Arminia enttäuscht beim 0:0 in Hamburg offensiv und kann Kiel danken
Schwach gespielt, Vorsprung vergrößert

Hamburg (WB). Sie wollten einen Punkt, sie bekamen einen Punkt: Und das 0:0 von Arminia Bielefeld im Topspiel beim Tabellenzweiten Hamburger SV wurde dank Holstein Kiel sogar vergoldet. Weil Kiel 3:2 gegen den VfB Stuttgart gewann, vergrößerte Spitzenreiter Arminia den Vorsprung auf Tabellenplatz drei auf nun acht Punkte. Am Donnerstagabend können die Bielefelder (53 Punkte) ganz entspannt dem Duell zwischen dem VfB (45) und dem HSV (46) zuschauen .

Montag, 25.05.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 25.05.2020, 05:01 Uhr
Null Zuschauer statt 57.000: Vor leeren Rängen im Volksparkstadion holte Florian Hartherz (rechts) mit den Arminen ein 0:0 Foto: Thomas F. Starke/DSC Arminia
Null Zuschauer statt 57.000: Vor leeren Rängen im Volksparkstadion holte Florian Hartherz (rechts) mit den Arminen ein 0:0 Foto: Thomas F. Starke/DSC Arminia

Allerdings war das 0:0 in Hamburg aus Sicht der Gäste glücklich. Lediglich zwei Schüsse auf das Tor der Gastgeber brachten die Arminen in 93 Minuten zustande. Beide Male scheiterte Fabian Klos an HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes (27. und 78. Minute). DSC-Coach Uwe Neuhaus sagte nach seinem 300. Spiel als Zweitligatrainer: „Wir sind mit dem Ergebnis natürlich zufrieden. Aber wir können sicher besser Fußball spielen.“

27. Spieltag: Hamburger SV vs. DSC Arminia (0:0)

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Mit Blick auf das eigene 0:0 und das 2:3 der Schwaben meinte Neuhaus: „Es gibt Punkte, die sind mehr wert als ein Punkt. Auch wenn man das schwer glauben kann.“

HSV-Trainer Dieter Hecking trauerte dagegen zwei verlorenen Zählern hinterher: „Vom Ergebnis dürfen wir ein Stück weit enttäuscht sein, weil wir die bessere Mannschaft waren. Die Krönung fehlt, weil wir nicht gewonnen haben. Wenn man sechs, sieben hochkarätige Chancen hat wie wir, dann muss man gewinnen.“

Daraus wurde nichts, weil sich die Arminen kämpferisch keinen Vorwurf machen konnten – und weil sie das Glück auf ihrer Seite hatten. Besonders in der 67. Minute: Nach Flanke von Martin Harnik köpfte Tim Leibold freistehend aus wenigen Metern an den linken Torpfosten.

Und auch in der sechsten Minute mussten die Gäste bereits tief durchatmen. Da hatte der neu in die Mannschaft gekommene Fabian Kunze den Ball gegen HSV-Stürmer Joel Pohjanpalo verloren, doch der Finne scheiterte am stark reagierenden Stefan Ortega Moreno im DSC-Tor. Ausgerechnet Kunze, könnte man sagen. Denn der Mittelfeldspieler war wie beim 1:1 Anfang März in Stuttgart in die Mannschaft gerückt, um als zweiter Sechser neben Manuel Prietl für mehr defensive Stabilität zu sorgen. Doch Neuhaus machte den Auftritt des jungen Profis nicht an der einen Szene fest: „Seine Leistung war okay, auch wenn er insgesamt schonmal sicherer gespielt hat. Aber mein Vertrauen in ihn ist grenzenlos.“

Viel Vertrauen in Patrick Weihrauch

Ebenso viel Vertrauen hat der Coach in Patrick Weihrauch. Der bekam den Vorzug als Rechtsverteidiger und ersetzte den gelbgesperrten Cedric Brunner. Jonathan Clauss musste zunächst auf die Bank. „Es war ein gutes Debüt“, sagte Neuhaus über den ersten Auftritt von Weihrauch in dieser Saison.

Der HSV war in diesem Spitzenspiel die klar bessere Mannschaft, und das über 90 Minuten. Neuhaus versuchte die Offensive durch die Einwechslungen von Andreas Voglsammer und Jonathan Clauss (64.) sowie später Sven Schipplock (73.) zu beleben. Das gelang nur zum Teil, aber immerhin brannte in der Schlussphase hinten nichts mehr an. Die letzte Chance der Partie hatte Klos, Hamburg fiel nichts mehr ein – folglich blieb es beim 0:0.

„Unser Ziel war es, hier zu bestehen – das haben wir geschafft. Es war ein guter und wichtiger Schritt. Wir haben uns jetzt sieben beziehungsweise acht Punkte Vorsprung herausgearbeitet, die gilt es zu verteidigen. Wir haben es in der eigenen Hand“, lautete das Fazit von Uwe Neuhaus.

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