Arminias Rekordtorjäger nun auch in Bundesliga erfolgreich – Arabi: „Extreme Rückgänge im Merchandising“
Klos trifft und freut sich nicht

Leipzig/Düsseldorf -

Er war so nah dran. In der 86. Minute der Partie beim hohen Favoriten RB Leipzig hatte Arminias Rekordtorschütze Fabian Klos das 2:2 auf dem Fuß.

Montag, 30.11.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 30.11.2020, 11:19 Uhr
„Ich habe das Tore schießen also doch nicht verlernt“, sagte Fabian Klos nach seinem Premierentreffer in der 1. Liga.
„Ich habe das Tore schießen also doch nicht verlernt“, sagte Fabian Klos nach seinem Premierentreffer in der 1. Liga. Foto: Starke

 Doch leicht abgefälscht ging der Rechtsschuss ganz knapp links am Leipziger Tor vorbei. Damit blieb es bei der knappen DSC-Niederlage, und Klos konnte sich über das Tor zum 1:2, das er in der 75. Minute erzielt hatte, nicht recht freuen.

Dabei war es ein historischer Treffer. Der Kapitän, seit 2011 im Verein, hat am Samstag um 17.05 Uhr sein erstes Bundesligator erzielt und nun in allen drei Profiligen für Arminia getroffen. Nach 53 Toren in der 3. Liga und 79 in der 2. Liga war es im neunten Erstligaspiel auch in der deutschen Eliteklasse soweit. Nach einer Kopfballverlängerung von Sven Schipplock – der Ball wurde noch von Leipzigs Willi Orban verlängert – behauptete sich Klos im Zweikampf und schob den Ball an Peter Gulacsi vorbei ins Netz.

„Ich habe das Tore schießen also doch nicht verlernt“, sagte Klos lapidar. Und das DSC-Urgestein, das am Mittwoch 33 wird, fügte hinzu: „Ich würde gerne treffen und was mitnehmen. So kann ich mich nicht so recht drüber freuen.“ Trainer Uwe Neuhaus sagte, er freue sich für seinen Kapitän nach dessen langer Durststrecke. „Von mir aus kann er so weitermachen.“

Klos erklärte noch, die gute Leistung bei RB Leipzig stimme ihn positiv für die nächsten Wochen. Am Samstag kommt Mainz 05 nach Bielefeld, es folgen bis Weihnachten noch die Spiele in Freiburg, gegen Augsburg und auf Schalke. Klos: „Der Dezember ist ein ganz wichtiger Monat. Der kann schon mit entscheiden, in welche Richtung die Saison geht. Wir setzen uns selbst unter Druck, weil wir unbedingt Siege brauchen.“

In den Dezember gehen die Arminen als Tabellenvorletzter (vier Punkte). Sport-Geschäftsführer Samir Arabi gab sich am Sonntag in der TV-Sendung „Sky90“ aber kämpferisch. „Wir sind noch nicht so weit, dass wir nervös werden und hissen nicht die weiße Fahne“, sagte der 41-Jährige. Der Auftritt in Leipzig gebe Mut für die kommenden Aufgaben.

Umfangreiche Investitionen in den Kader schloss er erneut aus: „Natürlich würden wir gern den ein oder anderen Spieler dazu nehmen. Aber wir werden den Weg so weitergehen und nicht auf Pump versuchen, die Wahrscheinlichkeit auf den Klassenerhalt zu erhöhen.“ Trotz der coronabedingten Einnahmeausfälle sei die Saison der Bielefelder „durchfinanziert“.

Dennoch bereitet die Entwicklung Arabi Sorgen. „Wir merken eine Entfremdung, die Zuschauer entfremden sich. Wir haben extreme Rückgänge im Merchandising-Bereich und setzen als Bundesligist weniger um als im Zweitliga-Jahr. Mit dieser Situation müssen wir uns auseinandersetzen“, sagte er.

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