Ändert Arminias Trainer Neuhaus gegen Dortmund sein Spielsystem?
Schipplock wirbt für 4-4-2

Bielefeld (WB). Wer hätte das gedacht? Während Fabian Klos nach fünf Bundesligaspielen noch auf sein erstes Tor in der höchsten deutschen Spielklasse wartet, hat Sven Schipplock in dieser Saison schon einen Treffer erzielt. Und das, obwohl DSC-Kapitän Klos die kompletten 450 Minuten zum Einsatz kam und Schipplock nur 73 Minuten mitwirkte.

Mittwoch, 28.10.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 06:46 Uhr
Der Joker sticht: Sven Schipplock (links) trifft in Wolfsburg, Arminia verliert aber 1:2. Foto: Thomas F. Starke
Der Joker sticht: Sven Schipplock (links) trifft in Wolfsburg, Arminia verliert aber 1:2. Foto: Thomas F. Starke

In jeder Partie kam der Stürmer in der Schlussphase auf den Rasen, am vergangenen Sonntag wurde der Unermüdliche mit seinem 1:2-Anschlusstreffer in Wolfsburg belohnt. „Das Tor tut unheimlich gut. Ich versuche, mit jeder Einwechslung der Mannschaft einen Push zu geben. Das gibt mir auch Aufwind“, sagte Schipplock, der in seiner Bielefelder Zeit (seit Sommer 2018) mehr verletzt als gesund war.

Die Partie in Wolfsburg war erst sein 18. Punktspieleinsatz im Arminia-Dress. Das Knie und die Hüfte warfen den 31-Jährigen immer wieder zurück. Der gläubige Christ gab nie auf, und Trainer Uwe Neuhaus setzt – als Joker – auf den Routinier, der im DSC-Kader mit Abstand die meisten Bundesligaspiele (154 Einsätze mit 20 Toren für Stuttgart, Hoffenheim Hamburg, Darmstadt und nun Bielefeld) aufweist.

Schipplock warb nach dem 1:2 in Wolfsburg für eine Systemumstellung im kommenden Spiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Borussia Dortmund – sicher auch nicht uneigennützig. Bisher begann Arminia jedes Spiel im bewährten 4-3-3, das in der 2. Liga die meisten Gegner vor große Probleme gestellt hatte. Nicht umsonst war der DSC mit zehn Punkten Vorsprung auf den VfB Stuttgart Meister geworden. Doch eine Liga höher stoßen die Arminen öfter an Grenzen, mehrfach stellte Uwe Neuhaus während der einzelnen Spiele schon auf ein 4-4-2 um. So auch in Wolfsburg, als zunächst Sergio Cordova und ab der 77. Minute Schipplock als zweite Spitze neben Klos agierte und kurz danach traf (80.).

„Mit der Systemumstellung in der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen mehr Gefahr ausgestrahlt. Wir hatten eine bessere Präsenz im Sechzehner, für die langen Bälle war da eine Anspielstation mehr vorne im Zentrum. Bei Flanken, bei Eckbällen ist ein Stürmer mehr im Zentrum. Dadurch kriegst du mehr Chancen, Zugriff, mehr Eckbälle. Und dadurch kommst du ins Spiel zurück. Das war schon ausschlaggebend, auf jeden Fall“, lautete Schipp­locks Urteil zur Umstellung.

Die große Frage lautet nun: Beginnt Arminia gegen Champions-League-Teilnehmer Dortmund wieder im 4-3-3 oder startet der DSC erstmals im 4-4-2? „Vielleicht stellt der Trainer das System von Anfang an um. Vielleicht können wir den Gegner so ein bisschen überraschen“, meinte Schipplock. Der Stürmer würde sich natürlich wünschen, von Beginn an zu spielen – egal in welchem System.

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