DSC will vor vollem Haus gegen Hannover dritten Heimsieg in Folge – mit Video
Das nächste Fußballfest?

Bielefeld (WB). Die Vorfreude ist groß, auch bei Stefan Ortega Moreno: „Es kann ein schönes Fußballfest werden“, sagt Arminia Bielefelds Torwart mit Blick auf die Partie des Zweitliga-Tabellenführers am Sonntag (13.30 Uhr, Schüco-Arena) gegen Erstligaabsteiger Hannover 96. Am Freitagmittag gab es nur noch 500 Sitzplatzkarten, mit 26.200 Zuschauern wäre das Stadion voll. Aus Sicherheitsgründen wird die Kapazität um 315 Plätze reduziert. 3000 Hannover-Fans werden erwartet.

Samstag, 22.02.2020, 02:37 Uhr aktualisiert: 22.02.2020, 05:01 Uhr
So möchten Fabian Klos, Cedric Brunner, Manuel Prietl und Anderson Lucoqui auch am Sonntag wieder jubeln. Foto: Thomas F. Starke
So möchten Fabian Klos, Cedric Brunner, Manuel Prietl und Anderson Lucoqui auch am Sonntag wieder jubeln. Foto: Thomas F. Starke

Ein schönes Fußballfest wird es für Ortega Moreno und alle anderen Bielefelder natürlich nur, wenn der dritte Heimsieg in Folge gelingt. „Es wird ein sehr schweres Spiel, in dem wir geduldig sein müssen. Aber wir sind gut drauf und brauchen uns definitiv nicht zu verstecken“, sagt der Stammkeeper. Der DSC ist im Jahr 2020 noch ungeschlagen, holte zehn Punkte aus den ersten vier Spielen und glänzte zuletzt mit einem 6:0 daheim gegen Regensburg und in der Vorwoche beim 4:2 in Fürth.

Ortega Moreno: „Jedes Gegentor tut weh“

Wobei die ersten beiden Gegentreffer im neuen Jahr besonders den Arminia-Torwart ärgerten. „Jedes Gegentor tut weh. Und das zweite Gegentor war in meinen Augen lethargisch verteidigt“, schreibt Ortega Moreno seinen Vorderleuten ins Stammbuch. Allzu lange böse war er aber nicht, über allem steht auch für einen Torwart immer das Ergebnis.

Das stimmte auch im Hinspiel gegen Hannover, als die Arminen einen sicheren 2:0-Sieg einfuhren. Mitte September war das, damals hieß der 96-Trainer noch Mirko Slomka. Inzwischen hat Kenan Kocak bei den Niedersachsen das Sagen. DSC-Coach Uwe Neuhaus: „Ich glaube, dass sie seit einiger Zeit deutliche Fortschritte gemacht haben, sie sind stabiler geworden. In den letzten beiden Spielen waren sie richtig gut.“ Einem 3:1-Erfolg der 96er in Fürth folgte in der Vorwoche ein 1:1 gegen den Hamburger SV. Bis zur 96. Minute führte 96 mit 1:0. „Sie bringen jetzt die Qualität, die sie haben, immer besser auf den Platz“, warnt Neuhaus.

Doch der 60-Jährige weiß natürlich auch um die Qualitäten seiner Mannschaft, und deshalb verwundert es nicht, dass er erklärt: „Wir sind gut aus den Startlöchern gekommen und haben die letzten beiden Spiele in beeindruckender Weise absolviert. Das gibt uns natürlich Selbstvertrauen. Die Favoritenrolle nehmen wir an, wissen aber, dass es kein Selbstläufer ist oder uns irgendwas geschenkt wird.“

HSV und Stuttgart am Samstag

Die Verfolger Hamburger SV (gegen St. Pauli) und VfB Stuttgart (gegen Regensburg) spielen beide schon am Samstag und könnten bei Heimsiegen mit Arminia (44) gleichziehen, der HSV würde aufgrund der besseren Tordifferenz zunächst die Tabellenführung übernehmen. „Klar schaut man, was die anderen so machen. Aber man kann es nicht beeinflussen, außer in den direkten Duellen“, sagt Stefan Ortega Moreno. Und auch Uwe Neuhaus schaut derzeit gelassen auf die Konkurrenten. „Das Einzige, was wir beeinflussen können, ist unsere eigene Leistung. Die ist immer noch am wichtigsten“, sagt der Coach.

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Brunner, Pieper, Nilsson, Hartherz - Prietl - Edmundsson, Hartel - Clauss, Klos, Soukou

Neuhaus: „Die braucht kein Mensch!“

Vor dem Anpfiff der Partie zwischen Arminia Bielefeld und Hannover 96 wird es am Sonntag eine Schweigeminute geben. Auch in allen anderen Stadien der Bundesliga, der 2. und der 3. Liga wird auf diese Weise der Opfer des Anschlags von Hanau gedacht. Arminia-Trainer Uwe Neuhaus sagte zu der Gewalttat mit elf Toten: „Auf der ganzen Welt laufen in jedem Land einige Verrückte rum, leider auch hier. Die braucht kein Mensch!“ Der Boss der Deutschen Fußball-Liga, Christian Seifert, erklärte: „Die Morde von Hanau sind ein entsetzliches Verbrechen. Die Tat lässt uns geschockt und verständnislos zurück. Der deutsche Profifußball setzt an diesem Wochenende geschlossen ein Zeichen der Anteilnahme. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und deren Angehörigen.“

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