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Mo., 18.05.2020

DSC-Trainer Neuhaus blickt bereits nach vorne – Thioune wirbt um Verständnis für die Emotionen Heiß auf Hamburg

Mit Abstand und Maske: Uwe Neuhaus beim Interview.

Mit Abstand und Maske: Uwe Neuhaus beim Interview. Foto: Thomas F. Starke/DSC Arminia

Bielefeld (WB/dis). Wer eine Frage hatte, musste sie bei den Pressesprechern nach dem Abpfiff schriftlich einreichen. Maximal zwei pro Journalist, so lautete die Vorgabe. Beantwortet wurden sie dann nach dem 1:1 (1:0) in einer virtuellen Pressekonferenz. Erst von Daniel Thioune, dem Trainer des VfL Osnabrück. Anschließend nahm DSC-Coach Uwe Neuhaus auf dem Podium im ansonsten verwaisten Presseraum der Schüco-Arena Platz.

Trotz des späten Ausgleichs befürchtet der 60-Jährige nicht, dass das Gegentor in der vierten Minute der Nachspielzeit im Hinblick auf die kommenden Partien ein Wirkungstreffer war. „Nein, definitiv nicht. Wir sind gefestigt genug, um das wegzustecken“, sagte Neuhaus und orakelte: „Die Zuschauer wären vielleicht der entscheidende Faktor gewesen, um das Ding über die Zeit zu retten. Aber genau weiß das keiner.“

Neuhaus gab an, er sei „ein kleines bisschen enttäuscht. Das war kein gutes Spiel von uns. Wir hatten zu wenig Zug zum Tor, zu wenig Chancen.“ Dass Arminia im zweiten Durchgang die Kontrolle verloren habe, sehe er nicht so. Vielmehr habe sich zusehends Passivität breit gemacht.

Niveau nicht berauschend

Das Niveau der Partie war vor dem Wechsel schon nicht berauschend, nach dem Wechsel wurde es noch etwas dürftiger. Neuhaus: „Ich kann mir vorstellen, dass es am Fernseher nicht schön anzusehen war.“

Es sei „bedauerlich, dass wir nicht zwei Punkte mehr herausschlagen konnten“, sagte Neuhaus. Trotzdem hat sein Team nun sieben Punkte Vorsprung auf die Verfolger Stuttgart (1:2 in Wiesbaden) und Hamburg (2:2 in Fürth). Der Trainer blickt gespannt auf den kommenden Sonntag: „Jetzt haben wir eine schöne Aufgabe nächste Woche in Hamburg vor uns. Das wird richtig heiß.“

Nicht mehr alle Abstandsregeln eingehalten

Kalt über den Rücken wird es Neuhaus dagegen gestern in der vierten Minute der Nachspielzeit gelaufen sein. Den Osnabrückern wurde dagegen ganz warm ums Herz. Beim Jubel über den Ausgleich wurden nicht mehr alle Abstandsregeln eingehalten. VfL-Coach Thioune: „Wir haben extrem viel Disziplin gezeigt in den letzten zwei Monaten. Und wenn du dann in der letzten Minute beim Tabellenführer ein Tor erzielst, dann kommen die Emotionen raus. Das ist ja auch das, was die Leute vermissen, was sie sehen wollen. In dem Augenblick war die Freude so groß, dass man uns das nicht übel nehmen darf.“ Insgesamt habe die Partie aber „wenig mit einem Derby zu tun“ gehabt.

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