beim DSC gespielt. Roberto Massimo (18), im Sommer aus Bielefeld nach Stuttgart gegangen, saß auf der Ersatzbank und wurde in der Nachspielzeit eingewechselt.

Die Schwaben machten in der ersten halben Stunde sehr deutlich, wer der Favorit ist. Das Team von Trainer Tim Walter ließ den Ball gut und schnell laufen und kam zu einigen Abschlüssen. Orel Mangala scheiterte an Stefan Ortega Moreno (10. Minute), Santiago Ascacibar köpfte knapp vorbei (19.), bei einem Schuss von Philipp Förster musste Ortega Moreno sein ganzes Können aufbieten (25.) – die Arminen hatten einen Schuss von Andreas Voglsammer dagegen zu setzen (14.).

DSC entwickelt Offensivpower

Doch nach und nach befreiten sich die Gastgeber und entwickelten die Offensivpower, die man von ihnen kennt. Bei einer Flanke von Marcel Hartel musste VfB-Torwart Gregor Kobel vor Voglsammer retten (34.). Dann krachte es: Florian Hartherz zog aus 25 Metern einfach ab, der Ball prallte an die Querlatte (38.). Der Treffer hätte den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf gestellt, doch die Arminen waren nun besser. Eine Flanke von Soukou war zu unpräzise (40.), dann schoss der Rechtsaußen einfach mal selber. Sein Linksschuss rauschte knapp links vorbei (42.). Dann glänzte der Beniner nochmal als Vorbereiter, doch nach Flanke auf Fabian Klos konnte Kobel den Kopfballaufsetzer des DSC-Kapitäns parieren (44.). Dann war Pause, Zeit zum Durchatmen in einem temporeichen Spitzenspiel.

Nach dem Wechsel ging es schnell und spannend weiter, doch zunächst ohne Torchancen. In der 61. Minute dann der Schock für Arminia: Nach einem Luftduell mit Stenzel bekam Klos wegen regelwidrigen Armeinsatzes die Gelb-Rote Karte gezeigt. Er hatte in der 27. Minute Gelb wegen Meckerns gesehen. Der Platzverweis war eine sehr harte Entscheidung.

Neuhaus reagierte, brachte den defensiven Tom Schütz für den sehr agilen Joan Simun Edmundsson (67.). Kurz danach die nächste Chance für Soukou: drüber (68.). Stuttgart wechselte dann Ex-Nationalstürmer Mario Gomez ein. In der 77. Minute ist Gomez dann zur Stelle und trifft – doch er steht im Abseits. In der Schlussphase waren die Gäste drückend überlegen. Bis in die Nachspielzeit hielt die Bielefelder Mauer stand. Dann nicht mehr: Förster bediente Hamadi Al Ghaddioui, der den Ball über die Linie drückte (90.+1).

Bielefeld: Ortega - Brunner (82. Clauss), Pieper, Nilsson, Hartherz - Prietl, Edmundsson (67. Schütz), Hartel (90.+1 Salger) - Soukou, Klos, Voglsammer

Stuttgart: Kobel - P. Stenzel, M. O. Kempf, Badstuber, Insua (73. Sosa) - Karazor, Mangala (90.+2 Massimo), Ascacibar - Didavi (68. Mar. Gomez) - Al Ghaddioui, Förster

Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau in der Pfalz)

Zuschauer: 26.124

Tore: 0:1 Al Ghaddioui (90.+1)

Gelbe Karten: Prietl (4) / Badstuber (2)

Gelb-Rote Karten: Klos (61./Foulspiel) / -

 

Kommentare

Schade

Sehr schade... Alles gegeben... Schiri ohne Fingerspitzengefühl... Weiter gehts

Dumm gelaufen

Auch ich glaube, dass die Arminen mit 11 Mann nicht verloren hätten. Die gelbrote Karte war sehr hart, aber vertretbar. Nicht vertretbar ist allerdings eine gelbe Karte wegen Meckerns. Das ist eine Unsitte, völlig nutzlos und schadet der Mannschaft. Der Schiedsrichter entscheidet, ob einem das gefällt, oder nicht. Das muss auch ein Klos mal begreifen. Er verantwortet damit die Folgen und nicht der Schiedsrichter. Darüber hinaus: Die Mannschaft hat sich nach der üblichen Eingewöhnungsphase gut präsentiert und wird uns Fans noch viel Freude machen. Ob es für die ersten drei Plätze reicht, wird man sehen. Mir persönlich gefällt eine Arminia im ersten Drittel der 2. Liga allerdings besser, als im Abstiegskampf der 1. Liga.

Unnötige Niederlage

Ist ja toll, der Schiri wohnt ein Stündchen entfernt
von Stuttgart. Da kann man schon im Spitzenspiel
dB besten Angreifer vom Feld stellen. Die
Stuttgarter hätten nie und nimmer gegen
11 Arminen gewonnen. Manchen Schiedsrichtern
fehlt einfach das Fingerspitzengefühl und manche
sind auch nicht neutral.

3 Kommentare

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