Wie RWE-Vorstand Uhlig seine Kontakte nutzte
RW Essen: im Arminia-Bus in die 3. Liga

Essen/Bielefeld(WB/dis). Rot-Weiss Essen gegen Arminia Bielefeld – das ist kein Duell wie jedes andere. Die Rivalität dieser Klubs gipfelte, als sie sich 1994/95 in der damals drittklassigen Regionalliga West-Südwest ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga lieferten.

Montag, 14.09.2020, 03:00 Uhr
Links der neue DSC-Bus, rechts der alte, der jetzt das RWE-Logo trägt Foto: Bröskamp
Links der neue DSC-Bus, rechts der alte, der jetzt das RWE-Logo trägt Foto: Bröskamp

Am 11. März ‘95 kam es auf der Alm zum Gipfeltreffen. Essen kam als Spitzenreiter, Arminia war Dritter. Das Stadion war ausverkauft – zum ersten Mal seit Jahren. Und der DSC fegte wie ein Orkan über die Essener hinweg. 4:0 hieß es am Ende – Bielefeld stieg auf, die Rot-Weissen blieben in der Regionalliga hängen.

Über die Rivalität von damals ist Gras gewachsen. Heute sind die Rot-Weissen sich nicht einmal zu schade, in dem selben Mannschaftsbus, der bis vor kurzem noch die Arminen durch die 2. Liga kutschierte, Platz zu nehmen. RWE-Vorstand Marcus Uhlig erklärt: „Ich habe noch immer einen sehr guten Kontakt zu dem Bus-Dienstleister, den ich damals in meiner Zeit als Geschäftsführer bei Arminia für den DSC gewinnen konnte. 2019 hat Arminia sich für ein neues Modell entschieden, so dass das alte frei wurde. Wir durften den alten Bus dann neu folieren und mieten ihn seitdem regelmäßig für unsere Auswärtsspiele an.“

Am kommenden Sonntag reisen die Essener in Arminias altem Team-Gefährt dann zum Punktspiel bei Borussia Dortmund II. Und spätestens wenn der Bus die Rot-Weissen am Ende der Saison in der 3. Liga abliefert, dann wäre auch dem letzten RWE-Fan schnurzpiepegal, dass früher mal die ungeliebten Bielefelder darin unterwegs waren. Dann nämlich wären die Essener endlich wieder da angekommen, wo sie seit Jahren hinwollen: in der 3. Liga.

RWE-Vorstand Marcus Uhlig im Pokal-Shirt

RWE-Vorstand Marcus Uhlig im Pokal-Shirt Foto: imago

Erst einmal will RWE nun aber im Pokal für Furore sorgen. Und: Die Essener sind selbstbewusst. Nach ihrem Sieg im Niederrheinpokalfinale über Kleve (3:1), der den Einzug in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde bescherte, zogen die Essener T-Shirts über mit der klaren Botschaft: „Über Bielefeld nach Berlin!“

Kommentare

WOLF HANDSCHUH  schrieb: 15.09.2020 21:43
ARMINA VERLIERT IN ESSEN
ARMINIA HAT VERDIENT VERLOREN , ICH HABE DAS SPIEL AM TICKER VERFOLGT WER SO VIEL CHANCEN AUSLÄSST KANN KEINEN SIEG EINFAHREN. UWE NEUHAUS, DER HIER IN DEN 80ER JAHREN ALS SPIELER AUFLIEF, ZU DIESEM HERRN HABE ICH EINE HOHE MEINUNG.
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