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Do., 31.10.2019

Schalkes Trainer lobt Arminia und die Atmosphäre – Neuhaus bremst Wagner will wiederkommen

David Wagner (links) sieht Uwe Neuhaus und Arminia auf dem Weg in Liga eins.

David Wagner (links) sieht Uwe Neuhaus und Arminia auf dem Weg in Liga eins. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Nach einem großen Pokalabend war Uwe Neuhaus trotz des knappen Ausscheidens zu Späßen aufgelegt. Er habe während der Pressekonferenz nach dem 2:3 (0:3) gegen den FC Schalke 04 kurz überlegt, seinem Trainerkollegen David Wagner mit einem »Damit tust du mir keinen Gefallen, halt die Klappe!« ins Wort zu fallen, berichtete Neuhaus im Anschluss lachend.

Der Grund? Wagner hatte nach dem Spiel auf die Frage, ob er bei seiner am Tag vor dem Spiel geäußerten Meinung ( »Arminia ist eine sehr gute Mannschaft, die wir mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in der nächsten Saison in der Bundesliga sehen werden.« ) bleibe, folgendes gesagt: »Ich fühle mich in meiner Einschätzung bestätigt. Diese Mannschaft hat alle Optionen, nächstes Jahr in der Bundesliga zu spielen. Und ich würde mich freuen, wenn es so kommen würde.«

Wagner lobt die individuelle Qualität und den Mythos Alm

Der 48-Jährige, seit Sommer auf Schalke, fand sein eigenes Team 70 Minuten lang »super«. 3:0 führte der Favorit, auch ein 5:0 war möglich. Wenig bis nichts deutete darauf hin, dass der DSC noch mal so zurückkommen würde. Doch am Ende zitterten sich die Königsblauen über die Ziellinie und ins Achtelfinale. Die Bielefelder hatten nach den Toren von Fabian Klos (72.) und Cebio Soukou (77.) in den Schlussminuten noch mehrere erstklassige Chancen zum Ausgleich – oder sogar mehr.

»Meine Jungs sind auch nicht vollblind. Aber in den letzten 20 Minuten hat man gesehen, dass diese Mannschaft eine solche individuelle Qualität hat, dass sie nach jedem Resultat noch punkten kann. Sie spielen richtig guten Fußball«, lobte Wagner Arminia und ergänzte: »Es hing am Ende sicher auch mit der Atmosphäre zusammen. Das ist schon cool hier. Und es gibt ja nicht von ungefähr diesen Mythos Alm.«

Neuhaus sieht sein Team vor einem langen Weg

Diese Stimmung trug die Gastgeber fast in die Verlängerung. Auch Neuhaus lobte die Fans: »Sie waren beeindruckend – und zwar im Gegensatz zu uns in beiden Halbzeiten.« Mit den Äußerungen von Wagner zum Thema Bundesliga wollte sich der 59-Jährige nicht lange befassen. Sein Team ist zwar Zweiter, aber von einem sicheren Aufstieg wollte er nichts wissen: » Ich glaube, dass wir noch so einen langen Weg vor uns haben und dass man das noch gar nicht so bestimmen kann. Das ist meine Meinung.« Irgendwann könne es sein, dass es »keinen Weg mehr drum herum« gebe. »Aber noch ist der Zeitpunkt nicht gekommen. Damit würde man der Mannschaft überhaupt keinen Gefallen tun«, versuchte der erfahrene Coach einmal mehr, Druck von seinem Team zu nehmen.

Elf Zweitligaspiele sind bisher erst absolviert, am Sonntag folgt nach dem Pokalhighlight wieder der Ligaalltag. Mit Holstein Kiel kommt der Tabellenzehnte auf die Alm. Die Arminen hoffen im siebten Heimspiel der Saison (mit Pokal) auf den zweiten Sieg. Bisher konnte nur Aue bezwungen werden (3:1).

Arminia: Ortega Moreno - Clauss, Pieper, Nilsson, Lucoqui - Prietl - Yabo (46. Seufert), Hartel - Soukou, Klos, Voglsammer

Schalke: Nübel - Kenny, Kabak, Sané, Oczipka - McKennie (73. Serdar) - Schöpf, Harit, Mascarell - Uth (90.+1 Nastasic), Raman (84. Burgstaller)

Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)

Zuschauer: 26.200 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Schöpf (16.), 0:2 Raman (25.), 0:3 Raman (31.), 1:3 Klos (72.), 2:3 Soukou (77.)

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