Arminia-Trainer Neuhaus kann gegen Leverkusen fast aus dem Vollen schöpfen – Mannschaft soll Reaktion zeigen
„Veränderungen mit Augenmaß“

Bielefeld -

Vorteil Arminia? Der Bundesligaaufsteiger aus Bielefeld musste in der Länderspielpause lediglich zwei Nationalspieler zu ihren Auswahlmannschaften schicken.

Freitag, 20.11.2020, 03:00 Uhr
Seine Startelf wollte Uwe Neuhaus (links) wie immer nicht verraten. Manuel Prietl wird aber sicher auflaufen.
Seine Startelf wollte Uwe Neuhaus (links) wie immer nicht verraten. Manuel Prietl wird aber sicher auflaufen. Foto: Thomas F. Starke

Amos Pieper und Arne Maier qualifizierten sich mit der deutschen U21 für die EM im kommenden Jahr. Die restlichen Spieler konnten sich Uwe Neuhaus im Training anbieten und haben dies auch getan, wie der Trainer am Donnerstag betonte.

„Die Trainingsleistungen waren gut, der Konkurrenzkampf tobt auf jeder Position“, sagte Neuhaus. Da die geplanten Testspiele gegen den SC Paderborn beziehungsweise Eintracht Braunschweig nicht stattfanden, ließ Neuhaus seine Spieler zweimal im Elf gegen Elf antreten, um ein Spiel zumindest zu simulieren. Weil er 26 Profis zur Verfügung hatte, konnten bei der Generalprobe für die Bundesligapartie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Bayer Leverkusen nicht alle beginnen.

Auch Leverkusen hat, wie einige andere Klubs, durch die Länderspiele Ausfälle zu beklagen. Zwar gab es bei Bayer keine Corona-Fälle zu beklagen, dafür muss Leverkusen auf Exequiel Palacios verzichten, der sich im WM-Qualifikationsspiel mit Argentinien schwer verletzte. Zudem fehlen Charles Aranguiz, Paulinho und Santiago Arias.

Trotzdem bringt Leverkusen natürlich noch viel Qualität auf den Platz. „Das wird eine schwere Aufgabe für uns“, sagte DSC-Coach Neuhaus mit Blick auf den Tabellenvierten, der 15 Punkte aus sieben Spielen holte und immer noch ungeschlagen ist. Mit welcher Taktik und mit welchem Personal er dem Kontrahenten begegnen wird, wollte der 60-Jährige nicht verraten. „Die Pressekonferenz ist für mich ja nie dazu da, die Katze aus dem Sack zu lassen“, sagte er.

Den Reset-Knopf gedrückt

Nach dem bösen 0:5 beim 1. FC Union Berlin vor knapp zwei Wochen „wollten wir den Reset-Knopf drücken“, so Neuhaus. Das bedeute aber nicht, dass gegen Leverkusen elf neue Spieler auflaufen würden. Der Trainer sprach von „Veränderungen mit Augenmaß“. Aber: „Natürlich müssen wir nach so einer enttäuschenden Leistung was ändern.“ Sport-Geschäftsführer Samir Arabi erklärte: „Allen ist klar, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigen muss.“

Es sei sicher förderlich gewesen, knapp zwei Wochen mit fast der kompletten Mannschaft trainieren zu können. Die Profis bis auf Pieper und Maier nicht abzustellen, sei „alternativlos“ gewesen. „Hätten wir die Spieler abgestellt, wären sie in Quarantäne gekommen und hätten für das Spiel gegen Leverkusen nicht zur Verfügung gestanden“, erklärte Arabi. Der eine oder andere sei glücklich gewesen, nicht durch die Welt reisen zu müssen.

Arne Maier hat sich bei der U21 weder verletzt noch mit dem Coronavirus infiziert, fehlen wird der Mittelfeldspieler gegen Bayer aber dennoch. „Aus privaten Gründen“, wie es hieß.

Andreas Voglsammer könnte sein Saison- und Bundesligadebüt geben. „Er wird sicher nicht von Beginn an spielen, kann uns aber vielleicht 15 oder 20 Minuten helfen“, sagte Neuhaus. Voglsammer hatte sich im ersten Testspiel vor der Saison im August einen Haarriss im Mittelfuß zugezogen und war seitdem ausgefallen. Im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT hatte der 28-Jährige in dieser Woche gesagt: „Ich bin fit und bereit und kann so lange spielen, wie meine Beine mich tragen.“

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