Schwarz-weiß-blauer Trubel in Bielefeld – mit Video
...dann steigt die Arminia-Party

Bielefeld (WB/dis/jen/sba). Eine Aufstiegsfeier mit Mannschaft und Fans in der Bielefelder City hatte das Stadtoberhaupt untersagt. „Das kann ich nicht verantworten und das will ich nicht verantworten“, hatte Oberbürgermeister Pit Clausen im Vorfeld erklärt, denn: „Corona-Zeit ist keine Party-Zeit.“ Doch als die Spieler um Kapitän Fabian Klos am Sonntagabend auf dem Weg zu ihrer Party-Location im Lenkwerk mit ihrem Van in Rathaus-Nähe stoppten, kamen im Nu Tausende Fans zusammen.

Sonntag, 28.06.2020, 22:19 Uhr aktualisiert: 29.06.2020, 14:14 Uhr
Auf dem Dach eines Vans genießen die Arminia-Profis Stephan Salger, Nils Quaschner, Cedric Brunner und Fabian Klos (von rechts) in der Stadt das Bad in der Menge. Links: Ex-Armine Sören Brandy. Foto: Starke
Auf dem Dach eines Vans genießen die Arminia-Profis Stephan Salger, Nils Quaschner, Cedric Brunner und Fabian Klos (von rechts) in der Stadt das Bad in der Menge. Links: Ex-Armine Sören Brandy. Foto: Starke

Teamkollege Cedric Brunner hatte dabei sein Handy verloren, was Klos zu einem Aufruf auf seiner Instagram-Seite veranlasste. „Wenn jemand Cedis Handy findet, der kriegt ein Trikot von mir inklusive Meet and Greet!“

Der Kapitän musste letztlich aussteigen und dafür sorgen , dass die Abfahrt wieder einigermaßen zivil vonstatten gehen konnte. Zuvor hatten die Arminen einen Autokorso vom Stadion gestartet. Die Polizei war vom Auftritt der Profis in der Innenstadt dem Vernehmen nach alles andere als angetan. Diese Art von Feier war es, die die Stadt vermeiden wollte.

Arminia Bielefeld feiert Aufstieg und Meisterschaft

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  • Foto: Thomas F. Starke
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Aufstiegsfeiern in Zeiten von Corona sind eine besondere Herausforderung. Das war dann eben auch am Sonntagabend bei der Arminia so. Gleich in drei Bielefelder Lokalitäten war Party angesagt. In der „Kocherei“ am Lenkwerk feierten die Trainer, Spieler, Staff, Geschäftsführer und die engsten Angehörigen zusammen. Bei „Klötzer“ in der Innenstadt waren die Gremienmitglieder nebst Anhang versammelt. „50 sind erlaubt, 49 sind da“, sagte Aufsichtsratschef Hartmut Ostrowski. Feiner Zug: Dorthin war auch der frühere Geschäftsführer Gerrit Meinke eingeladen.

In der „Wunderbar“ feierten die Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Der Fairness halber wurde die Meisterschale hin und her gefahren, ehe sie zur „Nachtruhe“ auf der Geschäftsstelle gebettet werden sollte. „Wir waren kreativ und haben zwischen den drei Orten Live-Videochats gemacht“, sagte Sportchef Samir Arabi dem WESTFALEN-BLATT, wie am Ende doch so etwas wie eine gemeinsame Feierstimmung erzeugt wurde.

Von der Innenstadt aus kamen Präsident Hans-Jürgen Laufer, Ostrowski und Finanzchef Markus Rejek zur „Kocherei“ gefahren. Gerade noch rechtzeitig zum Essen. Und als die ersten Reden anstanden, rief Rejek persönlich seinen Kollegen Arabi wieder rein, der draußen dieser Zeitung gerade in einem Video-Interview Rede und Antwort stand.

 

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