2. Liga
Bielefeld zum achten Mal in die Bundesliga aufgestiegen

Rechnerisch war der Aufstieg von Arminia Bielefeld am Montagabend noch nicht perfekt. Doch die 99,9 Prozent reichten Fans, Profis und sogar dem Trainer. Seit Dienstagabend sind die letzten Zweifel beseitigt.

Dienstag, 16.06.2020, 20:30 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 08:01 Uhr
Brian Behrendt (2.vr) von Arminia Bielefeld feiert mit Sven Schipplock und weiteren Mitspielern den Sieg.
Brian Behrendt (2.vr) von Arminia Bielefeld feiert mit Sven Schipplock und weiteren Mitspielern den Sieg. Foto: Friso Gentsch

Bielefeld (dpa) - Arminia Bielefeld ist auf der Couch in die Fußball-Bundesliga aufgestiegen. Nach dem 1:1 (1:0) des Hamburger SV gegen den VfL Osnabrück sind die Ostwestfalen nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen.

Schon nach dem 4:0 im Nachholspiel am Montag gegen Dynamo Dresden hatten nur noch theoretische Zweifel am Bielefelder Aufstieg bestanden, Fans, Spieler und Funktionäre hatten auch schon gefeiert.

Mit dem achten Aufstieg sind die Ostwestfalen, die bestenfalls als Außenseiter in die Saison gegangen waren, nun zusammen mit dem 1. FC Nürnberg Rekord-Aufsteiger in die Bundesliga. Zuletzt waren die Ostwestfalen 2004 aufgestiegen, blieben damals fünf Jahre, brauchten nach dem Abstieg 2009 aber elf Jahre zur Rückkehr.

Zwischenzeitlich war die Arminia zweimal in die 3. Liga abgerutscht und stand finanziell vor dem Aus. Ende 2017 betrug der Schuldenstand rund 30 Millionen. Dann kam das «Bündnis Ostwestfalen». Dieser Zusammenschluss regionaler und lokaler Unternehmen, Sponsoren und Unterstützer rettete den Traditionsverein und stellte ihn auf gesunde Füße. Große Sprünge sind in Bielefeld nicht erst seit Corona noch nicht möglich, doch der Verein gilt heute als schuldenfrei.

Insgesamt spielte die Arminia bisher 16 Jahre in der Bundesliga. Die besten Platzierungen waren zwei achte Plätze 1983 und 1984. 1972 wurden die Ostwestfalen im Zuge des Bundesligaskandals wegen Bestechung zum Zwangsabstieg in die Regionalliga verurteilt.

 

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