DSC-Geschäftsführer Rejek zu den Geschäftsstellen-Plänen
„Umzug ist eine Notwendigkeit“

Bielefeld (WB). Die räumliche Trennung ist den Arminen schon länger ein Dorn im Auge. Deshalb gibt es Pläne, mit der Geschäftsstelle aus der Schüco-Arena aus- und in neue Gebäude am Trainingsgelände (Friedrich-Hagemann-Straße) einzuziehen.

Samstag, 25.01.2020, 03:30 Uhr aktualisiert: 25.01.2020, 13:34 Uhr
DSC-Geschäftsführer Markus Rejek. Foto: Thomas Starke
DSC-Geschäftsführer Markus Rejek. Foto: Thomas Starke

„Es ist ein Ziel; ein Ziel und eine Notwendigkeit, alle an einem Standort zusammenzuführen, um die Kommunikation zu verbessern, um noch mehr Kraft zu entwickeln. Und um das Miteinander und die Ausrichtung für die Zukunft zu fördern“, hatte Markus Rejek, der kaufmännische Geschäftsführer des DSC, bereits vor einiger Zeit gesagt. In der vorigen Woche äußerte sich der 51-Jährige gegenüber dem WESTFALEN-BLATT zum Stand der Dinge.

Auf jeden Fall werde der Verein nicht „blauäugig investieren, das wäre dumm“, betonte Rejek. Es müssten im Vorfeld noch einige Dinge geklärt werden, zum Beispiel wegen einer Störfallanlage gegenüber. „Es gibt ein paar Gutachten, die Stadt muss Grünes Licht geben. Es gab auch schon Besichtigungen. Der Plan ist, im Baukastensystem zu bauen. Als erstes muss es neue Gebäude geben für den Sport. Dann haben wir eine Basis gelegt. Die Idee, mit der Geschäftsstelle umzuziehen, werden wir sicher nicht übers Knie brechen“, führte der Geschäftsführer aus.

Der gesamte geplante Umzug hänge auch „mit der Neuüberlegung eines Stadionnutzungskonzeptes zusammen. Auch da sind wir dabei. Die alte Almhalle wird abgerissen, da darf etwas Neues entstehen. Im Zuge dessen überlegen wir generell, wie wir das Stadion effizienter nutzen können“, sagte Rejek. Es gibt Überlegungen, an der Stelle, wo derzeit noch die alte Almhalle steht, einen komplett neuen Eingangsbereich entstehen zu lassen. Auch ein Umzug des Fan- und Ticketshops in diesen neuen Bereich würde Sinn ergeben.

Wenn der Verein frei werdende Flächen im Stadion anderweitig und vielleicht sogar besser vermarkten könne und es sich dann rechne, mit der gesamten Geschäftsstelle ans Trainingsgelände zu ziehen, sei das „eine sehr gute Option“, erklärte Rejek.

Der 51-Jährige hat sich auch zu Planspielen geäußert, den Spielbetrieb der Bundesliga und der 2. Liga während der Winter-WM in Katar in Teilen aufrecht zu erhalten. Das Turnier findet vom 21. November bis zum 18. Dezember 2022 statt. Der gesamte Fußball-Zeitplan wird wegen dieser WM umstrukturiert. „Erst einmal finde ich die gesamte Situation mit einer WM in Katar mehr als unglücklich, Stichwort: Fußballkultur“, sagte Rejek. „Als Fan freue ich mich nicht wirklich auf die WM in Katar.“

Das Turnier „stellt uns natürlich vor Herausforderungen, die bisher noch nicht geklärt sind. Spieler in dem Zeitraum zehn Wochen in den Urlaub zu schicken, das macht kein Verein gerne. Es gibt verschiedene Modelle, die in der Kommission Fußball der Deutschen Fußball-Liga diskutiert werden. Da kenne ich die Details nicht. Die Herren sind aufgerufen, einen Vorschlag zu machen, den wir dann im Kreis der DFL diskutieren“, erklärte der Armine.

DFL-Boss Christian Seifert hatte sich mit Blick auf die 2. Liga und Ligaspiele auch während der WM gegenüber der „Bild“-Zeitung jüngst so geäußert: „Die Klubs müssen ihre Spieler voll bezahlen, haben aber während der Abstellungsperiode fünf Wochen lang keine Spieltags-Einnahmen und keinen Spielrhythmus – dann geht es direkt in die dreiwöchige Winterpause. Viele haben keine Nationalspieler, die bei der WM dabei sind. Was sollen die Klubs mit ihren Spielern, die nach den ersten 17 Spieltagen voll im Saft stehen, in dieser Zeit machen?” Deshalb gebe es die Überlegungen, Ligaspiele stattfinden zu lassen.

Kommentare

michix2  schrieb: 26.01.2020 14:21
Arminia Campus
Rejek sollte seine vernünftige Vision einer räumlichen Konzentration aller Einheiten des Vereins ruhig optimistischer verkaufen. Als erstes braucht man den richtigen Namen für das Projekt. Wie wäre es mit "Arminia Campus"? Das klingt nach einer zukunftsfähigen Vision. Und nicht nur nach Notwendigkeiten, was so sexy ist wie "Sachzwänge".
1 Kommentare
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