Arminias Stürmer hatte die gleiche Verletzung wie der Nationalkeeper – Comeback gegen Leverkusen möglich
Voglsammer: Ratschläge von Neuer

Bielefeld -

Andreas Voglsammer kann es kaum erwarten, endlich sein Debüt in der Fußball-Bundesliga zu geben. Vor dem Heimspiel des DSC Arminia Bielefeld gegen Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr/Sky) sagt der Stürmer: „Ich bin bereit!“

Mittwoch, 18.11.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 18.11.2020, 12:38 Uhr
Rückkehrer: Andreas Voglsammer (links) meldet sich nach langer Pause zurück und ist auch für Sergio Cordova ein weiterer Konkurrent.
Rückkehrer: Andreas Voglsammer (links) meldet sich nach langer Pause zurück und ist auch für Sergio Cordova ein weiterer Konkurrent. Foto: Thomas F. Starke

 

Voglsammer hatte sich im ersten Vorbereitungsspiel auf die neue Saison im August einen Haarriss im Mittelfuß zugezogen – das Pech war zurück. Ende Januar, beim Zweitligaspiel in Aue, musste der 28-Jährige vom Platz, die Diagnose ergab einen Mittelfußbruch. Der gebürtige Rosenheimer kämpfte sich wieder heran, profitierte von der zweimonatigen Ligapause zwischen Mitte März und Mitte Mai und gab im Saisonfinale sein Comeback. Doch dann kam das erste Testspiel in Espelkamp, ein unglücklicher Schritt – und der nächste Verletzungsschock.

„Das war wirklich ein enorm dummer Zufall, dass es nochmal passiert ist. Eigentlich war die Verletzung ausgeheilt, es lag ja ein halbes Jahr dazwischen“, sagt Voglsammer, dessen Tore ebenso wie seine körperliche Präsenz der Mannschaft enorm fehlen.

Mit zwölf Treffern und fünf Vorlagen hatte er einen großen Anteil am Aufstieg, die riesige Vorfreude auf die Bundesliga wurde aber jäh gebremst. Wie schon bei der ersten Verletzung absolvierte Voglsammer einen Großteil der Reha im Therapiezentrum seines Freundes Hans Friedl in Edling.

Die Reha lief gut, doch zwischendurch kamen trotzdem auch mal negative Gedanken hoch. So war auch Manuel Neuer ein Thema. Der Weltmeister-Torwart von 2014 hatte schließlich wegen der gleichen Verletzung um seine Karriere bangen müssen. Im April 2017 hatte sich Neuer den linken Mittelfuß gebrochen, nachdem er an gleicher Stelle Wochen zuvor einen Haarriss erlitten hatte. Im September kam es wieder am linken Mittelfuß zum nächsten Bruch. Neuer musste eine Platte eingesetzt werden. Gerade noch rechtzeitig zur WM 2018 war der heute 34-Jährige wieder fit.

„Na klar habe ich über Manuel nachgedacht. Ich habe auch mit ihm telefoniert und mir Ratschläge geholt. Er hat mir gesagt, worauf ich achten soll“, berichtet Voglsammer vom Gespräch mit dem Bayern-Keeper. Er fühle sich „gewappnet, aber man kann natürlich nie wissen“. Seit zweieinhalb Wochen nun ist die DSC-Hoffnung wieder im Mannschaftstraining. „Ich fühle mich gut. Die Sicherheit im Fuß ist komplett da, ich habe keine Angst mehr“, berichtet Voglsammer.

Die 100-prozentige Fitness könne man am besten durch Spielpraxis erlangen, deshalb wäre ihm ein Testspiel in der Länderspielpause sehr recht gewesen. Aber erst hatte der SC Paderborn abgesagt, dann auch noch Eintracht Braunschweig. „Das ist schade, ich hatte mich mega gefreut und war heiß darauf, zu spielen“, so Voglsammer.

Der Stürmer hofft nun, dass ihm Trainer Uwe Neuhaus gegen Leverkusen das Vertrauen schenkt. Er könne spielen, „so lange meine Beine mich tragen“, scherzt der DSC-Profi. Ein Gespräch mit dem Coach habe noch nicht stattgefunden, sei aber geplant. „Ich weiß noch nicht, was er plant. Aber: Ich bin bereit!“

Voglsammer würde der Mannschaft gerne helfen, aus der Negativspirale zu kommen. „Leverkusen gehört in der aktuellen Form zum obersten Regal der Liga, aber ich sehe uns trotzdem nicht chancenlos.“

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