Kommentar zum Auftritt des DSC Arminia Bielefeld in Wolfsburg
Eine Frage der Reife

Vier Punkte aus fünf Spielen. 0,8 Punkte pro Partie. Heißt unterm Strich ziemlich eindeutig: Abstiegskampf!

Sonntag, 25.10.2020, 18:34 Uhr aktualisiert: 25.10.2020, 18:36 Uhr
Wolfsburger Jubel und Bielefelder Trübsal. Foto: Thomas F. Starke
Wolfsburger Jubel und Bielefelder Trübsal. Foto: Thomas F. Starke

Diese Feststellung dürfte sowohl in Bielefeld als auch in der Bundesliga die Wenigsten überraschen. Und dennoch hat man den Aufsteiger nach den vier Zählern aus den ersten beiden Spielen schon ein wenig weiter gewähnt, als er zu sein scheint.

Peinlich ausgespielt worden

In Wolfsburg ließ sich der Neuling in der 19. und 20. Minute peinlich vorführen und ausspielen – damit war die Messe früh gelesen. Mag man das 0:1 in Bremen als unglücklich bezeichnen und das 1:4 gegen die Bayern als eingeplant, so zeigte der DSC beim VfL, der dritten Pleite in Serie, dass ihm noch ein ganzes Stück bis zur Bundesligareife fehlt.

Sicher ist die Saison noch jung. Und noch ist viel Zeit, um sich die nötige Reife und Kaltschnäuzigkeit anzueignen. Allerdings steht der Aufsteiger nun auch schon früh gut unter Druck. Denn auf Wolfsburg folgt am nächsten Spieltag Borussia Dortmund – Niederlage Nummer vier in Folge ist somit alles andere als ausgeschlossen.

Jede Pleite nagt wieder ein Stückchen mehr am Selbstbewusstsein

Früh in der Saison ist nun vor allem schon der Kopf gefragt. Denn selbst wenn die Arminen ausdauernd beteuern, dass man ein Mehr an Niederlagen natürlich einkalkuliert habe, dann nagt doch jede Pleite wieder ein Stückchen mehr am Selbstbewusstsein. Das hemmt die Beine und damit automatisch den Spieltrieb, den der DSC schnell wiederentdecken sollte, um dem Negativtrend in den kommenden Wochen nicht nur sportlich, sondern auch noch mental ausgeliefert zu sein.

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