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Di., 14.01.2020

SC Paderborn lehnt rigoros ab – DSC-Geschäftsführer Rejek gibt keinen Kommentar ab Pyrotechnik: Die Reaktionen der OWL-Klubs

DSC-Spieler Cedric Brunner im Spiel gegen den VfL Osnabrück. Im Hintergrund zünden Arminias Anhänger Pyrotechnik.

DSC-Spieler Cedric Brunner im Spiel gegen den VfL Osnabrück. Im Hintergrund zünden Arminias Anhänger Pyrotechnik. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld/Paderborn (WB/MR/dis). Der SC Paderborn verweist auf die Versammlungsstättenverordnung von Nordrhein-Westfalen und lehnt das Abbrennen von Pyrotechnik oder Feuerwerk rigoros ab.

„Offenes Feuer ist in Versammlungsstätten nicht erlaubt. Wir halten uns hier an die geltenden Regeln“, sagt SCP-Geschäftsführer Martin Hornberger: „Pyrotechnik gehört nicht in ein Stadion, weil niemand eine Gefährdung der Besucher ausschließen kann.“ Auch dem „kontrollierten Abbrennen“ erteilt der Funktionär eine Absage: „Wie soll das gehen? Wenn ich dafür zum Beispiel einen ganzen Block freihalten müsste, wäre das eine kostspielige Angelegenheit. Das könnten wir uns als SC Paderborn jedenfalls nicht leisten.“

Weitere Punkte seien die ablehnende Haltung der Ordnungsbehörden und der nicht vorhandene Versicherungsschutz: „Die Feuerwehr würde das nie genehmigen, es wird auch kein Unternehmen geben, das uns versichern würde.“ Der 58-Jährige steht auch den Tests mit so genannter „kalter Pyrotechnik“ skeptisch gegenüber: „Die wird 200 Grad heiß – und auch das möchte niemand am Körper spüren.“

Paderborn bisher straffrei

Arminia Bielefeld ist wegen pyrotechnischer Vergehen seiner Fans in der laufenden Serie wiederholt mit Geldstrafen belegt worden. Insgesamt 22.050 Euro musste der Zweitligist für die Vorfälle beim Spiel in Bochum und insbesondere in Osnabrück zahlen. Auf die Frage, wie er dem Thema Pyrotechnik gegenüberstehe, mochte DSC-Finanzgeschäftsführer Markus Rejek keinen Kommentar abgeben.

Der SC Paderborn blieb dagegen bisher straffrei. Zwar fackelten schon gegnerische Fans in der Benteler-Arena, doch dafür ist dann der Gastverein verantwortlich.

Nachlass auf die Strafe

Für jedes gezündete bengalische Feuer gibt es feste Strafen: In der 1. Liga sind 1000 Euro fällig, in der 2. Liga 600. Aufgestockt werden die Geldbußen, wenn ein Verein mehrfach auffällig wird. Mindern kann ein Klub die Zahlungen auch: Wird ein Täter ermittelt, gibt es 25 Prozent Nachlass auf die Strafe. Wird die Hälfte der Täter erwischt, zahlt der Verein 50 Prozent weniger. 75 Prozent der Strafe werden dem Verein erlassen, wenn alle Verantwortlichen ermittelt wurden.

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