Arminia torlos in der ersten Halbzeit – Sportchef Arabi: Cordova will weiter Gas geben
„Ich glaube nicht, dass es Zufall ist“

Bielefeld -

Als einzige Mannschaft der Fußball-Bundesliga hat Aufsteiger Arminia Bielefeld nach neun Spielen noch kein Tor in den ersten 45 Minuten erzielt.

Mittwoch, 02.12.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 12:13 Uhr
Ritsu Doan (rechts) hatte in Leipzig das 1:0 auf dem Fuß. Eine Führung „würde uns mal gut tun“, sagt Fabian Klos.
Ritsu Doan (rechts) hatte in Leipzig das 1:0 auf dem Fuß. Eine Führung „würde uns mal gut tun“, sagt Fabian Klos. Foto: Starke

 „Ich glaube nicht, dass es nur Zufall ist“, sagt DSC-Sportgeschäftsführer Samir Arabi. Es gebe unterschiedliche Sichtweisen und Erklärungen, er wolle das Thema aber nicht in die Öffentlichkeit tragen. „Wir arbeiten das intern auf.“ Natürlich würde man aber „mit einer Führung im Rücken mit mehr Selbstvertrauen spielen“, ergänzt der 41-Jährige.

Arminias Kapitän und Rekordtorschütze Fabian Klos hatte sich kurz nach dem 1:2 (0:1) am Samstag bei RB Leipzig gegenüber TV-Sender Sky ähnlich geäußert: „Es würde uns gut tun, mal mit einer Führung im Rücken zu spielen.“ Als er diesen Satz sagte, erinnerte sich der seit diesem Mittwoch 33-Jährige sicher an die achte Minute der Partie: Nach Pass von Klos hatte Ritsu Doan die große Chance zum 1:0 für Bielefeld, der Japaner scheiterte aber an RB-Torwart Peter Gulacsi.

Es kam wie so oft. Statt einer Führung gab es einen Rückstand, Arminia musste mal wieder hinterherlaufen und am Ende in die siebte Niederlage in Serie einwilligen. Ganz generell fällt es dem DSC extrem schwer, überhaupt Tore in der Bundesliga zu erzielen. Die beste Offensive der vergangenen Zweitligasaison (65 Treffer) kommt im Oberhaus bisher nicht auf Touren. In neun Spielen gelangen nur sechs Tore, lediglich Tabellenschlusslicht Schalke 04 ist genauso ungefährlich.

Ein Grund könnte sein, dass das Traumduo der vergangenen Spielzeit, Klos (21 Tore, 10 Vorlagen) und Andreas Voglsammer (12 Tore, 5 Vorlagen), durch die Verletzung des Letztgenannten gesprengt wurde. Voglsammer gab erst am achten Spieltag gegen Bayer Leverkusen (1:2) in der 89. Minute sein Saisondebüt. In Leipzig spielte er immerhin schon 21 Minuten mit.

Zudem spielt ein Profi, von dem man sich Tore erhofft hatte, nur eine Nebenrolle. Sergio Cordova (23), vom FC Augsburg ausgeliehen und vor der Saison einer der ganz wenigen Spieler im Arminia-Kader mit Bundesliga-Erfahrung, stand an den vergangenen beiden Spieltagen nicht mal mehr im Kader. Neben Klos stehe auch Sven Schipplock im Sturm derzeit vor Cordova, hatte Trainer Uwe Neuhaus erklärt. Samir Arabi sagt gegenüber dem WESTFALEN-BLATT: „Wir haben ein Gespräch geführt. Natürlich ist bei Sergio Enttäuschung da. Aber er fühlt sich wohl in der Mannschaft, er fühlt sich wohl in der Stadt. Er will weiter Gas geben.“

Innenverteidiger Amos Pieper hatte sich in Leipzig verletzt und musste ausgewechselt werden. Eine MRT-Untersuchung soll am Mittwoch Aufschluss darüber geben, ob und falls ja wie lange Pieper fehlt.

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