Stürmer Müller spielt beim 0:0 gegen Ferencvaros erstmals für Arminia – mit Videointerview
Knapp vorbei am Traumdebüt

Benidorm/La Nucia (WB). Viel fehlte nicht, und Arminia Bielefelds neuer Stürmer Sebastian Müller hätte ein echtes Traumdebüt bei seinem neuen Verein feiern können. Der 18-Jährige, erst vorige Woche vom 1. FC Köln verpflichtet, kam im Testspiel gegen den ungarischen Rekordmeister Ferencvaros Budapest nach 45 Minuten ins Spiel und hatte direkt zwei Chancen. Doch er konnte keine nutzen, am Ende trennte sich der DSC 0:0 vom Europa-League-Teilnehmer.

Donnerstag, 16.01.2020, 02:36 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 05:04 Uhr
Sebastian Müller (rechts) spielte gegen Budapest erstmals für seinen neuen Klub – und der 18-Jährige machte seine Sache gut. Foto: Thomas F. Starke
Sebastian Müller (rechts) spielte gegen Budapest erstmals für seinen neuen Klub – und der 18-Jährige machte seine Sache gut. Foto: Thomas F. Starke

Dennoch wird Müller diesen Tag im spanischen La Nucia wohl nicht so schnell vergessen. „Ich bin sehr stolz, dass ich mein Debüt geben durfte“, sagte der Angreifer kurz nach dem Abpfiff. Am 9. Januar war das Talent nach Bielefeld gewechselt, am Sonntag reiste er mit seiner neuen Mannschaft ins Trainingslager nach Benidorm, und nun folgte gleich das erste Spiel im Arminia-Trikot.

Von seinem neuen Trainer konnte sich Müller direkt das erste Lob abholen. „Basti hat sich vorne gut bewegt, er hatte gleich zwei Chancen. Er hat viele Meter gemacht, ich bin absolut einverstanden“, sagte Uwe Neuhaus. Doch Neuhaus wäre nicht Neuhaus, wenn er nicht auch einen Ansatz zur Kritik gefunden hätte. Bei seiner ersten Möglichkeit in der 60. Minute hatte Müller zu ungenau gezielt, der Ball flog über den Kasten. Neuhaus: „Den muss er aufs Tor bringen.“ Beim zweiten Versuch wurde der Schuss des Nachwuchsstürmers (13 Saisontore in 14 Spielen der A-Jugend-Bundesliga für Köln) abgeblockt.

„Die erste Woche war eindrucksvoll. Ich bin ein bisschen ausgelaugt. Jeden Tag zweimal Training, da muss ich mich erstmal dran gewöhnen, das ist schon ein Unterschied zum Jugendfußball“, sagte Müller und ergänzte: „Das Team hat mich gut aufgenommen, der Trainer spricht viel mit mir, ich fühle mich wohl.“

Seine Rückennummer 13 habe übrigens nichts mit Gerd oder Thomas Müller zu tun. Wenngleich ihm seine Oma viel über die zahlreichen Tore des Gerd Müller erzählt habe, wie Sebastian Müller verriet. Der 18-Jährige hofft, „dass ich richtig Fuß fasse im Profibereich und mich bei Arminia gut weiterentwickeln kann“. Und möglichst bald nach der Rückkehr aus dem Trainingslager soll dann auch seine Freundin nach Bielefeld kommen. „Dann fühle ich mich noch heimischer.“

Testspiel: DSC Arminia vs. Ferencváros Budapest (0:0)

1/17
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke

Neben den zwei Müller-Chancen hatte Arminia gegen Ferencvaros noch einige weitere gute Möglichkeiten. Patrick Weihrauch und Joan Simun Edmundsson scheiterten bei ihrer Doppelchance in der siebten Minute ebenso an Budapests Torwart David Grof wie Reinhold Yabo (23.). Florian Hartherz verfehlte das Tor der Ungarn sowohl in der 49. als auch in der 87. Minute. Nach den beiden letzten Zweitligaspielen im Jahr 2019 in Heidenheim (0:0) und beim FC St. Pauli (0:3) folgten nun zwei Testspiele ohne Torerfolg (vor dem Duell mit Ferencvaros in der Vorwoche 0:2 gegen Uerdingen).

Doch Uwe Neuhaus bleibt gelassen. „Wir haben wieder unsere Chancen nicht genutzt. Das scheint im Moment der Knackpunkt zu sein. Ich bin aber weit davon entfernt, unruhig zu werden“, sagte der Trainer. Lieber stellte er die positiven Aspekte heraus. So habe die Mannschaft defensiv bis auf einen halbwegs gefährlichen Torschuss gegen die Ungarn nichts zugelassen. „Nach sechs Einheiten dieses Spiel nachzulegen – da sieht man, dass die Mannschaft sich nochmal voll reingehängt hat“, lobte Neuhaus.

Am Samstag absolviert der DSC das zweite Testspiel in Spanien, Gegner ist der FC St. Pauli.

Arminia 1. HZ: Ortega Moreno - Weihrauch, Pieper, Nilsson, Lucoqui - Prietl - Edmundsson, Hartel - Soukou, Klos, Yabo

Arminia 2. HZ: Linner - Brunner, Kunze, Salger, Hartherz - Clauss, Schütz, Cons

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7196075?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F
Alm-Auftrieb nach klaren Regeln
Krisenstableiter Ingo Nürnberger (links) und Arminia-Geschäftsführer Markus Rejek erläutern das Hygiene-Konzept. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker