DSC spielt wieder vor Fans – Klubmitarbeiter Venghaus erklärt das Sitz-Konzept
Arminia bewertet Testlauf als „gelungen“

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld hat am Samstag gegen den 1. FC Köln (1:0) zum ersten Mal seit dem 1. März wieder ein Heimspiel vor Publikum ausgetragen. Dabei griff das Hygiene-Konzept, das der Fußball-Bundesligist ausgearbeitet und mit dem Gesundheitsamt der Stadt Bielefeld abgestimmt hat. „Das war ein gelungener Testlauf“, sagte Christian Venghaus, Leiter Organisation und Spielbetrieb beim DSC, in einem ersten Fazit am Sonntag. Eine gemeinsame abschließende Bewertung des Hygiene- und Abstandskonzepts durch Gesundheitsamt und Klub steht noch aus.

Montag, 28.09.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 28.09.2020, 13:50 Uhr
In Gruppen sitzen die Fans in der Schüco-Arena. Foto: Thomas F. Starke
In Gruppen sitzen die Fans in der Schüco-Arena. Foto: Thomas F. Starke

5460 Zuschauer waren gemäß des Corona-Sicherheitskonzepts zu der Partie zugelassen. „Sie haben uns nicht nur großartig unterstützt, sie haben sich auch vorbildlich verhalten“, lobte DSC-Sprecher Daniel Mucha.

Die Fans waren unglaublich . Als ich rausgekommen bin, hatte ich Gänsehaut“, sagte Arminias Mittelfeldspieler Marcel Hartel. Und Manuel Prietl meinte: „Auch wenn nur 5000 da waren, hat es sich angefühlt wie 20.000.“

Die Südtribüne, wo sonst die Stimmung gemacht wird, blieb leer. Stehplätze waren nicht erlaubt, ebenso wenig der Ausschank von Alkohol. Gästefans durften nicht ins Stadion.

„Besser als befürchtet“

Die Stimmung war gut. Was fehlte, war der gewohnte permanente Klangteppich. Leerlaufphasen wechselten sich mit purer Begeisterung ab. Nur das gelegentliche rhythmische Klatschen erinnerte dann doch eher an ein Tennis- als an ein Fußballspiel. „Besser als befürchtet“, sei die Atmosphäre gewesen, befand Rafael Wieschollek (43) vom Fanklub Bethel United, „aber noch nicht das Fußballerlebnis, das man sich für die 1. Liga wünscht“.

Bei den Einlasskontrollen gab es nur kurze Schlangen, dafür eine Vielzahl von Ordnern, die auf Einhaltung der Maskenpflicht achtete und den Zuschauern Flyer mit Verhaltenstipps gaben.

Im Stadion selbst ging’s nach dem Einlass direkt auf die Plätze: Imbiss- und Getränkestände blieben geschlossen, beides wurde auf den Plätzen erworben und verzehrt. Nach Spiel­ende wurden die Besucher aufgefordert, in getrennten Kontingenten die Alm zu verlassen – zuerst die unteren Sitzreihen, danach die oberen.

Fremde Menschen ohne Mundschutz nebeneinander

Die Sitzgruppen à acht Zuschauer riefen ein unterschiedliches Echo hervor. Einige Fans waren irritiert, dass sie ohne Mundschutz direkt neben völlig fremde Menschen gesetzt wurden, sich Reihen mit bis zu 20 Zuschauern bildeten, gleichzeitig ganze Blöcke aber unbesetzt blieben.

Die Achterreihen seien das mit der Stadt abgestimmte Konzept gewesen, erklärte Venghaus. Weil Reihen davor und dahinter frei blieben, könne einem „niemand in den Nacken husten“, Abstände seien größer als im Schachbrettmuster, in dem die Tribünen anderer Stadien besetzt würden. Zugleich bleibe so genug Raum, um die Fans mit Getränken und Speisen an den Plätzen zu versorgen.

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