Fußball-Bundesliga: Bielefeld wird von Union Berlin phasenweise vorgeführt
0:5 – Arminia desolat

Berlin/Bielefeld (WB). Ohne Feuer, ohne Leidenschaft, ohne alles: Arminia Bielefeld hat beim hoch verdienten 0:5 (0:3) am Samstag beim 1. FC Union Berlin Bundesligatauglichkeit in sämtlichen Mannschaftsteilen komplett vermissen lassen. Schon zur Pause war die einseitige Begegnung im Stadion an der Alten Försterei entschieden.

Samstag, 07.11.2020, 17:25 Uhr aktualisiert: 08.11.2020, 12:58 Uhr
Nichts zu holen: Während die Unioner reichlich Grund zum Feiern hatten, ergaben sich Ritsu Doan und die Arminen ihrem Schicksal. Foto: Thomas F. Starke
Nichts zu holen: Während die Unioner reichlich Grund zum Feiern hatten, ergaben sich Ritsu Doan und die Arminen ihrem Schicksal. Foto: Thomas F. Starke

Keita Endo (3. Minute), Robert Andrich (13.) und Sheraldo Becker (45.+2) wurden zum Toreschießen eingeladen. Die Berliner hatten bei ihren beiden ersten Treffern derart viel Platz, dass das Geschehen auf dem Rasen anmutete wie ein Pokalduell zwischen Amateur- und Profiklub. Und beim 3:0 schoben sich Berliner, die mit der 2:0-Pausenführung eigentlich schon zufrieden schienen, so lange den Ball zu, bis sich dann doch wieder eine Lücke in der Bielefelder Abwehr auftat. Das Tor, das über viele Stationen eingeleitet wurde, war eine Demütigung für die wieder mal nur hinterherhechelnden Arminen, die bereits das fünfte Spiel in Folge verloren. Auch Stefan Ortega Moreno im DSC-Kasten, der bis dahin ordentlich gehalten hatte, traf eine nicht zu knappe Mitschuld.

Berlin spielte richtig gut – und Bielefeld richtig schlecht. Nicht einmal sechs Minuten waren im zweiten Abschnitt rum, als dem völlig indisponierten Linksverteidiger Jacob Laursen ein folgenschwerer Fehler unterlief. Innenverteidiger Amos Pieper wusste sich im Strafraum nur noch mit einem Foul gegen Akaki Gogia zu helfen – Elfmeter. Max Kruse, der zuvor bereits die Treffer von Andrich und Becker exzellent vorbereitet hatte, verwandelte sicher (52.).

Die hoffnungslos unterlegene Arminia, deren Körpersprache bedenklich war, ließ das Schicksal über sich ergehen. Trainer Uwe Neuhaus wird sich selbst die Frage stellen müssen, wie sein Team in der aktuellen Situation gegen zwar einen guten, aber doch keineswegs übermächtigen Gegner eine derart indisponierte Leistung abliefern konnte. Das Zweikampfverhalten war ebenso erschreckend wie die Harmlosigkeit nach vorne. Diesmal aber verlor der DSC das Spiel vor allem in der Abwehr. Keiner der Verteidiger erreichte auch nur annähernd Normalform.

Draußen vor dem Stadion hatten sich ein paar Union-Anhänger versammelt. “Einer geht noch, einer geht noch rein”, riefen die Eisernen. Es dürfte den Arminen an diesem fürchterlichen Tag den Rest gegeben haben. Cedric Teuchert besorgte kurz vor dem Abpfiff auch noch das fünfte Tor für die Unioner, die dem DSC die höchste Saisonniederlage beibrachten.

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Was die Spieler und Trainer zur Partie sagten, lesen Sie hier .

Berlin: Luthe - Trimmel, Friedrich, Knoche, Lenz - Gentner (73. Griesbeck), Andrich, Becker (83. Teuchert), Endo (20. Gogia), Kruse (83. Maciejewski) - Pohjanpalo (73. Awoniji)

Bielefeld: Ortega Moreno - Brunner, Pieper, van der Hoorn, Laursen - Prietl - Maier (46. Kunze), Hartel (46. Seufert) - Doan (82. Cordova), Klos (88. Schipplock), Soukou (46. Yabo)

Schiedsrichter: Dr. Matthias Jöllenbeck (Freiburg)

Zuschauer: keine

Tore: 1:0 Endo (3.), 2:0 Andrich (13.), 3:0 Becker (45.+2), 4:0 Kruse (52., Foulelfmeter), 5:0 Teuchert (89.)

Gelbe Karten: - / van der Hoorn

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