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Sa., 26.10.2019

Vor dem Pokalkracher siegt der DSC 1:0 bei Dynamo Dresden – Voglsammer trifft Arminia ist bereit für Schalke

Andreas Voglsammer (Zweiter von rechts) vergab in der ersten Halbzeit vier Chancen und traf nach der Pause zum Sieg.

Andreas Voglsammer (Zweiter von rechts) vergab in der ersten Halbzeit vier Chancen und traf nach der Pause zum Sieg. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Dresden (WB). Schalke kann kommen: Mit einem 1:0 (0:0)-Sieg bei Dynamo Dresden hat Arminia Bielefeld die Ligapflicht vor der Pokalkür erfüllt. Es war bereits der fünfte DSC-Auswärtssieg in Folge.

Schalke sollte noch keine Rolle in den Köpfen seiner Mannschaft spielen, hatte Uwe Neuhaus im Vorfeld betont. Eine zu frühe Fokussierung auf den Pokalkracher am Dienstag wollte Arminias Trainer unbedingt vermeiden: Mit Schalke im Kopf würde man sich mit Dresden vor der Brust eben schwer tun.

Tatsächlich machten die Arminen nicht den Eindruck, als würden sie schon einen Gedanken an Dienstag verschwenden. Vom Abpfiff an führten die Bielefelder gegen den Vorletzten Regie im Dresdener Stadion. Marcel Hartel (4. Minute) und Andreas Voglsammer (5.) wagten bereits früh erste Torannäherungen. Kurz darauf hatte dann Dynamo die große Chance zur Führung: Moussa Koné brachte den Ball aus spitzem Winkel aber nicht im Tor unter (6.).

Edmundsson auf der Bank

Erst nach gut einer Viertelstunde konnten die Hausherren mehr Kontrolle über die Partie erlangen. Nach vorne blieben die Gäste aber weiter gefährlich, doch Voglsammer zielte erst zu hoch (19.) und scheiterte dann an Dresdens Torwart Kevin Broll (21.).

Die zahlreichen Chancen musste Joan Simun Edmundsson von der Bank aus mit ansehen. Der Färinger, dem am Montag gegen den HSV (1:1) ein fataler Fehlpass vor der Hamburger Führung unterlaufen war und der daraufhin in der Halbzeit in der Kabine blieb, musste seinen Startelfplatz am Samstag Reinhold Yabo überlassen.

Vor dem Tor machte es unterdessen Voglsammer weiter zu ungenau. Bei einem Freistoß von Hartel kam der Armine erneut an den Ball, köpfte aber neben das Ziel (34.).

Mit mehr Präzision im Abschluss wäre die Lösung der Ligaaufgabe vor dem Pokalhöhepunkt womöglich deutlich leichter gefallen. Denn der DSC brachte sich somit nicht nur um die mittlerweile verdiente Führung, sondern hielt auch Dresden im Spiel. Das nutzte etwa Jannis Nikolaou mit einem Distanzschuss, dessen Einschlag im unteren rechten Eck Arminias Torwart gerade noch verhindern konnte (42.).

Für Sorgen auf der Bielefelder Seite sorgte ab der 30. Minute immer wieder Fabian Klos, der nach einem Zweikampf Probleme mit dem Oberschenkel zu haben schien. Doch der Kapitän kam auch nach der Pause wieder zurück aufs Feld.

Voglsammer mit der fünften Chance

Und Klos war gleich entscheidend an einer weiteren DSC-Chance beteiligt. Eine Hartel-Vorlage verlängerte der Stürmer auf Jonathan Claus, der kurz vorm Einschießen aus fünf Metern von Dresdens Linus Wahlqvist gestoppt wurde (51.). Auf der Gegenseite scheiterte Koné ebenfalls aus kurzer Distanz, als er den Ball am tor vorbei spitzelte (56.).

Es war einer der wenigen Momente, in denen die Gastgeber selbst Gefahr ausstrahlten. Ansonsten hatte Arminia das Geschehen im Griff – nur das erlösende Tor fehlte. Bis zur 63. Minute. Cédric Brunner flankte in die Strafraummitte und Voglsammer versenkte den Ball mit seiner fünften Chance per Kopf zur Führung – es war das sechste Saisontor des 27-Jährigen.

Dann jubelten die Dresdner: Doch der Treffer von Jeremejeff wurde nicht anerkannt, weil der Ball zuvor im Aus gewesen war. Klos hätte in der 84. Minute noch auf 2:0 erhöhen können, scheiterte aber an SGD-Schlussmann Broll.

Mit dem Sieg sicherte sich der DSC nicht nur ein gutes Gefühl für das anstehende Pokalspiel, sondern gleichzeitig Tabellenplatz zwei, weil der Hamburger SV mit 6:2 gegen den VfB Stuttgart gewann.

Statistik

Dresden: Broll - Hamalainen (46. Wahlqvist), Ballas, Hartmann, Ehlers - Ebert, Nikolaou, Burnic, Atik (67. Taferner) - Möschl (71. Jeremejeff), Koné

Bielefeld: Ortega Moreno - Brunner (89. Perez), Pieper, Nilsson, Hartherz - Prietl - Yabo (68. Schütz), Hartel - Clauss (76. Soukou), Klos, Voglsammer

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 25.197

Tore: 0:1 Voglsammer (63.)

Gelbe Karten: Ebert, Hartmann / Prietl (5), Pieper

 

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