Dortmunds Innenverteidiger trifft beim 2:0-Sieg doppelt – harmloser Aufsteiger kann nur eine Halbzeit defensiv dagegen halten
Hummels genügen zwei Chancen gegen chancenlose Arminen

Bielefeld (WB). Die gute Nachricht: Die Bayern und den BVB hat der DSC Arminia Bielefeld erst einmal hinter sich gebracht. Die schlechte: Auch gegen Dortmund holte der Aufsteiger erwartungsgemäß nichts Zählbares und musste mit dem 0:2 (0:0) am Samstag bereits die vierte Niederlage in Folge hinnehmen.

Samstag, 31.10.2020, 17:20 Uhr aktualisiert: 31.10.2020, 17:56 Uhr
Mats Hummels (rechts) hebt ab, köpft und trfft zum 2:0 - die Vorentscheidung in der Schüco-Arena. Foto: Thomas F. Starke
Mats Hummels (rechts) hebt ab, köpft und trfft zum 2:0 - die Vorentscheidung in der Schüco-Arena. Foto: Thomas F. Starke

Dabei wollte der DSC doch eigentlich die Wende einleiten. Endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Ärgerlich nur, dass ausgerechnet Borussia Dortmund als Gegner für die erhoffte Trendwende herhalten musste. Immerhin: Ein kleines bisschen Schrecken konnte dem klaren Favoriten schon vor dem Anpfiff genommen werden, weil Topstürmer Erling Haaland mit Knieproblemen fehlte.

06. Spieltag: DSC Arminia vs. Borussia Dortmund (0:2)

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Ob mit oder ohne Haaland, beim DSC sollte es endlich wieder besser laufen. Vor allem die ersten Halbzeiten der vergangenen Wochen lagen dem Liganeuling schwer im Magen. Ob in Bremen, gegen Bayern oder in Wolfsburg: Immer gaben die Arminen vom Anpiff weg den lieben Sparringspartner. Auch deshalb forderte Trainer Uwe Neuhaus im Vofeld beim TV-Sender Sky: „ Mutig zu sein , das ist uns in den vergangenen Spielen meist erst in der zweiten Halbzeit gelungen, das müssen wir verändern.“

Vier Neue in der Startelf

Dafür mischte der Coach auch personell ordentlich durch. Mit Cedric Brunner, Joakim Nilsson, Anderson Lucoqui und Sven Schipplock rotierten vier Neue in die Startelf. Und auch das gewohnte 4-3-3-System wurde umgestellt. Defensiv agierte der DSC in einem 5-3-2 um im eigenen Ballbesitz auf 3-5-2 zu wechseln. Neuhaus dazu: „Auch da gehört Mut zu, im richtigen Moment rauszutreten aus der Kette, dran sein am Gegenspieler, den Gegner verfolgen, aktiv sein.“

Drückend aktiv war allerdings nur der BVB. Es dauerte fast neun Minuten, bis die Arminen es erstmals mit dem Ball in die Dortmunder Hälfte schafften. Bis dahin hatten bereits BVB-Jungstar Jude Bellingham (3.) und Thomas Delaney (6.) einen Schuss aufs DSC-Tor abgegeben. Bei beiden Versuchen war DSC-Torwart Stefan Ortega Moreno aber Herr der Lage.

Und Arminia? Der Aufsteiger hoffte auf Lücken, auf kleine Dortmunder Unaufmerksamkeiten - wie in der 19. Minute. Ritus Doan startete rechts durch und wurde mit einem Tick zu kurz geratenen Pass von Marcel Hartel bedient. Damit war die zunächst freie Bahn nicht mehr ganz so frei und die Chance löste sich im BVB-Strafraum in Luft auf. Auf der Gegenseite köpfte Jadon Sancho in die Hände von Ortega Moreno.

Nach einer halben Stunde dominierte der BVB mit 81 Prozenz Ballbesitz klar das Spiel, kam aber dennoch nicht in aussichtsreiche Abschlusssituationen. Gegen den Ball arbeitete Arminia gut. Nach vorne brachten die Ostwestfalen dagegen so gut wie nichts zustande. Es dauerte 31 Minuten, bis mit Marcel Hartels Versuch der erste Schuss aufs Tor der Gäste erfolgte. Trotz absoluter Überlegenheit fehlte dem BVB vor allem im finalen Moment die Konzentration. Als Manuel Akanja eine Flanke am langen Pfosten vor die Füße fiel, setzte der Verteidiger den Ball trotz aussichtsreicher Position neben das Tor (41.).

Auch mit Wiederbeginn nach der Pause schien der DSC die Sache defensiv im Griff zu haben. Und dennoch genügte diese eine Unachtsamkeit, um erneut in Rückstand zu geraten. Nach einer Ecke von Sancho konnte Mats Hummels am langen Pfosten völlig ungedeckt zur Dortmunder Führung einschieben (53.). Einmal hatten die Bielefelder den Gegner aus den Augen gelassen, was sich umgehend rächte.

Hummels trifft erneut

Damit schien es um die Arminen in der Geisterspiel-Kulisse der Alm bereits geschehen zu sein. Dortmund machte keine Anstalten, in Sachen Dominanz einen Gang zurück zu schalten. Offensiv fand der DSC weiter so gut wie gar nicht statt. Und die Gäste hatten Mats Hummels: Nach einer Flanke von Marco Reus köpfte der Innenverteidiger zum 2:0 (71.) - die Entscheidung.

Nun hofft der DSC auf das dringend benötigte Erfolgserlebnis in einer Woche im Spiel beim FC Union Berlin, bevor Bayer Leverkusen in Bielefeld zu Gast ist und Ende November das Spiel beim Champions-League-Halbfinalisten RB Leipzig ansteht. Heißt unterm Strich: Für die Arminen könnte das ein ziemlich trister Herbst werden.

Bielefeld: Ortega Moreno - Brunner (64. Behrendt), Pieper, van der Hoorn (82. Yabo), Nilsson, Lucoqui - Doan (64. Edmundsson), Prietl, Hartel - Klos, Schipplock (64. Cordova)

Dortmund: Bürki - Meunier, Akanji, Hummels (86. Piszczek), Passlack - Bellingham, Delaney (82. Witsel) - Sancho (74. Guerreiro), Brandt, Hazard (82. Reinier) - Reus (74. Reyna)

Schiedsrichter: Dankert (Rostock)

Zuschauer: 0

Tore: 0:1 Hummels (53.), 0:2 Hummels (71.)

Gelbe Karten: Brunner (2) / Delaney, Hummels

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