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Di., 18.02.2020

47 Treffer: Spitzenreiter Arminia hat jetzt auch die beste Offensive der 2. Liga Tormaschine läuft auf Hochtouren

Leichte Übung: Nachdem er Fürths Torwart ausgespielt hat, schiebt Fabian Klos den Ball zum 2:0 für den DSC ins Tor.

Leichte Übung: Nachdem er Fürths Torwart ausgespielt hat, schiebt Fabian Klos den Ball zum 2:0 für den DSC ins Tor. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Fürth/Bielefeld (WB). Seit dem 22. Spieltag steht fest: Nicht nur der Spitzenreiter, auch die beste Offensive der 2. Liga kommt aus Ostwestfalen. Diese Auszeichnung hat Tabellenführer Arminia Bielefeld am Wochenende dem Ligazweiten Hamburger SV abgeluchst. 47 Treffer hat der DSC in dieser Saison erzielt. Die Hamburger kommen bislang auf 46 Tore. Zum Vergleich: In der kompletten Vorsaison haben die Bielefelder 52 mal ins Schwarze getroffen.

Vor allem an den vergangenen beiden Spieltagen war die Bielefelder Tormaschine richtig gut in Gang: 6:0 gegen Regensburg, 4:2 in Fürth. In vier Spielen im neuen Jahr weist der DSC eine Bilanz von 12:2 Toren auf. Und auch der Auswärtsbetrieb läuft wieder auf vollen Touren. Vor der Vier-Tore-Partie in Fürth hatten die Arminen seit dem 3:1 in Darmstadt Anfang Dezember in drei Auswärtsspielen in Folge nicht getroffen.

Kaum Argumente für Skeptiker

Einer sieht den aktuellen Bielefelder Torrausch allerdings zwiespältig. „Ich bin froh, dass es nicht wieder sechs Stück gegeben hat. Dann finden wir insgesamt kein Maß mehr, bei dem wir sagen, damit sind wir zufrieden“, sagte Trainer Uwe Neuhaus nach dem verdienten Sieg in Fürth.

Und dennoch wird der Coach hochzufrieden sein, dass die Offensive seiner Mannschaft aktuell so gut funktioniert. Gerade nach dem Ausfall von Andreas Voglsammer (Mittelfußbruch, zehn Saisontore) gab es kurz Bedenken, ob der DSC in Sachen Angriff weiter das Niveau der Hinrunde halten kann. Nach den vergangenen beiden Partien dürften den Skeptikern vorerst die Argumente ausgegangen sein.

Cebio Soukou ist einer der Arminen, die für die gerade so aufblühende Offensive stehen. Der Nationalspieler des Benin ersetzte gegen Regensburg erstmals den verletzten Voglsammer und traf direkt zum 1:0. In Fürth steuerte der 27-Jährige das 3:0 per Foulelfmeter bei und bereitete zuvor das 1:0 von Cédric Brunner vor.

Klos beweist seinen Torriecher

Wie groß das Selbstvertrauen gerade auch von Soukou ist, zeigte die Situation vor der Elfmeter-Ausführung in Fürth. Weil der eigentliche Strafstoßschütze Fabian Klos gefoult worden war, ließ dieser jemand anderem den Vortritt. Da sonst niemand wollte, übernahm Soukou die Verantwortung – und traf. „Es gibt Tage, da ist man cooler als an anderen Tagen. Heute war ich ganz entspannt“, sagte der 27-Jährige anschließend.

Und schließlich ist da noch Rekordtorjäger Fabian Klos. Schon 15 Mal hat der 32-Jährige in dieser Saison getroffen. Auch in Fürth bewies der Stürmer wieder seinen Torriecher und erzielte das zwischenzeitliche 2:0.

Dass der DSC so erfolgreich sei, liege aber nicht an einzelnen Spielern, sondern vor allem am Kollektiv und der richtigen Einstellung, betonte Klos: „Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft die Situation richtig gut einordnet. Vor dem Spiel hatte ich nicht das Gefühl – gerade auch wegen des 6:0 die Woche zuvor –, dass der ein oder andere denkt, es läuft jetzt immer so. Deshalb muss ich den Jungs ein Riesenkompliment machen.“

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