1:0 gegen Hannover: Der Machtwinner trifft wieder als Joker, bleibt aber bescheiden
Reinhold Yabo: „Der Ball fällt mir halt vor die Füße“

Bielefeld (WB). Schon im Heimspiel zuvor hatte Arminias Reinhold Yabo als Joker ein Tor erzielt. Doch sein Siegtreffer am Sonntag gegen Hannover 96 war so viel wichtiger als das zwischenzeitliche 5:0 beim 6:0 über Jahn Regensburg zwei Wochen zuvor. Yabo war der Matchwinner, auch wenn er sich selbst nicht in den Vordergrund stellen wollte.

Montag, 24.02.2020, 02:36 Uhr aktualisiert: 24.02.2020, 05:01 Uhr
Alle auf einen: Siegtorschütze Reinhold Yabo (Zweiter von rechts) kann sich vor Gratulanten kaum retten. Foto: Thomas F. Starke
Alle auf einen: Siegtorschütze Reinhold Yabo (Zweiter von rechts) kann sich vor Gratulanten kaum retten. Foto: Thomas F. Starke

„Der Ball fällt mir halt vor die Füße und ich bin der Glückliche“, sagte der 28-Jährige über sein Tor in der 83. Minute. Yabo stand da, wo ein echter Stürmer stehen muss.

23. Spieltag: DSC Arminia vs. Hannover 96 (1:0)

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Allerdings ist er beim DSC eigentlich kein echter Stürmer. Am Sonntag kam er für Cebio Soukou auf der linken Außenbahn zum Einsatz (66.). Sehr oft wurde der im Januar 2019 von RB Salzburg nach Bielefeld gewechselte Rechtsfuß auch als einer der Achter von Trainer Uwe Neuhaus defensiver eingesetzt. Doch Yabo stellt seine eigenen Befindlichkeiten hinten an. „Linksaußen ist die Position, die besser zu mir passt. Ich habe auch schon mit dem Trainer darüber gesprochen. Sie ist gewohnter für mich. Wenn man auch an meine Zeit in Salzburg denkt: da war ich entweder Doppelspitze oder Linksaußen. Der Trainer weiß das auch. Aber wir haben einen guten und breiten Kader. Ich sage: Wir wollen hoch, das ist das Wichtigste. Am Ende ist es egal, wer die Tore schießt. Es ist egal, wer als Matchwinner dasteht. Jeder einzelne Sieg ist wichtig. So sieht das auch die komplette Mannschaft“, sagte Yabo kurz nach dem Abpfiff.

Neuhaus: „Wir haben alle das selbe Ziel“

Uwe Neuhaus hatte es sich nach eigener Aussage nicht leicht gemacht bei der Frage, wer Andreas Voglsammer (Mittelfußbruch) ersetzen soll. „Ich freue mich wirklich richtig für Ray, dass er das Spiel entschieden hat. Als Vogi ausfiel, war für mich die Entscheidung Ray oder Cebio. Da habe ich mich für Cebio entschieden, weil er auch vorher schon so lange hinten dran war. Das hat bis dahin funktioniert und jetzt hat Ray auch funktioniert. So wird die Entscheidung nächste Woche sicherlich nicht einfacher“, sagte der Trainer auch mit Blick auf das nächste Spiel am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) gegen den Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden.

Sollte Yabo dann wieder auf die Bank müssen, müsste Neuhaus jedenfalls nicht befürchten, dass der Matchwinner des Hannover-Spiels sich in den Schmollwinkel zurückzieht. „Wir haben alle das selbe Ziel. Und wenn der Trainer Entscheidungen trifft, von denen er überzeugt ist und die dann erstmal gegen mich sind: Das muss man annehmen und das Beste draus machen“, sagte Yabo.

Ebenso sachlich bewertete der DSC-Profi den wichtigen Dreier gegen den Erstligaabsteiger. „Jeder Sieg ist irgendwo ein Big Point“, sagte Yabo. Und auf den Ausrutscher des Hamburger SV und nun sechs Punkten Vorsprung auf Platz drei angesprochen erwiderte er: „Wir wissen, dass der Weg noch brutal weit ist. Wir müssen Tag für Tag weiter hart arbeiten.“ Der Erfolg über die Niedersachsen „gibt uns weiter Mut und Selbstvertrauen“. Das soll nun auch Wehen Wiesbaden mit Ex-DSC-Trainer Rüdiger Rehm zu spüren bekommen.

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