Auf Arminia kommt in Aue ein schweres Stück Arbeit zu
Zur Schicht in den Schacht

Bielefeld (WB). Einerseits werden die Arminen ganz froh sein, dass Verfolger Erzgebirge Aue seinen Punktspielauftakt im neuen Jahr verpatzt hat. Andererseits sind die Sachsen nach dem 0:1 beim SV Wehen Wiesbaden jetzt erst so richtig angespitzt. „Wir haben einiges gutzumachen. Wir wollen gegen den Tabellenführer eine Reaktion zeigen“, sagt Dimitrij Nazarov vor der Zweitligapartie am Freitagabend (18.30 Uhr): „Die kommen zu uns in den Schacht!“

Freitag, 31.01.2020, 05:15 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 05:20 Uhr
Mit breiter Brust nach Aue: Andreas Voglsammer und die Arminen müssen bei Steve Breitkreuz und Co. mit Gegenwehr rechnen. Foto: Thomas F. Starke
Mit breiter Brust nach Aue: Andreas Voglsammer und die Arminen müssen bei Steve Breitkreuz und Co. mit Gegenwehr rechnen. Foto: Thomas F. Starke

„Wir kommen aus der Tiefe, wir kommen aus dem Schacht ...“

Lange galt Aue als bedeutende Bergbau- und Industriestadt. Ihr Image als Kumpel-Verein pflegen die traditionsbewussten Veilchen noch heute überaus liebevoll. Auch dem aserbaidschanischen Nationalspieler Nazarov ist die Tradition längst in Fleisch und Blut übergegangen. Wie sollte es auch anders sein, wenn vor jedem Heimspiel im Erzgebirgsstadion die Vereinshymne erklingt, in der es heißt: „Wir kommen aus der Tiefe, wir kommen aus dem Schacht – Wismut Aue, die neue Fußballmacht!“

Aue eines der stärksten Heimteams der Hinrunde

In der Hinrunde zählte das Team von Trainer Dirk Schuster zu den stärksten Heimmannschaften. Offensivakteur Nazarov fordert, dass der FCE gegen Bielefeld daran anknüpft – mit „Aggressivität von der ersten Minute an. Wir müssen in den Zweikämpfen zu hundert Prozent da sein und alles annehmen. Mit den Fans im Rücken bin ich mir sicher, dass wir ein anderes Gesicht zeigen.“

Voglsammer hat ein mittelgutes Gefühl

Die Bielefelder dürfen sich demnach gewarnt fühlen. Zumal Andreas Voglsammer sowieso schon nur so ein mittelgutes Gefühl hat, wenn er an den Freitagabend denkt. „In Aue haben wir uns immer extrem schwer getan. Das wird auch diesmal so sein“, erwartet der Arminia-Angreifer. Am 13. September 2013 gelang den Ostwestfalen zuletzt ein Sieg bei den Sachsen. Der DSC-Trainer hieß damals Stefan Krämer. Christian Müller und Philipp Riese (heute Aue) erzielten in der Zweitligapartie die Tore zum 2:0-Erfolg. Von insgesamt sechs Partien im Erzgebirge gewann Arminia nur jene im Jahr 2013. Dreimal gab es ein Remis, zweimal eine Niederlage.

Voglsammer sagt, was noch besser laufen muss als am Dienstag gegen Bochum, um auch in Aue bestehen zu können: „Wir müssen noch besser Fußball spielen, noch mehr Chancen kreieren, noch gieriger auf das Tor sein.“

So stabil stehen wie beim 2:0 gegen Bochum

Wenn den Bielefeldern das gelingt und gleichzeitig die Abwehr derart stabil steht wie beim 2:0 gegen den VfL, sollte der DSC in Aue zumindest nicht leer ausgehen. Voglsammer: „Wir haben super verteidigt und keine Chance zugelassen. Die anderen Mannschaften schauen mit Sicherheit auch hin und denken sich ihren Teil. Wir müssen weitermachen und schauen, dass wir am Freitag wieder drei Punkte holen.“ Anders würde ja auch Voglsammers Aufstiegsrechnung gar nicht aufgehen. „Es sind noch 15 Spiele. Wenn wir noch 45 Punkte holen, sieht es gut aus, oder?“, sagte der Stürmer nach dem Sieg über den VfL mit einem Augenzwinkern.

Zum sechsten Mal als Spitzenreiter ins Spiel

Die Arminen gehen zum sechsten Mal in dieser Saison als Tabellenführer in ein Spiel. Gegen Bochum gelang im fünften Versuch der erste Sieg. „Das hilft“, ist Uwe Neuhaus mit Blick auf die weiteren Spiele überzeugt. Und noch etwas stimmt den DSC-Coach zuversichtlich: Man habe gegen Bochum gemerkt, „dass wir ein gemeinsames Ziel haben und die Situation nicht leichtfertig herschenken wollen“.

In Aue dürfte der 60-Jährige jener Startelf vertrauen, die ihn auch schon über weite Strecken gegen Bochum überzeugt hat. „Wenn es einen Grund für Wechsel gibt“, so Neuhaus, „dann ist es die kurze Pause“.

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Brunner, Pieper, Nilsson, Hartherz - Prietl - Hartel, Yabo - Clauss, Klos, Voglsammer

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