Arminias Finanzchef hofft auf ein Umdenken
Rejek: „Weg von Parolen wie America first“

Bielefeld (WB). Für die Hilfsaktion der vier deutschen Champions-League-Teilnehmer Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen zur Bewältigung der Coronakrise im deutschen Profi-Fußball gibt es positive Resonanz – auch von Markus Rejek. Als „eine großartige Geste“ bezeichnet der Finanz-Geschäftsführer des Zweitliga-Spitzenreiters Arminia Bielefeld den Solidarfonds über 20 Millionen Euro.

Montag, 30.03.2020, 06:26 Uhr aktualisiert: 30.03.2020, 07:46 Uhr
Arminias Finanzchef Markus Rejek Foto: Thomas F. Starke
Arminias Finanzchef Markus Rejek Foto: Thomas F. Starke

Der 51-Jährige hofft, dass die Krise ein Umdenken bewirkt – nicht nur Im Fußball. „Man sollte in jeder Krise auch eine Chance sehen. Vielleicht hilft diese Krise auch wegzukommen von Haltungen, die sich zum Beispiel in Parolen wie „America first“ oder anders gearteter Egomanie ausdrückt. Nicht nur auf den Fußball bezogen sondern in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext. Wir alle sind aufgerufen, uns im Privaten gegenseitig zu unterstützen und Risikogruppen zu schützen. Es gibt Initiativen, die anderen Leuten anbieten, die Einkäufe für sie zu erledigen. So etwas sollte uns Hoffnung geben.“

Vielleicht, so Rejek weiter, setze „nun insgesamt ein Umdenken in Sachen Solidarität ein, man kann auch sagen in Sachen Respekt. Denn gerade auch darum geht es: respektvoll miteinander umzugehen. Dazu gehört auch, zuhause zu bleiben und mit zu helfen, dass sich der Virus nicht derartig schnell ausbreitet wie in anderen Ländern.“

Bezogen auf den Fußball und die aktuelle Situation bedeute das: „Es gibt auch eine emotionale und moralische Solidarität, wie DFL-Geschäftsführer Christian Seifert dies richtigerweise eingefordert hat. Und zwar anzuerkennen, dass es nicht um einzelne Klubs geht, sondern um das große Ganze.“

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