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Fr., 01.11.2019

Köln braucht neuen Sportchef – Arminia-Präsident sucht Gespräch Laufer kämpft um Arabi

Arminias Präsident Hans-Jürgen Laufer (links) hält sehr viel von Sport-Geschäftsführer Samir Arabi.

Arminias Präsident Hans-Jürgen Laufer (links) hält sehr viel von Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Der derzeitige sportliche Erfolg von Arminia Bielefeld ist eng mit dem Namen Samir Arabi verknüpft. Doch Erfolg weckt Begehrlichkeiten. Und weil der Bundesligist 1. FC Köln ab Sommer 2020 einen neuen Sport-Geschäftsführer benötigt, sind die Arminen alarmiert.

Was sich bereits in der vergangenen Woche abgezeichnet hatte, ist seit Donnerstagmittag Gewissheit: Armin Veh (58) wird seinen im Sommer 2020 auslaufenden Vertrag als Sport-Geschäftsführer des 1. FC Köln nicht verlängern. Die Suche nach einem Nachfolger hat begonnen, wie berichtet soll auch Arabi (40) zu den Kandidaten zählen.

Veh begründete seinen Abschied so: »Ich stehe seit mehr als 30 Jahren im Profifußball in der ersten Reihe und habe in den Überlegungen und Gesprächen über die Zukunft gespürt, dass ich derzeit nicht über den Sommer hinaus planen und mich auf einen derart verantwortungsvollen Job festlegen möchte.« Der FC sei ein besonderer Klub mit tollen Mitarbeitern. Auch deshalb sei es ihm wichtig, für Klarheit zu sorgen. Der Verein habe nun genügend Zeit, »den richtigen Mann für meine Nachfolge zu finden«, erläuterte Veh.

Heldt, Rettig und Eichin als weitere Kandidaten

Neben Arabi gehören Horst Heldt (49, früher u.a. Stuttgart, Schalke), der frühere FC-Manager Andreas Rettig (zuletzt St. Pauli) oder auch Thomas Eichin (früher Werder Bremen) zu den vermeintlichen Kandidaten für die Veh-Nachfolge. Für Arabi spricht, dass er vor seiner Arminia-Zeit (seit März 2011) als Scout bei Alemannia Aachen mit dem heutigen FC-Vorstandsberater Jörg Jakobs zusammen gearbeitet hat. Arminias Sportchef ist im Rheinland (Aachen) geboren und hat in der Vergangenheit nie einen Hehl daraus gemacht, dass er den FC als besonderen Klub in Deutschland betrachtet.

Arminias Präsident Hans-Jürgen Laufer macht derweil keinen Hehl daraus, dass ihm diese Diskussion nicht gefällt. »Ich fand dieses Störfeuer nicht gut. Aber ob ich es gut finde oder nicht, ist erstmal sekundär. In Kürze wird ein Gespräch mit Samir Arabi stattfinden. Ich weiß nicht, was in seinem Kopf vorgeht bezüglich seiner Planungen. Es ist richtig, dass ich immer die schützende Hand über ihn gehalten habe. Das werde ich auch weiterhin tun, obwohl es im Moment nicht nötig ist. Und jetzt schauen wir mal, ob er mir diese schützende Hand zurückgibt. Schauen wir mal, was das Gespräch ergibt«, erklärte Laufer gegenüber dem WESTFALEN-BLATT. Und der 70-Jährige ergänzte: »Samir Arabi weiß, was er an Arminia Bielefeld hat und wir wissen, was wir an ihm haben. Wir müssen erst einmal eruieren, ob es überhaupt ein Werben gibt.«

Bisher noch keine offizielle Anfrage

Das bedeutet, dass bisher noch keine offizielle Anfrage beim DSC aus Köln eingegangen ist. Arabi hatte vorige Woche erklärt: »Wir haben hier in Bielefeld in den letzten Jahren eine sehr gute Entwicklung genommen. Nichts anderes als Arminia ist derzeit mein Thema. Wir haben wichtige Aufgaben vor uns, diesen widme ich mich mit voller Hingabe.« Darüber hinaus wollte er sich am Donnerstag nicht zum Thema äußern.

Laut Laufer sei es »der Verdienst von Samir Arabi, dass Uwe Neuhaus in Bielefeld ist«. Der Erfolgstrainer, dessen auslaufender Vertrag kurz vor der Verlängerung steht, sagte zu den Arabi-Gerüchten: »Da hat sich für mich nichts geändert. Das hat nichts mit meiner Geschichte zu tun.«

Kommentare

Schützende Hand....ahhh ja.

Was wurde ich dafür angezählt,weil ich genau das hier,oder auf NW geschrieben habe...Die schützende Hand vom Laufer.Damit wäre das aus meiner Sicht erledigt.Ich zitiere Samir gerne.Reisende soll man nicht aufhalten.Jetzt bist Du im Fokus vom großen Effzeh.Pack deine Koffer und geh,mehr Kohle wirst Du nie verdienen.Arminia,um Laufer sollte einen Plan B haben,ich persönlich glaube das natürlich nicht.Hier wird ja noch an 11 Fre
unde geglaubt,obwohl der Franz es 2006 widerlegt hat.Es geht um Kohle und das auch in Bielefeld.Da nutzt gemeinsames Bratwurstessen überhaupt nichts,wie beim Meinke...ich erinnere mich.Hans Jürgen,wach bitte endlich auf,unser Verein hat einen guten Trainer und keinen Sportchef..es gibt genügend Kandidaten.Arabi ist Geschichte,auch wenn es Dir weh tut...

1 Kommentare

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