Kommentar zu Arminia Bielefeld
Mentale Stärke ist gefragt

Schlecht zu spielen und zu verlieren ist recht normal. Gut zu spielen und zu verlieren ist ärgerlich. Gut zu spielen, zu verlieren und zu sehen, wie ein direkter Konkurrent den Big Point holt, den man selbst liegen ließ, ist extrem bitter. Und kann entscheidend sein im Abstiegskampf.

Sonntag, 29.11.2020, 21:15 Uhr aktualisiert: 29.11.2020, 23:34 Uhr
Der Zusammenhalt soll Aufsteiger Arminia helfen.
Der Zusammenhalt soll Aufsteiger Arminia helfen. Foto: Thomas F. Starke

Arminia Bielefeld hat am Samstag beim haushohen Favoriten Leipzig das beste Spiel seit Wochen gemacht:. Die Ausbeute war aber die selbe wie in den sechs Spielen zuvor: null Punkte. Der DSC agierte auf Augenhöhe mit dem Champions-League-Teilnehmer, hatte auch laut Aussage von RB-Trainer Julian Nagelsmann eine große Zahl klarer Chancen, doch die Gäste trafen nur einmal. Wer weiß, was möglich gewesen wäre, wenn Ritsu Doan in der achten Minute zum 1:0 für Bielefeld getroffen hätte. Er tat es nicht, nach 47 Minuten stand es – weil Leipzig zwei DSC-Fehler ausnutzte – 2:0 für RB, und diese Hypothek wog zu schwer für den Aufsteiger.

Und nach dem Spiel mussten die Arminen auch noch hinnehmen, dass Konkurrent Köln in Dortmund eben die Überraschung gelungen war, die es im Kellerkampf braucht. Damit war nicht zu rechnen, gleiches hätte für einen Bielefelder Erfolg in Leipzig gegolten. Eine Folge: Der Druck steigt. Schon am Samstag gegen Mainz steht Arminia extrem unter Zugzwang. Ein Sieg ist Pflicht. Dieses Wissen kann lähmen. In Leipzig konnten die DSC-Profis befreit aufspielen, keiner hatte etwas erwartet. Das ist gegen Mainz anders, ebenso in den 2020 noch folgenden Spielen in Freiburg, gegen Augsburg und auf Schalke. Die entscheidende Rolle dürfte in den kommenden Wochen der Kopf spielen. Wie es um die mentale Stärke der Arminen bestellt ist, wird am Samstag zu sehen sein.

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