Armine hat es mit Union geschafft – Teamgeist als wichtiger Faktor – mit Video
Herr Hartel, wie steigt man auf?

Benidorm (WB). Marcel Hartel hat das geschafft, wovon alle Arminen träumen: den Aufstieg in die Bundesliga. Der Ende Juli nach Bielefeld gewechselte Mittelfeldspieler hatte Ende Mai 2019 mit Union Berlin den großen Sprung geschafft, durch zwei Unentschieden in der Relegation gegen den VfB Stuttgart.

Dienstag, 14.01.2020, 01:24 Uhr aktualisiert: 14.01.2020, 09:34 Uhr
Führt die Brücke Marcel Hartel und die Arminen von der 2. in die 1. Liga? Foto: Thomas F. Starke
Führt die Brücke Marcel Hartel und die Arminen von der 2. in die 1. Liga? Foto: Thomas F. Starke

Also müsste der 23-Jährige doch eigentlich wissen, wie das geht? „Das ist nicht so einfach zu beschreiben, aber man hat auf jeden Fall eine gute Chance, wenn man als Mannschaft agiert, wenn man eine Einheit ist. Und das waren wir in der Hinrunde, in der Rückrunde müssen wir das auch wieder zu 100 Prozent umsetzen. Jeder muss für den anderen kämpfen und alles geben. Dann haben wir eine gute Chance, wenn wir auch weiter unsere Punkte holen und die anderen auch noch mitspielen“, sagt Hartel.

Trainingslager in Benidorm - Tag 2

1/24
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke

Bei seinem Ex-Verein habe nicht die individuelle Klasse den Ausschlag gegeben, sondern der Teamgeist. „Einer hat für den anderen gekämpft. Das ist bei Arminia auch so, nur haben wir hier ein stärkeres Spielsystem. Wir spielen sehr guten Fußball, das war in Berlin nicht so. Da haben wir auf eine andere Taktik gesetzt, die auch sehr gut funktioniert hat. Mir persönlich macht die Taktik bei Arminia viel Spaß und sie bringt mich sehr weit. In der Hinrunde hat es sehr gut funktioniert, so soll es weitergehen“, ergänzt der Profi, der das Puzzlestück sein könnte, das dem DSC zuvor fehlte.

Laufstarker Techniker

Hartel hat eine neue Komponente ins Arminia-Spiel gebracht, er ist technisch wohl der beste Bielefelder, kann mehrere Gegner ausspielen, er legte sechs Tore auf und ist dazu noch der laufstärkste Armine (Kilometer pro Spiel). Kein Wunder, dass er in der Rangliste des Kicker auf seiner Position (offensives Mittelfeld) zum besten Spieler der 2. Liga gekürt wurde.

Hartel hat das natürlich registriert, er bewertet das Ranking aber nicht über. „Es ist ein schönes Gefühl, in der Rangliste auf Platz eins zu stehen. Aber da komme ich nicht alleine hin. Wir haben einen sehr starken Kader, da pusht jeder den anderen. Man muss immer seine Leistung im Training bringen, an seine Grenze gehen. Jeder bringt den anderen ans Limit. Das ist auch ein sehr wichtiger Grund für den Erfolg“, sagt der gebürtige Kölner. Um seinen Beitrag am Erfolg noch weiter zu vergrößern, will Hartel nun noch verstärkt an seiner Torgefährlichkeit arbeiten. Trotz einiger guter Chancen blieb er in der Hinrunde ohne Treffer.

Extraschichten fürs Toreschießen

Um das zu ändern, will er zusätzlich zum Training Extraschichten mit Co-Trainer Peter Nemeth schieben. „Ich muss eine Selbstverständlichkeit hinbekommen. Zumindest muss ich aufs Tor schießen, denn sonst kann der Ball nicht reingehen. Ich will in der Rückrunde auch mal mit den Jungs jubeln. Es ist ein schönes Gefühl, Tore zu schießen. Das will ich auch haben.“ Vielleicht müsse er im Spiel auch mal egoistischer werden.

Ansonsten ist Hartel aber ein absoluter Teamplayer. Dazu passt auch, dass er und sein Zimmerkollege in diesem Trainingslager, Keanu Staude, zwar beide ihre Playstation dabei haben. „Wir haben sie aber am ersten Abend noch gar nicht aufgebaut. Wir hatten nämlich die Tischtennisplatte entdeckt, da haben wir lange gespielt. Ich bin damit aufgewachsen. Als ich jung war, habe ich mit meinen Freunden oft gespielt. Das ist länger her, aber ich komme wieder rein. Es macht viel Spaß.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7191731?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F
Alm-Auftrieb nach klaren Regeln
Krisenstableiter Ingo Nürnberger (links) und Arminia-Geschäftsführer Markus Rejek erläutern das Hygiene-Konzept. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker