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Di., 12.05.2020

Osnabrück-Coach Thioune probt Ernstfall für Re-Start gegen Arminia Die Maske stört nicht

Trainer Daniel Thioune ist mit seinem Team in die Vorbereitung für das Spiel in Bielefeld gestartet.

Trainer Daniel Thioune ist mit seinem Team in die Vorbereitung für das Spiel in Bielefeld gestartet. Foto: dpa/Archiv

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Am 13. März stoppte die Saison für Arminia Bielefeld und den VfL Osnabrück abrupt – gut zwei Stunden vor dem Anpfiff des Duells beider Klubs. 65 Tage später sollen sich die beiden Mannschaften beim Re-Start der Liga am Sonntag (13.30 Uhr) in der Schüco-Arena nun tatsächlich gegenüberstehen und sportlich messen.

Um 16.15 Uhr erreichte die Öffentlichkeit am 13. März die Nachricht, dass der komplette 26. Spieltag der 1. und 2. Liga wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden sei. Kurz darauf wären damals eigentlich die Mannschaften des DSC und des VfL am Stadion eingetroffen, um ab 18.30 Uhr um Zweitligapunkte zu spielen.

Auch wenn die erste Ansetzung der Partie Mitte März wegen der Corona-Krise bereits als Geisterspiel über die Bühne gegangen wäre, hat sich in der gut zweimonatigen Ligapause noch einiges mehr getan. So gehört der Mundschutz mittlerweile nicht nur zum Alltag vieler Menschen außerhalb der Fußballbranche, sondern wird auch bei der Arbeit eines Zweitligatrainers omnipräsent sein – neben vielen weiteren strikten Hygienemaßnahmen, die von der DFL vorgeschrieben sind. Trainer müssen also ab sofort mit dem Schutz an der Seitenlinie stehen und dürfen diesen nur abnehmen, wenn sie ihren Spielern Anweisungen zurufen müssen und dabei einen Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen gewährleisten können.

Osnabrücks Coach Daniel Thioune stört das nicht wirklich. Bei einem internen Testspiel des VfL am Samstag im Stadion an der Bremer Brücke verzichtete der Trainer darauf, den Mundschutz abzusetzen. „Hat gut geklappt. Ich lasse mich durch ein Stück Papier nicht aufhalten“, erklärte Thioune gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Anreise mit zwei Bussen

Um für den sportlichen Neustart im Ligabetrieb präpariert zu sein, absolvierte der Zweitligazwölfte genau wie Spitzenreiter Arminia Trainingseinheiten im Stadion – ein Vorlauf ohne Zuschauer, um besser für die Geisterspiel-Atmosphäre gerüstet zu sein. Ganz neu sei das für ihn und seine Mannschaft aber nicht gewesen, wie Daniel Thioune betonte: „Wir trainieren ja öfter mal alleine im Stadion und spielen dann auch gegeneinander.“

Genau wie der DSC, der am Montag sein Quarantäne-Trainingslager im „Sporthotel 11“ der Klosterpforte in Marienfeld (Kreis Gütersloh) bezog, begaben sich am selben Tag auch die Niedersachsen in die von der DFL vorgeschriebene einwöchige Abschottung: im Osnabrücker Remarque Hotel. Von dort geht es laut „Neue Osnabrücker Zeitung“ für jeden Spieler täglich per Privatwagen zum Training.

Die Anreise zum Spiel in Bielefeld planen die Osnabrücker mit zwei Bussen, um bei der Fahrt den Mindestabstand gewährleisten zu können. Genau diese Überlegungen haben auch die Bielefelder, was die Anreise bei den zukünftigen Auswärtsspielen betrifft, wie Mannschaftsarzt Dr. Andreas Elsner im Interview mit dem WESTFALEN-BLATT erklärte: „Wir werden beispielsweise, wenn nötig, mit zwei Bussen fahren, um die Abstandsregeln zu wahren.“

Ordnungsamt kontrolliert

Im Quarantäne-Trainingslager im „Sporthotel 11“ in Marienfeld (Kreis Gütersloh) wird der DSC-Tross in dieser Woche Besuch vom Ordnungsamt der Stadt Harsewinkel bekommen. „Wie bei allen übrigen gewerblichen Tätigkeiten, die nach der Corona-Schutzverordnung unter Auflagen zulässig sind, wird die Ordnungsbehörde eine Kontrolle durchführen und bei Feststellung von Verbesserungspotenzial zusammen mit dem Hotel beraten, wie die Anforderungen an den Infektionsschutz umgesetzt werden können“, erklärte Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide gegenüber dem WESTFALEN-BLATT.

In Bielefeld schaute die Behörde bislang nicht beim Training vorbei, weil der DSC der Stadt alle gewünschten Informationen übermittelt hat. „Wir haben dem Verein aber mitgeteilt, dass wir nach dem Trainingslager Kontrollen vornehmen können“, sagt Ingo Nürnberger, Leiter des Corona-Krisenstabs.

 

 

 

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