>

Fr., 22.11.2019

Am häufigsten trifft Arminias Voglsammer gegen den SVS – mit Video Sandhausen liegt ihm

Andreas Voglsammer bejubelt einen seiner bislang sechs Treffer gegen den SV Sandhausen.

Andreas Voglsammer bejubelt einen seiner bislang sechs Treffer gegen den SV Sandhausen. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Im deutschen Fußball wird der SV Sandhausen gerne als kleine Nummer dargestellt. Zuletzt diskreditierte Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß den Klub aus der Kurpfalz. Bei Arminia Bielefeld wird man jedoch den Teufel tun, den Zweitligaachten auch nur ansatzweise zu unterschätzen.

Dabei hätten die Arminen sogar statistisch belegbare Gründe, den Gegner am Samstag (13 Uhr, Schüco-Arena) auf die leichte(re) Schulter zu nehmen. Der DSC ist Spitzenreiter, hat eine mächtig breite Brust und eine sehenswerte Bilanz gegen den SV Sandhausen: Von zehn Zweitligaspielen gewannen die Bielefelder fünf und verloren nur zwei.

Vor allem Andreas Voglsammer liegt das Team aus Baden-Württemberg. Gegen keine andere Mannschaft in der 2. Liga traf der Stürmer so oft wie gegen den SVS. Insgesamt sechs Treffer erzielte der 27-Jährige gegen Sandhausen – und zwar alle im Trikot des DSC Arminia Bielefeld.

Doch ist es gerade auch Voglsammer, der im Vorfeld warnt: »Auf gar keinen Fall nehmen wir Sandhausen auf die leichte Schulter. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass es oft enge Spiele waren. Die werden sich in alle reindonnern. Das wird auf keinen Fall ein Selbstläufer.« Die zweikampfstarken und in der Liga als eklig geltenden Sandhäuser genießen beim Tabellenführer großen Respekt. Verantwortlichen und Spielern bei Arminia liegt es also fern, die Hoeneßsche Sichtweise einzunehmen.

Der frühere Bayern-Klubchef hatte vergangene Woche auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern gesagt: »Wenn ich manchmal im Auto sitze, und dann heißt es, Aue schießt ein Tor in Sandhausen: Dann denk ich mir, muss ich das jetzt wissen?« Nicht nur in Sandhausen, sondern auch in Aue, sorgte diese Aussage für Empörung.

»Brutales Umschalten«

In Bielefeld klingt das, was über den SVS gedacht wird, ganz anders. »Sandhausen ist schon eine richtig gute Mannschaft, die fast jedes mal dem Gegner ihr Spiel aufzwingt. Sie spielen ihr Spiel, das von der Arbeit gegen den Ball geprägt ist und vom brutalen Umschalten ins Gegenpressing nach Ballverlust«, lobt Arminias Trainer Uwe Neuhaus.

Auch gegen Sandhausen muss sich der Spitzenreiter die erhofften drei Punkte also erst noch hart erarbeiten. So sei der Platz an der Sonne zwar schön und bringe Selbstvertrauen, dennoch will sich Andreas Voglsammer davon nicht ablenken lassen: »In einer gewissen Weise genießt man das schon. Man kann sich aber nichts davon kaufen, wenn man am 13. Spieltag Erster ist. Wir müssen alle weiter Gas geben und den ersten Platz verteidigen.«

Nur sieben Tickets

Tatsächlich gibt es dann doch noch einen Punkt, bei dem der SV Sandhausen wirklich der »Kleinere« in der Liga ist: in Sachen Zuschauer. Nur sieben Tickets setzte der SVS im Vorfeld der Partie ab. Erwartet werden auf der Alm lediglich 50 Fans aus Sandhausen. Größer könnte der Kontrast also kaum sein, schließlich rechnet der DSC mit mehr als 20.000 Zuschauern beim vorletzten Heimspiel des Jahres.

Dabei war es nicht immer so, dass auch gegen den SVS so viele Arminia-Anhänger ins Stadion strömten. Diese Entwicklung, die dem Bielefelder Höhenflug zu verdanken ist, freut auch Voglsammer: »Je mehr Leute im Stadion sind, umso besser. So ist die sowieso schon gute Stimmung noch besser. Für uns ist es natürlich schön. Aber das bedeutet auch: Wir müssen liefern.«

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Brunner, Pieper, Nilsson, Hartherz - Prietl - Hartel, Yabo - Clauss, Klos, Voglsammer

Kommentare

Ein wahres Wort als Steuerzahler...

Muss ich diese Aussage von einem verurteilten Steuerpreller ernst nehmen?Er sollte etwas im Gefängnis gelernt haben.Demut und Dank für sein previlligiertes Leben beim FC Bayern.Nichts davon lese ich hier.Das gibt es nur in Bayern.Wird Zeit das wir diese Deppen wieder grounden....hier gibts auf die Goschn...und die richtige bayrische Schreibweise interessiert mich Ostwestfalen genau so viel,wie Oktoberfest in Hamburg.

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7083876?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F