Nach Bochum ist vor Aue – Arminia will auch in Sachsen siegen – mit Video
Auf in den nächsten Kampf

Bielefeld (WB). Der 2:0-Erfolg gegen den VfL Bochum war kurz nach dem Abpfiff am Dienstagabend schon so gut wie abgehakt. Nicht mal 72 Stunden später (Freitag, 18.30 Uhr) will Arminia Bielefeld beim FC Erzgebirge Aue nachlegen und die Spitzenposition festigen. Etwa 500 mitreisende DSC-Fans sind gespannt, ob das gelingt.

Donnerstag, 30.01.2020, 05:15 Uhr aktualisiert: 30.01.2020, 05:20 Uhr
Jonathan Clauss (links, gegen Bochums Danilo Soares) und die Arminen müssen sich als nächstes in Aue beweisen. Foto: Thomas F. Starke
Jonathan Clauss (links, gegen Bochums Danilo Soares) und die Arminen müssen sich als nächstes in Aue beweisen. Foto: Thomas F. Starke

Man habe für die Vorbereitung auf den nächsten Gegner „extrem wenig Zeit“, sagte DSC-Trainer Uwe Neuhaus am Mittwochmittag . Der 60-Jährige hatte eine kurze Nacht, wie er berichtete. Neuhaus konnte zunächst nicht einschlafen. „Ein Stück weit ist es normal, dass man nach Spielen noch aufgeputscht ist und einem Szenen durch den Kopf gehen. Was man verbessern kann, wie man das Training dosiert – und natürlich auch die Gegnervorbereitung“, berichtete er nach dem regenerativen Training.

Aues Trainer Schuster nach 0:1-Pleite angefressen

Es bleibt auch zum Auftakt des neuen Fußballjahres dabei: Erzgebirge Aue ist auswärts schwach. Bei Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden verlor das Team von Dirk Schuster am Dienstagabend 0:1 und konnte sich kein Selbstvertrauen für die Heimpartie am Freitag gegen Arminia holen. Schuster war bedient. „In England würde man sagen: I’m very pissed. Wir haben das Spiel in den ersten 15 bis 20 Minuten verloren. Das hatte mit Zweitliga-Fußball unsererseits nur wenig zu tun. Wenn man in die Partie ohne klare Körpersprache reingeht, viele einfache Fehler fabriziert und ein schlechtes Zweikampfverhalten zeigt, hat man es auch nicht verdient, etwas mitzunehmen. Das wurmt mich, innerlich brodelt es“, sagte der Coach. Gegen Arminia müsse man wohl einiges ändern

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Nach der Einheit rollt der Bus ins Erzgebirge

Für die Vorbereitung auf Aue steht am Donnerstag eine Einheit zur Verfügung, danach rollt der Mannschaftsbus ins Erzgebirge. Dort wird am Freitagvormittag ein kurzes Aktivierungstraining stattfinden, um abends frisch in die Partie bei den heimstarken Sachsen (23 Punkte aus neun Heimspielen) zu starten. „Es wird ein extrem schweres Spiel. Die Atmosphäre dort ist sehr emotional. Sie sind eine Heimmacht, sie haben eine unglaubliche Kampfkraft, geben keinen Ball verloren. Sie üben keine totale Dominanz aus, am gefährlichsten sind sie in ihren Umschaltmomenten“, sagte Neuhaus über den Gegner.

Selbstvertrauen durch dritten Heimsieg

Dank des Sieges gegen Bochum fahren die Bielefelder mit „Selbstvertrauen“ nach Aue , wie Neuhaus betonte. „Es ist sicherlich entspannter, als wenn wir verloren hätten. Aber wir wissen alle, dass wir noch 15 Spiele haben. Es ist keine Vorentscheidung gefallen. Der Auftakt hat wirklich gut getan, es war wichtig, das Heimspiel zu gewinnen.“ Es war erst der dritte Heimsieg im neunten Spiel.

Arbeiten an den Automatismen

Andreas Voglsammer hatte Arminia mit seinem zehnten Saisontor in Führung gebracht (27. Minute). „Wir hätten manche Dinge besser ausspielen müssen. Aber das kommt auch noch. Wir sind jetzt beim ersten Spiel. Dass da die Automatismen noch nicht zu 100 Prozent wieder da sind, ist ja klar. Aber daran arbeiten wir und hoffen, dass wir am Freitag nochmal eine Schippe drauflegen“, sagte der Angreifer. Sturmpartner Fabian Klos hatte in der Nachspielzeit das 2:0 erzielt, da stand beim VfL Feldspieler Vitaly Janelt im Tor, weil Bochums Torwart Manuel Riemann Gelb-Rot gesehen hatte und die Gäste bereits dreimal gewechselt hatten.

Yabo könnte wieder dabei sein

Apropos Wechsel: Reinhold Yabo hielt bis zur 63. Minute durch, obwohl sich der Mittelfeldspieler der Arminen kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit an der Außenlinie übergeben musste. „So etwas hat er schon mal gehabt, aber es spielt für die Leistungsfähigkeit keine Rolle. Vielleicht unterscheidet das Hochleistungssportler von Ottonormalverbraucher. Es ist überhaupt nichts Dramatisches“, sagte Neuhaus. In Aue könne Yabo wieder dabei sein.

Behrendt und Quaschner fehlen, Müller und Consbruch mit U19-Einsatz

Nicht im 20er-Kader stehen Brian Behrendt (Aufbautraining) und Nils Quaschner (Reha). Auch Sebastian Müller (19) und Jomaine Consbruch (18) werden wohl nicht mitfahren. Beide sollen am Wochenende in der U19 zum Einsatz kommen. Für beide sei es extrem wichtig, Spielpraxis zu bekommen, erklärte Neuhaus.

Zum Thema Transfers (die Wechselperiode endet Freitag) sagte der Coach: „Ausgeschlossen ist gar nichts. Aber je weniger Zeit bleibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass nichts mehr passiert.“

Die Pressekonferenz mit Uwe Neuhaus im Video:

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