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Di., 22.10.2019

Arminen zufrieden mit Remis im Topspiel Viel Rückendeckung für Pechvogel Edmundsson

Unglücksrabe Joan Simun Edmundsson leitet mit seinem Fehlpass die Führung der Hamburger ein.

Unglücksrabe Joan Simun Edmundsson leitet mit seinem Fehlpass die Führung der Hamburger ein. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/sba/jen). Zufrieden waren die Arminen, auch wenn vielleicht sogar drei statt des einen Punktes drin gewesen wären. Mit der Ausbeute im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Hamburger SV konnte auf Bielefelder Seite am Ende aber jeder Beteiligte gut leben.

»Beide Mannschaften können mit dem Abend zufrieden sein«, sagte Trainer Uwe Neuhaus. Nach einer guten ersten Hamburger Halbzeit gehörte die zweite Hälfte vor allem den Bielefeldern. Trotz des unglücklichen 0:1 nach einem Fehlpass von Joan Simun Edmundsson ließen sich die Arminen nicht hängen.

Neuhaus: »Wir wussten zu jeder Zeit, dass wir zurückkommen können.« Erneut haben die Bielefelder damit bewiesen, dass sie absolut verdient ganz oben mitmischen. »Wir haben jetzt gegen die beiden von oben gespielt und in beiden Spielen gezeigt, dass wir mindestens mithalten können. Wir sind nicht zu unrecht da oben«, betonte Innenverteidiger Amos Pieper.

Guter Mannschaftsgeist

Ein Nackenschlag war vor allem der fatale Fehlpass Edmundssons. Doch keiner in den Reihen den Arminen wollte dem Mittelfeldspieler anschließend einen Vorwurf für den Aussetzer machen. »Ich habe ihm gesagt ›shit happens‹. Und ich glaube schon, dass er damit umgehen kann. Natürlich ist er nicht glücklich und wird auch nicht viel schlafen«, berichtete Trainer Uwe Neuhaus.

Bezeichnend für den guten DSC-Mannschaftsgeist: Direkt nach dem 1:0 der Hamburger, eingeleitet durch Edmundsson, liefen einige DSC-Spieler zum Färinger, der enttäuscht zu Boden gesunken war, und richteten ihren Teamkollegen im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf.

»So ein Fehler passiert. Das Wichtigste ist, wie man danach reagiert. Lässt man den Kopf hängen oder hält man die Brust raus und spielt weiter? Und das ist uns als Mannschaft gelungen«, nahm auch Manuel Prietl seinen Kollegen in Schutz.

Begeisternde Kulisse

Dennoch merkte man Edmundsson im Verlauf der ersten Halbzeit an, dass ihn sein Fehler durchaus mitgenommen hatte. Noch einige Fehlpässe und ungewohnte spielerische Aussetzer leistete sich der Armine. Auch deshalb ließ Neuhaus seinen Schützling in der Halbzeit in der Kabine und brachte dafür Reinhold Yabo. »In der Halbzeit habe ich gedacht, dass ich die Mannschaft ein wenig davor bewahren muss, dass es so weitergehen könnte«, begründete der Coach diese Maßnahme.

Auch wenn Neuhaus Platz eins »gerne mitgenommen« hätte, blickte der 59-Jährige zufrieden auf das Spiel. Vor allem auch wegen der begeisternden Kulisse in der ausverkauften Schüco-Arena: »Ein Dank gilt den Fans, sie haben uns richtig nach vorne getragen. Das hat uns die Sache noch etwas leichter gemacht. Es war ein toller Fußballabend, bei dem die Zuschauer voll auf ihre Kosten gekommen sind.«

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