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Sa., 26.10.2019

Arminias Schweizer musste dem Höhenflug lange von außen zusehen - mit Video: Brunner ist überrascht

Gegen Stuttgart gab Cedric Brunner (links) Ende September sein Startelf-Comeback. »Die Beine haben gezittert«, sagt er.

Gegen Stuttgart gab Cedric Brunner (links) Ende September sein Startelf-Comeback. »Die Beine haben gezittert«, sagt er. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Vom aktuellen Bielefelder Höhenflug ist sogar ein Armine überrascht. Rechtsverteidiger Cedric Brunner, der nach langer Verletzungspause erst Ende September sein Comeback feierte, sagt: »Dass es so gut läuft, hatte ich nicht erwartet.«

Der Schweizer will gemeinsam mit seinen Teamkollegen dafür sorgen, dass es so weitergeht. An diesem Samstag (13 Uhr) muss sich der DSC bei Dynamo Dresden beweisen. »Die stehen unter Druck, wir wollen unbedingt den nächsten Dreier einfahren. Es wird ein interessantes Spiel«, sagt Brunner mit Blick auf den Tabellenvorletzten. Die Sachsen haben aus zehn Spielen nur neun Punkte geholt, Arminia schon 19.

»Es läuft viel für uns, aber das haben wir uns verdient mit der Art und Weise, wie wir spielen«, sagt Brunner, der die Entwicklung aus zwei Perspektiven verfolgte. Nachdem er sich Anfang Mai eine schwere Schulterverletzung zugezogen hatte und operiert werden musste, war er in der gesamten Vorbereitung sowie in den ersten sechs Zweitligaspielen der neuen Saison nur Zuschauer. »Wir konnten spielerisch noch mal zulegen. Das, was der Trainer vorgibt, greift immer besser. Es war spannend, das von außen zu beobachten«, erklärt der 25-Jährige. Natürlich ist er jetzt froh, wieder auf dem Platz helfen zu können. Sein Comeback gab der im Sommer 2018 vom FC Zürich nach Bielefeld gewechselte Rechtsfuß am 21. September. Beim 5:2-Erfolg in Wiesbaden wurde Brunner in der 62. Minute eingewechselt. Sechs Tage später stand er gegen den VfB Stuttgart erstmals wieder in der Startelf. »Da haben die Beine noch ein bisschen gezittert«, gibt er zu. »So langsam habe ich das Gefühl, dass ich wieder der Alte bin. Von Spiel zu Spiel geht es besser, die Automatismen kommen. Und auch das Selbstvertrauen kommt zurück. Körperlich bin ich auf einem anständigen Niveau. Ich denke, dass ich langsam zu alter Stärke zurückfinde.«

Es sei allerdings nicht leicht gewesen, sich den Stammplatz zu erkämpfen. Eben weil die Mannschaft auch ohne ihn sehr erfolgreich war. »Das Team hat den Schwung aus der guten Rückrunde mitgenommen und sich noch mal gesteigert«, hat Brunner beobachtet. Als einen Grund für den Erfolg hat der Schweizer die »sehr gute Atmosphäre in der Mannschaft« ausgemacht. »Alle sind gut drauf, alle unterstützen sich. Wir funktionieren als Team sehr gut, und das hilft uns auch, nach Rückständen zurückzukommen«, erklärt er. Bereits fünf Mal konnten die Arminen trotz Rückständen punkten.

Trotzdem wäre es nicht nur Brunner natürlich lieber, in Dresden in Führung zu gehen und dann den fünften Auswärtssieg in Folge einzufahren. Aber auch der Eidgenosse warnt: »Wir wissen, was uns da erwartet. Ich habe zwar erst einmal dort gespielt, aber das hat mir gereicht, um zu wissen, dass da eine hitzige Atmosphäre ist.« Die nächste Partie vor großer Kulisse folgt schon am Dienstag im Pokal gegen Schalke. »Das ist irgendwo im Hinterkopf«, gibt Brunner zu. Aber der Fokus liege auf der Liga. »Wir wollen das Dresden-Spiel positiv bestreiten und dann befreit in das Schalke-Spiel gehen. Das Weiterkommen wäre das Pünktchen auf dem i.«

So könnten sie spielen

Ortega Moreno - Brunner, Pieper, Nilsson, Hartherz - Prietl - Edmundsson, Hartel - Soukou, Klos, Voglsammer

Dresdener Heimfluch gegen den DSC

Arminia ist Dresdens Angstgegner: Sechs Mal spielte der DSC bei den Sachsen, nur einmal gewann Dynamo. Eine Partie endete unentschieden, vier Mal setzten sich die Bielefelder durch. Zuletzt Ende Januar, als Dresden nicht mal eine 3:1-Pausenführung reichte. Nach 90 Minuten stand es 4:3 für Arminia.

Dresdens Kapitän Marco Hartmann (31) lobte am Freitag auf der Pressekonferenz den Gegner – und seinen Ex-Trainer. »Bielefeld ist eine Mannschaft, die momentan eine sehr gute Mischung findet. Man erkennt definitiv die Handschrift von Uwe Neuhaus«, sagte Hartmann, der seit Sommer 2013 bei Dynamo spielt. Neuhaus war von Juli 2015 bis Ende August 2018 sein Coach.

Dynamo erwartet etwa 25.000 Zuschauer, den DSC begleiten rund 800 Fans.

 

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