Heldt und Gisdol äußern sich nach dem 0:1 zur Torwartdiskussion beim Arminia-Gegner
Kölns Sportchef: „Steht mir bis oben“

Bielefeld (dpa). Sportchef Horst Heldt hat ungehalten auf die aufflammende Torwart-Diskussion beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln reagiert. „Mir steht das bis hier oben, wirklich“, sagte Heldt am Sonntag: „Wir weigern uns, im Mannschaftssport einen Einzelnen zur Schlachtbank zu begleiten. Wenn ich das zulasse, können wir aufhören.“

Sonntag, 27.09.2020, 20:10 Uhr aktualisiert: 27.09.2020, 20:12 Uhr
Kölns Keeper Timo Horn steht in der Kritik. Foto: Thomas F. Starke
Kölns Keeper Timo Horn steht in der Kritik. Foto: Thomas F. Starke

Horn hatte beim entscheidenden Treffer beim 0:1 in Bielefeld auch laut Heldt „natürlich einen Fehler gemacht. Aber da hab ich in der Analyse noch ein paar andere gesehen haben.“ Der gebürtige Kölner Horn, der zwischenzeitlich als Kandidat für die Nationalmannschaft galt und bei Olympia-Silber 2016 deutscher Stammtorhüter war, wurde von Teilen der Fans schon im Vorjahr kritisch gesehen.

Nun sah er wie schon beim 2:3 gegen Hoffenheim beim entscheidenden Tor schlecht aus, allerdings hatte er abgesehen davon gut gehalten. Köln hatte vor der Saison den 2014er-Weltmeister Ron-Robert Zieler, einen weiteren gebürtigen Kölner, als Nummer 2 verpflichtet.

Doch ein kurzfristiger Torwart-Wechsel nach schon zwei Spieltagen ist für Trainer Markus Gisdol kein Thema. „Dass bei unserer Torwart-Konstellation gleich daraus was gemacht wird, ist doch klar“, sagte er: „Timo, um das aber klarzustellen, ist und bleibt die Nummer eins. Ron-Robert Zieler ist nicht mit der klaren Absicht hierhergekommen, Nummer eins zu werden. Er ist mit der Absicht gekommen, Nummer zwei zu sein und Gas zu geben.“

Der Trainer verhehlte aber nicht, dass Horn beim 0:1 in Bielefeld einen Fehler gemacht hatte und zu weit herauslief, als Arminia-Schlussmann Stefan Ortega den Ball weit in die Kölner Hälfte geschlagen und Joan Simun Edmundsson aus spitzem Winkel ins Netz getroffen hatte. „Es war ein Fehler, und dazu muss man stehen. Aber der passiert anderen Torhütern auch. Das wird er aushalten.“

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