Bielefeld unterliegt Leverkusen 1:2
Arminia geht spät k.o.

Bielefeld -

Arminia Bielefeld hat das sechste Bundesligaspiel in Folge verloren. Gegen Bayer Leverkusen musste der Aufsteiger ein spätes Tor zum 1:2 (0:1)-Endstand hinnehmen.

Samstag, 21.11.2020, 18:14 Uhr aktualisiert: 21.11.2020, 21:08 Uhr
Bitter für Arminia: Leverkusens Aleksandar Dragovic (rechts) trifft in der 88. Minute zum Sieg für Bayer.
Bitter für Arminia: Leverkusens Aleksandar Dragovic (rechts) trifft in der 88. Minute zum Sieg für Bayer. Foto: Thomas F. Starke

Dabei durften die Arminen lange auf zumindest einen Punkt hoffen, ehe Bayer-Verteidiger Aleksandar Dragovic die Gastgeber in der 88. Minute ins erneute Unglück stürzte. Da half es auch nichts, dass sich der DSC deutlich verbessert zeigte im Vergleich zum 0:5 vor der Länderspielpause beim 1. FC Union Berlin.

Nach dem 0:5 bei Union vor zwei Wochen nahm DSC-Trainer Uwe Neuhaus drei Änderungen in der Startelf vor: Für Jacob Laursen, Cebio Soukou (beide auf der Bank) und Arne Maier (aus privaten Gründen nicht dabei) begannen Anderson Lucoqui (gegen seinen früheren Verein) , Reinhold Yabo und Nils Seufert. Für Yabo und Seufert war es das Startelfdebüt in dieser Spielzeit. Erstmals in dieser Saison im Kader war Andreas Voglsammer nach langer Verletzungspause. Er saß zunächst wie erwartet auf der Bank. Im Kader fehlte Sergio Cordova wegen Achillessehnenproblemen. Erneut nicht im Kader war Neuzugang Christian Gebauer. Auf Nachfrage hatte Neuhaus zwei Tage vor dem Spiel während der Pressekonferenz gesagt, der Österreicher habe – wie alle anderen – gut trainiert. Scheinbar aber nicht gut genug.

08. Spieltag: DSC Arminia vs. Bayer 04 Leverkusen (1:2)

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In den ersten Minuten präsentierten sich die Arminen deutlich wacher und aggressiver als im Spiel bei Union. Wenngleich Leverkusen wie erwartet Spielbestimmend war und deutlich mehr Ballbesitz hatte (72 Prozent in den ersten 15 Minuten). Klare Torchancen gab es aber zunächst auf beiden Seiten nicht. „Es darf nicht so einfach sein wie zuletzt, gegen uns Tore zu schießen“, hatte U21-Nationalspieler Amos Pieper im Vorfeld gesagt. Und der Innenverteidiger hielt mit seinen Teamkollegen wirklich gut dagegen. Bis zur 27. Minute: Da setzte sich Leon Bailey nach Pass von Florian Wirtz im Strafraum gegen den zu passiven Lucoqui durch und schoss mit rechts zum 1:0 für den Favoriten ein.

Nur kurz darauf forderten die Arminen vehement Elfmeter, nachdem der bis dahin unauffällige Ritsu Doan im Strafraum von Daley Sinkgraven zu Fall gebracht wurde (30.). Doch Schiedsrichter Dr. Felix Brych ließ weiterlaufen, auch Videoschiedsrichter Robert Hartmann konnte kein Foul entdecken. Eine klare Fehlentscheidung und damit extrem bitter für die Bielefelder. Bis zur Pause passierte nicht mehr viel, folglich blieb es beim 1:0 für die Gäste. Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi sagte bei Sky zur Elfmeterszene: „Das ist sicher eine Aktion, bei der man Elfmeter geben kann.“

Kurioses Eigentor vom Bayer-Keeper

Mochten die DSC-Fans vor den Fernsehern während der Halbzeitpause wegen des fehlenden Glücks gehadert haben, durften sie sich kurz nach Wiederanpfiff über sehr viel Glück freuen. Nach einem Rückpass von Sinkgraven rutschte der Ball Bayer-Torwart Lukas Hradecky über den Standfuß, der Keeper haute mit rechts über die Kugel und die kullerte zum 1:1 ins Tor (47.). Dass Referee Brych nicht seinen besten Tag erwischt hatte, zeigte sich erneut in der 57. Minute. Nach einem bösen Tritt von Nationalspieler Jonathan Tah auf den Knöchel von Fabian Klos gab es nicht einmal die Gelbe Karte. Klos musste wenig später ausgewechselt werden, für den Kapitän kam Sven Schipplock (62.).

In der 80. Minute nahmen beide Trainer Doppelwechsel vor. Beim DSC kamen Fabian Kunze und Cebio Soukou, bei Bayer Kerem Demirbay und Karim Bellarabi. Leverkusen hatte wieder das Kommando übernommen, die Arminen hofften auf einen Konter. In der 87. Minute verpasste Julian Baumgartlinger nur knapp den zweiten Treffer für Leverkusen. Eine Minute später war es aber doch soweit: Die Arminen konnten nicht klären, Aleksandar Dragovic schoss ein. Direkt danach kam Voglsammer auf den Platz und zu seinem Bundesligadebüt. Auch er konnte die Niederlage aber nicht verhindern.

Bielefeld: Ortega Moreno - Brunner, Pieper, van der Hoorn, Lucoqui - Prietl - Seufert (80. Kunze), Hartel (89. Voglsammer) - Doan, Klos (62. Schipplock), Yabo (80. Soukou)

Leverkusen: Hradecky - L. Bender (46. Weiser), Tah, S. Bender (50. Dragovic), Sinkgraven - Baumgartlinger - Wirtz, Amiri (80. Demirbay) - Bailey, Alario (68. Schick), Diaby (80. Bellarabi)

Schiedsrichter: Brych (München)

Tore: 0:1 Bailey (27.), 1:1 Hradecky (47., Eigentor), 1:2 Dragovic (88.)

Gelbe Karten: - / Dragovic

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