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So., 10.11.2019

Arminia-Trainer stellt Starteinsatz gegen Nürnberg in Aussicht – Platz eins winkt Neuhaus lässt Seufert hoffen

Grund zum Jubeln: Nils Seufert (links) und sein »Ernährungsberater« Manuel Prietl.

Grund zum Jubeln: Nils Seufert (links) und sein »Ernährungsberater« Manuel Prietl. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Erst die Einwechslung beim Pokalhit gegen Schalke (2:3), dann die Hereinnahme beim Zweitligaspiel gegen Kiel (2:1) – vor der Punktpartie am Sonntag beim 1. FC Nürnberg (13.30 Uhr, Max-Morlock-Stadion) liebäugelt Armine Nils Seufert nun sogar mit einem Starteinsatz.

Sollte der DSC die Partie in Franken heute gewinnen, würde man die Tabellenführung übernehmen. Die Konkurrenz macht es möglich.

Lang, lang ist’s her, dass Mittelfeldspieler Seufert der ersten Arminia-Elf angehörte. Am 10. August mischte Seufert gut eine Stunde lang im Erstrundenpokalduell bei Viktoria Berlin (1:0) mit. Für weitere Berufungen empfehlen konnte er sich in dem Spiel gegen den Viertligisten nicht. Seufert blieb blass. Und weil ihm zudem immer wieder muskuläre Probleme zu schaffen machten, kam der 22-Jährige in der laufenden Serie einfach nicht in den Tritt. Bis Trainer Uwe Neuhaus ihn beim Stand von 0:3 zur zweiten Halbzeit gegen Schalke einwechselte. Seufert brachte Schwung. »Die muskulären Probleme sind – toi toi toi – vergessen. Ich bin seit ein paar Wochen im Rhythmus und endlich komplett beschwerdefrei«, sagt der Profi. Gefragt nach den Gründen für seine Genesung nennt der gebürtige Mannheimer auch eine Umstellung seiner Ernährung.

Seit rund vier Wochen isst Seufert vegan. »Tierische Produkte lasse ich weg. Ich fühle mich seitdem körperlich besser.« Weil das Zubereiten einer veganen Mahlzeit in der Regel einen größeren Aufwand bedeute, »gehe ich häufiger ins Restaurant. Das Angebot für vegane Ernährung in Bielefeld ist gut. Und es ist auch lecker«, sagt er. Zu seinen Ernährungsberatern zählt auch Mitspieler Manuel Prietl. Der Österreicher hat ebenfalls vor geraumer Zeit seine Ernährung umgestellt und bezeichnet dies für sich als Gewinn. Seufert: »Manuel und ich haben uns ausgetauscht, er unterstützt mich.« Seufert gibt an, er fühle sich dank der Umstellung nun fitter. »Vorher war ich nach dem Essen, speziell wenn ich viel Fleisch zu mir genommen habe, oft träge und wollte am liebsten 20 Minuten wegnicken. Jetzt bin ich auch nach dem Essen viel wacher. Und ich bin morgens nach dem Aufwachen viel schneller auf Touren.«

Um körperlich nun wieder auf das absolute Toplevel zu kommen, brauche er Spielpraxis. »Aber ich mache mir keinen Druck. Das wird mit der Zeit kommen.« Zudem gelte es, die aktuellen Leistungen der Mitspieler zu respektieren. »Die Mannschaft macht es einfach gut, sie hat einen brutalen Lauf. Da muss man persönliche Befindlichkeiten hinten anstellen. Das ist einfach so.«

Gleichwohl fühle er sich fit genug, um in Nürnberg beginnen zu können. Ob er darf, entscheidet der Trainer. Neuhaus macht Seufert jedenfalls Hoffnung: »Er hat definitiv die Chance auf einen Platz in der Anfangsformation. Nils trainiert seit mehreren Wochen richtig gut. Er hat sich in den jüngsten beiden Kurzeinsätzen sehr eng an die ersten Elf herangespielt und ist mit dem einen oder anderen auf Augenhöhe.«

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